Tapas-Double-Feature:
Demon Witch Child / Der Exorzist und die Kindhexe
Unterhaltsames Filmchen aus dem Land der Tapas, dass recht eindeutig von "Der Exorzist" inspiriert ist und auch im dessen Fahrwasser entstand. In das bemitleidenswerte und sommerbesproßte Mädchen schlüpft hier jedoch nicht irgendein Dämon, sondern der Geist einer frischverstorbenen und ziemlich sadistischen Zigeunerhexe, die dann auch ordentlich Gas gibt. Obwohl einige Szenen recht dreist von Friedkin ausgeborgt wurden, hat "Demon Witch Child" aber dabei noch genug eigenständige Ideen, die das Werk auch aus der Masse vergleichbarer Streifen ragen lassen und den Zuschauer bei Laune halten. Die Effekte sind mal gelungen, mal weniger gut getrickst (Stichwort Schwerkraft) und auch wenn Gewalt eher offscreen stattfindet, hat "Der Exorzist und die Kindhexe" doch ein, zwei ziemlich abgeschmackte Momente, die man sich sicher nicht in einem derartigen Werk erwarten würde. Die Bildqualität der US-DVD ist eher mies, aber immer noch guckbar. Falls jemand die deutsche VHS.Fassung am Start hat und mich mit einer Kopie versorgen könnte - bitte gerne!
House of the insane women
Der Arzt Rafael tritt eine neue Stelle in einer etwas seltsamen, medizinischen Einrichtung an, die sich der Heilung von wahnsinnigen und wahnsinnig-gewordenen Frauen verschrieben hat. Statt medizinischer Erfolge stehen in der unorthodox-geführten Irrenanstalt jedoch eher kollektives Ausflippen und fleischliche Gelüste am Programm und während Rafael neue Behandlungsmethoden ausprobiert und so nicht überrall auf Gegenliebe stößt, interessiert er sich zunehmend fürTania und deren außergewöhnlichen Fall. Mit zahlreichen Mitteln versucht er zu ergründen, warum die eigentlich intelligente Frau in der Klapse gelandet ist...
Ziemlich lahmes Filmchen, dass dem Zuschauer als Horrorfilm angepriesen wird und in Wirklichkeit eher in Richtung seltsames Psychodrama geht. Dabei bietet der Streifen außer Dauergekreische nicht wirklich viel und entpuppt sich mit zunehmender Laufzeit auch eher als Tortur für den Zuschauer. "Las Melancolicas" ist dabei weder spannend und auch die wenig nackte Haut reißen auch nicht mehr viel heraus. Interessant ist maximal, dass es sich dabei um einen der ersten Irrenanstalt-Filmchen gehandelt hat, der auch Jahre vor "Einer flog über das Kuckungsnest" enstanden ist und die Mitwirkung von Francisco Rabal ("Großangriff der Zombies"), Analia Gade ("Eye of the Hurrican") und Espartaco Santoni ("Tanz des Satans") sowie Helga Line in einer kleiner Nebenrolle. Die DVD von Code Red wird auf der eigenen Homepage mittlerweile als "botched" (= vermurkst) angepriesen und bietet neben mäßiger Qualität in der ersten Viertelstunde auch noch vertauschte Szenen (nicht Reels!), bei denen zumindest ich mir nicht erklären kann, wie so etwas passieren kann...