Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Euer Filmtagebuch, Kommentare zu Filmen, Reviews

Moderator: jogiwan

Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Berberian Sound Studio

Bild

demnächst mehr!

Taxidermia

Bild

So etwas wie "Taxidermia" bekommt man wohl nicht jeden Tag zu Gesicht, aber auch wenn die ungarisch-österreichisch-französische Co-Produktion zweifelsfrei originell ist und hinter seinen offensichtlich von Jean-Pierre Jeunet inspirierten Bildern auch eine interessante und metaphorische Geschichte erzählt, ist György Pálfis Streifen doch auch eine sehr ambivalente Angelegenheit. Jede Sekunde des Streifens ist um heftige Reaktionen bemüht, aber jeder, der sich für derartige Filme interessiert, wird ohnehin hart im Nehmen sein, während Otto-Normalzuschauer schon bei der Erzählweise des episdenhaften Werkes abwinken wird. "Taxidermia" kann man sicher abfeiern und spielt in der Liga von "Das große Fressen", "Salo" und anderen Skandalwerken, aber gleichzeitig ist der Streifen auch extrem formelhaft und zelebriert seine abstrakten Ideen und grotesken Figuren auf Dauer etwas zu sehr, als das er bei mir für nachhaltiges Interesse sorgen würde und schockieren lass ich mich von sowas dann schon gleich gar nicht.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Fargo

Bild

demnächst mehr!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Sole Survivor

Bild

Kleiner, aber feiner B-Grusler, der zwar etwas kostengünstig um die Ecke biegt und auch etwas Anlaufzeit benötigt, aber insgesamt schon sehr sympathisch und hübsch atmosphärisch ausgefallen ist. Die eher unaufgeregt erzählte Geschichte über die Überlebende eines Flugzeugabsturzes, die danach von seltsamen Visionen bzw. Verstorbenen gestalkt wird, find ich jedenfalls recht gelungen und Thom Eberhardts Streifen bietet auch ohne große Effekte ein paar Gänsehaut-Momente, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Irgendwie erscheint "Nur Tote überleben" dann auch wie ein gelungenes Remake von "Tanz der toten Seelen", während Eberhardts Streifen mit dem dem australischen "Survivor" abgesehen von der gleichen Grundkonstellation (Flugzeugabsturz, Überlebender, Medium) eher wenig zu tun hat. Amerikansicher B-Horror aus den 70er und 80ern mag ich ja sowieso sehr gerne und auch "Sole Survivor" ist da keine Ausnahme.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Butcher Boys

Bild

fand ich ganz furchtbar! Demnächst mehr!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

The Killer

Bild

Sehr durchschnittlicher Thriller, der sich im Verlauf seiner vorhersehbaren Handlung ungefähr so spannend wie die wöchentliche Lotto-Ziehung entpuppt: eine Handvoll Gangster gerät auf der Flucht nach einem großen Ding in das Gebiet eines Ex-Vietnam-Veteran, der sein Revier verteidigt. Was folgt sind Verfolgungsjagden durch die Wälder, in dem der alternde Rambo-Verschnitt immer im Vorteil ist. Irgendwie fängt "The Killer" gar nicht so schlecht an und bietet interessante Gesichter und tritt dann dennoch ab der Hälfte nur noch auf der Stelle und bietet nichts, was man in anderen Filmen nicht schon viel besser gesehen hätte. Auch in Punkto Gewalt hätte ich mir im Grunde mehr erwartet und ein schlecht getrickste CGI-Kopfschuss und ein Machten-Mord rechtfertigen sicher nicht die Schnippelei. Die Ösi-DVD dauert dann knapp eine Minute länger, aber dass der größtenteils ziemlich unspektakuläre und Höhepunkts-lose Streifen auch für 30 Tacken angeboten wurde, ist schon eine ziemliche Frechheit. Kann man gucken, muss man aber nicht.

