SS Operation Wolf Cub
Der Kriegs-erprobte Amerikaner Captain Bryant und der deutsche Militärexperte Müller werden von einem zwielichtigen, schwedischen Geschäftsmann angeworben um an einem abgelegenen Ort eine Truppe von jungen Männern und Frauen zu trainieren, damit diese dann als Attentäter mit nationalsozialistischer Gesinnung den Weltfrieden gefährden sollen. Als sich die Truppe jedoch bereits bestens ausgebildet befindet, keimt in Bryant der Verdacht, dass der wahre Grund seines Engagements anderer Natur sein könnte und tatsächlich nähren sich wenig später die Anzeichen, dass jemand im Camp seinen eigenen, ganz finsteren Plan verfolgt…
Regisseur Joe Sarno, der ja auch als „Ingmar Bergman of 42nd Street“ bekannt ist und zu den Pionieren des Soft- und Hardcore-Films gehört, hat im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere aber wie so viele andere Regisseure dieser Zeit natürlich auch andere Streifen gedreht. „SS Operation Wolf Cub“ ist ein Action-Drama aus 1980 und bietet Harry Reems in einer seiner wenigen Rollen außerhalb der HC-Branche als amerikanischer Kriegsspezialist, der in Schweden eine zweifelhafte Elitetruppe trainieren soll. Während sich die Frau seins Auftraggebers unverhohlen an in heranmacht gibt es aber bald auch andere Dinge, die den schnauzbärtigen Experten und seinen deutschen Kollegen stutzig machen. Leider fehlt es bei „SS Operation Wolf Cub“ aber insgesamt an Höhepunkten und nach dem durchaus passablen Auftakt erinnert der Streifen mit seinen Liebeleien und Intrigen eher an eine Soap und lässt richtige Schauwerte bis zum Finale auch eher vermissen. Wer sich aufgrund des Titels einen fragwürdigen Reißer erwartet, wird jedenfalls aufgrund der Harmlosigkeit ziemlich enttäuscht werden und obwohl Harry Reems seine Sache in dem obskuren Filmchen zweifelsfrei sehr gut macht, ist Joe Sarnos Streifen insgesamt doch eher sehr schnarchiger Natur.
The Nostril Picker
Joe ist ein Loser wie er im Buche steht, trinkt, stinkt und lebt in einer heruntergekommenen Bude und obwohl er ständig versucht, dem weiblichen Geschlecht näher zu kommen, ist sein Unterfangen naturgemäß nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Als er eines Tages von einem Obdachlosen ein magisches Wissen zur Körpertransformation erhält, verwandelt sich Joe kurzerhand in das junge Mädchen Josephine und kommt in einer Schule auch endlich jungen Mädchen näher. Gemeinsam verbringt er Zeit mit ihnen, lauscht auf Mädchentoiletten ihren Klatsch und fühlt sich auch ansonsten wie im siebten Himmel. Leider ist Joe jedoch auch ein ziemlicher Psychopath mit unbändigen Frauenhass und kannibalistischen Neigungen und so nutzt er schon wenig später die Gunst der Stunde um mit Schulmädchen, Prostituierten und dem Rest der Welt so richtig abzurechnen...
Ziemlich seltsame Mischung aus Horror und Komödie, irgendwo zwischen Low-Budget und Amateur-Streifen über einen Loser, der auf eher fragwürdige Weise die Möglichkeit erhält, sich in eine junge Frau zu verwandeln und sich daraufhin allerlei Späßchen erlaubt. „The Nostril Picker“ vermeidet zwar gröbere Unappetitlichkeiten, ist dabei aber trotzdem nicht wirklich geschmackssicher und präsentiert dem Zuschauer neben dem Psychogramm eines Verlierers auch noch nackte Haut und etwas Gore. Die Handlung ist natürlich totaler Murks und während Joe für den Zuschauer die meiste Zeit auch als Joe erkennbar ist, agieren lediglich die anderen Akteure so, als handle es sich dabei um eine gleichaltrige Schulkameradin, was dem Ganzen wahlweise eine absurd-unterhaltsame Note oder den dramaturgischen Todesstoß gibt. Für sensible und humorlose Gemüter ist Patrick J. Matthews‘ Fun-Horror-Streifen aber ohnehin nicht gedacht und wer einen Hang zu Blödsinn hat und sich nicht an ein paar gorigen Momenten stört, kann das Diskont-Geschlechter-Switch-Filmchen ja mal antesten, ohne gröber enttäuscht zu werden. Kopfschütteln inklusive!