Der Blob

Bild

Immer wieder gern gesehen ist "Der Blob" immer noch ein sympathischer Grusler mit schleimigen Effekten und einer netten Geschichte über ein paar Teenager bzw. eine biedere, amerikanische Kleinstadt im Kampf gegen eine außerirdische Bedrohung. Der Streifen macht jedenfalls Laune und bietet neben einer guten Portion schwarzen Humors ja auch herrliche Spezialeffekte, die auch ohne viel CGI hervorragend getrickst sind. Der Abgang im Abflussrohr ist ja noch immer böse mitanzusehen und auch bei den Darstellern gibt es zahlreiche bekannte Gesichter zu betrachten. Immerhin hat der Trailer auch am letzten Forentreffen ordentlich gerockt. Ich mag das Teil!

Jungle Blue

Bild

Eine junge Frau namens Jane ist auf der Suche nach ihrem Vater und begibt sich auf eine Reise in den peruanischen Dschungel, wo sich dieser zuletzt aufgehalten haben soll. In einem Hotel trifft Jane auf die hübsche Blondie Silvia und ihren Freund, die ebenfalls das gleiche Reiseziel hat und gemeinsam reist man zu einem Tarzan-Verschnitt, der über den Aufenthaltsort von Janes Vater Bescheid weiß und begibt sich wenig später weiter auf eine wundersame Reise in den dichten Dschungel. Als die Truppe wenig später auf Eingeborene treffen und sich diese auch als gastfreundliche Leuten entpuppen, werden jedoch die wahren Motive von Silvia und ihrem Freund sichtbar. Diese sind in Wirklichkeit nämlich hinter den Diamanten der Eingeborenen her und um diese zu bekommen, ist ihnen auch jedes Mittel recht...

Herrlich obskure und furchtbar unterhaltsame Mischung aus Adult-Movie, Exploitation-Kracher und Tier-Dokumentation, in dem im Verlauf der knapp 75 auch absolut kein Auge trocken bleibt. In "Jungle Blue" ist einfach alles mehr als seltsam und eine drogen-geschwängerte Gruppenorgie ist der Ausgangspunkt einer Reise in den Dschungel, die auch offensichtlich vor Ort gedreht wurde. Dabei treffen die hübschen Frauen und ihre Begleiter auf einen Tarzan-Verschnitt und landet am Ende in einem Dorf mit Eingeborenen, wo der Wahnsinn erst so richtig seinen Lauf nimmt und "Jungle Blue" kurzerhand ins Action-Genre driftet. Dazwischen gibt ein viel Rammelei, schlechte Body-Double, einen liebestollen Gorilla und viel Flora, Bären und Fauna. Die Ami-DVD von Vinegar Syndrome bringt diesen unpackbaren Streifen von Carlos Tobalina, der auch ziemlich einzigartig sein dürfte, in wunderbarer Qualität und auf einer Scheibe, die aufgeschlossenen Menschen sicher viel Freude bereitet.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Rigor Mortis - Leichenstarre

Bild

demnächst mehr

Bijou

Bild

Ein New Yorker Bauarbeiter wird auf dem Nachhauseweg von seiner Arbeit Zeuge, wie eine junge Frau beinahe von einem Auto erfasst wird. Anstatt jedoch zu helfen, schnappt er sich die Handtasche der ohmnächtig gewordenen Frau und entdeckt in seiner Wohnung neben Schlüssel, Notizblock und weiteren Dingen des weiblichen Bedarfs in der Tasche auch eine Einladung zu einem Club namens "Bijou". Er beschließt den Club zu besuchen und dieser entpuppt sich als Sex-Club, in dem dunkle Fantasien befriedigt werden und der Bauarbeiter verliert sich in eine Rausch aus Testosteron, homosexueller Lust und triebhafter Leidenschaft...

Die Siebziger waren ja schon eine lustige Zeit für Erwachsenenfilme und Wakefield Pooles zweiter Streifen "Bijou" zeigt eine Welt der dunklen Fanatsien und einen Club, in dem diese real werden. Dabei verzichtet der auf ein homosexuelles Publikum zugeschnittene Streifen nahezu auf jegliche Dialoge und präsentiert die Szenen im Club als surrealen Bilderreigen zu dramatischer Orchester-Musik, welche in Kombination mit den freizügigen Bildern auch eine ganz eigene Wirkung entwickeln. Während die ersten Minuten ja noch eher konventionell daherkommen, driftet der Film ja in der zweiten Halbzeit völlig weg und bietet u.a. strange Bilderwelten, die man sich in einem derartigen Film sicher nicht erwarten würden, ohne dabei sein eigentliches Ziel aus den Augen zu verlieren. Eine sehr gelungene Mischung aus Arthouse und "eh scho wissen", die für die VÖ von Vinegar Syndrome von 16mm auf 2K gescannt wurde und so auch inkl. Einleitung durch den Regisseur auch mehr als hübsch präsentiert wird.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Die Rocker von der Boston Street

Bild

demnächst mehr!

Vampyres

Bild

Wunderbarer Vampir-Streifen in der Tradition von Jean Rollin, in dem zwei lesbische Blutsaugerinnen als harmlose Anhalterinnen getarnt willige Männchen in ihr abgelegenes Lustschloss locken um diese dort nach etwas Matratzensport auch ihres Lebenssaftes zu entledigen. Als sich eine der Vampire jedoch in einen ihrer Opfer verliebt und auch eine Urlauberin etwas zu sehr für das Treiben in dem Schloss interessiert, steuert alles einem tragischen Höhepunkt entgegen. Zwar enthüllt die Geschichte nicht jedes Geheimnis im Umfeld der blutsaugenden Ladys, aber der Streifen spart neben ausreichend Nudity auch nicht mit Blut und Gewalt und hat stets eine herrlich morbide Stimmung. Eigentlich hat José Ramón Larraz in seinem englischen Streifen aus dem Jahre 1974 auch alles richtig gemacht, sodass ich mir irgendwie nicht erklären kann, dass der Streifen hierzulande eher ein Schattendasein fristet. "Vampyres" bietet alles, was man sich als Freund derartiger Werke erwartet, legt überall noch ein Schippchen drauf und ist Genre-Juwel, das man sich auch nicht entgehen lassen sollte.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

The Vixens of Kung Fu

Bild

Ein junges Mädchen vom Lande kommt mit vielen Hoffnungen nach New York und endet als Prostituierte. Als sie wieder zurück in ihr altes Leben möchte, wird sie von einer Gruppe von Männern unter Drogen gesetzt und auf einer Lichtung vergewaltigt. Wieder bei Sinnen landet die junge Frau bei einer Gruppe von mysteriösen und feministischen Kung-Fu-Kämpferinnen, die die junge Frau in die erotische Kunst des Kung-Fu einweihen und die junge Frau erweist sich als gelehrige Schülerin, die schon bald auf Rache sinnt...

Du meine Güte: was sich in der Inhaltsangabe ja noch halbwegs lustig anhört, erweist sich als furchtbar trashiges, aber auch etwas langweiliges Sexploitation-Filmchen, dass seinen Schwerpunkt definitiv nicht auf seine Handlung legt und den Zuschauer mit allerlei obskuren Dingen und Ideen konfrontiert. So dürfen die vorwiegend nackten Darsteller wild gestikulierend durch die Gegend hüpfen, aber mit Kung Fu hat das wohl herzlich wenig zu tun und der auf asiatische getrimmte Streifen wirkt auch insgesamt alles andere als authentisch. Außerdem vergnügen sich die weiblichen Darstellerinnen etwas zu oft miteinander und auch die Rache-Story verpufft irgendwann im Verlaufe der ohnehin recht kurzen 70 Minuten. Positiv stechen jedoch die Darsteller inkl. Jamie Gillis hervor und auch die Inszenierung und der flockige Soundtrack ist durchaus okay - alles andere ist wohl Geschmackssache.

Oriental Blue

Bild

Madame Blue führt im New Yorker Chinatown ein China-Restaurant und ist nebenher auch Kopf einer internationalen Menschenhändler-Bande. Diese hat sich darauf spezialisiert, naive Mädchen von der Strasse zu entführen, mittels Drogen gefügig zu machen und anschließend in alle Herren Länder zu verschiffen. Dabei ist Madame Blue selbst die beste Kundschaft und mit ihrer Lustsklavin immer vorne dabei, wenn es darum geht, neue Mädchen zu konditionieren. Als Blues bester Mann Brock eines Tages ein Mädchen vom Lande entführt und sich in die junge Frau verliebt, wird das von Madame Blue jedoch nicht toleriert und als diese auf der Herausgabe des Mädchens beharrt, steuert alles einem tragischen Höhepunkt entgegen...

Spassiger Sexploitation Film von Regisseur Bill Milling, der im Gegensatz zum etwas drögen "Vixens of Kung Fu" auch ordentlich die Bude rockt. "Oriental Blue" überzeugt ja nicht nur durch viel New Yorker Lokalkolorit inklusive jeder Menge Außendrehs auf der 42nd Street und China Town, sondern auch durch eine turbulente und sehr sonderbare Handlung, bei der man nie weiß, ob man lachen oder weinen soll. Madame Blue ist ja nicht nur abgrundtief böse, sondern auch ständig knattrig und jeder noch so ungewöhnlicher Mädchen-Bestellung aufgeschlossen, die von ihren Loverboys auch prompt zu ihrer Zufriedenheit ausgeführt werden. Zwar ist auch hier für meinen Geschmack wieder etwas viel Girl-on-Girl-Action, aber auch der männliche Cast steht bei dem multiethnischen Cast seinen Mann - insbesondere Jamie Gillis, der durch die Liebe zu einem naiven Landmädchen das kriminelle Konstrukt ins Wanken bringt. Doof, abgeschmackt, aber lustig!

The Opening of Misty Beethoven

Bild

Zweitsichtung mit der schlechteren Hälfte!

Primaria

Bild

Netter Coming-of-Age-Streifen über einen Kunstlehrer an einer Grundschule in Sevilla.

Mobsters

Bild

demnächst vielleicht mehr!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

House on Straw Hill

Bild

Irgendwie hab ich mir bei "House on Straw Hill" zwar was gänzlich anderes erwartet, aber der eher langsam erzählte Streifen ist schon im besten Sinne des Wortes schon sehr speziell. Die Story über einen erfolgreichen, aber doch auch sehr seltsamen Autor, der sich eine Sekretärin auf sein gemietetes Domizil kommen lässt, um ihn bei der Arbeit an seinem zweiten Buch zu unterstützen ist ja über die gesamte Laufzeit nicht so wirklich einzuordnen, zeigt den Mensch als triebhafte Bestie und statt Horror ist eher ein sleaziges Psychodrama mit blutigen Slasher-Anteil angesagt. Der Streifen wirkt trotz schön Drehorte inmitten von sommerlichen Kornfeldern relativ düster und dass "House on Straw Hill" bei den Zensoren seinerzeit nicht gut angekommen ist, wundert angesichts der Mischung aus Sex und Gewalt auch relativ wenig. Udo Kier ist natürlich eine Bank, aber Linda Hayden hat mir fast noch einen Ticken besser gefallen. Die Blu-Ray-Combo aus dem Hause Severin bringt den Streifen in guter Qualität, wobei das verfügbare Ausgangsmaterial wohl nicht das Beste war. Das äußert sich neben leichten Beschädigungen teilweise in Farbschwankungen, welche jedoch den Grindhouse-Flair verstärken und mich überhaupt nicht gestört hat. Schon sehr top!

Il Corpo

Bild

Der Amerikaner Antoine hat gemeinsam mit seiner Frau Madeleine in Trinidad ein kleines Touristengeschäft aufgebaut. Während Madeleine sich in der Stadt um eine Bar kümmert, wohnt Antoine jedoch von ihr getrennt mit einer Schwarzen, die er Prinzessin nennt, in einem abgelegenen Haus. Diese kümmert sich um den Haushalt und ist auch die Bett-Gefährtin des Trinkers, der immer wieder zu cholerischen Ausbrüchen neigt. Als Antoine eines Tages in eine Schägerei gelangt und von dem jungen Alan gerettet wird, der die Welt bereist, bietet er diesem einen Job in seinem Geschäft an, den dieser auch gerne annimmt. Nach anfänglichen Problemen mit der "Prinzessin" verlieben sich die Beiden Hals- über Kopf ineinander und planen eine gemeinsame Zukunft, bei der jedoch zuerst Antoine aus dem Weg geräumt werden muss...

Etwas lahmer Erotik-Thriller der mit einem tollen Cast, exotischen Locations und einer soliden Geschichte eigentlich alles bieten würde, was man sich bei einem Film aus der Kiste erwarten würde. Leider schafft es Regisseur Scattini jedoch nicht, die Erotik seiner Hauptdarstellerin und so etwas wie Leidenschaft auf den Bildschirm zu zaubern und auch die Locations in Trinidad werden abgesehen von ein paar Kameraschwenks über den Strand so gut wie gar nicht genutzt. So bleibt das übliche Spiel aus viel Alkohol, Leidenschaft, Eifersucht und böser Intrigen, dass auch erst im letzten Drittel etwas in Fahrt kommt. Das unerwartete und auch etwas böse Finale entschädigt zwar über manch langweilige Minuten zuvor, aber insgesamt hat sich hier schon niemand mit Ruhm bekleckert. Für einen Erotik-Streifen bietet "Il Corpo" zu wenig hübsch in Szene gesetzte nackte Haut, für einen Thriller viel zu wenig Spannung und für ein Auswanderer- und Gesellschafts-Drama zu wenig Tiefe. Da kann selbst der von mir sehr geschätzte Enrico Maria Salerno und der tolle Soundtrack nicht mehr viel retten. Schade eigentlich!

Barbara Broadcast

Bild

In dem schicken Restaurant "Olympia Ballroom" in New York, in dem etwas zu sehr den fleischlichen Gelüsten gefrönt wird, treffen sich die erfolgreiche Autorin Barbara Broadcast und die Reporterin Roberta mit einer Edelprostituierten um Ideen für ein neues Buch zu sammeln. Dabei wird die Leidenschaft von Barbara und Roberta durch das turbulente Geschehen im Restaurant und den erotischen Geschichten der Anwesenden so derart beflügelt, dass der angebrochene Nachmittag von den Beiden für weitere Recherchen genutzt wird, ehe sich die Autorin und die Journalistin abends in einem angesagten Club in Manhattan wieder begegnen und dort auch auf alte Bekannte treffen…

Der nächste große Klassiker von Henry Paris a.k.a Radley Metzger, der klar in der Tradition von "Misty Beethoven" daherkommt und augenzwinkernd die turbulenten Ereignisse eines eleganten Restaurants mit ungewöhnlichen Spezialitäten zeigt, in dem sich eine erfolgreiche Autorin und eine Reporterin treffen. Dabei kommt die Geschichte anfänglich abermals recht augenzwinkernd daher, auch wenn die Handlung im weiteren Verlauf zugunsten der körperlichen Vereinigungen ganz klar in den Hintergrund rückt. So ist "Barbara Broadcast" dann auch eher HC, als herkömmlicher Spielfilm, der jedoch wieder mit schicken Locations und ungewohnte Herangehensweise überrascht. So finden zahlreiche Akte (vermeintlich) in der Öffentlichkeit statt, was sich darin äußert, dass ständig irgendwie ins Bild huscht und die Herren und Damen bleiben dabei oftmals angezogen, während sich
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
Beiträge: 41150
Registriert: So 13. Dez 2009, 10:19
Wohnort: graz / austria

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Die Hyänen

Bild

demnächst mehr!

Mamma Mia!

Bild

der Sommer ist da! :nick:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Antworten