El Sacerdote / The Priest - Eloy de la Iglesia (1978)

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jogiwan
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El Sacerdote / The Priest - Eloy de la Iglesia (1978)

Beitrag von jogiwan »

El Sacerdote

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Originaltitel: El Sacerdote

Alternativtitel: The Priest

Herstellungsland: Spanien / 1978

Regie: Eloy de la Iglesia

Darsteller:innen: Simón Andreu, Emilio Gutiérrez Caba, José Franco, Ramón Reparaz, Esperanza Roy

Story:

Im Spanien des Jahres 1966 lebt der erzkonservative Priester Miguel in einem kleinen Konvent mit anderen Priestern Nähe Madrid zusammen und sieht sich neben der zunehmenden Liberalisierung der Gesellschaft auch mit sexuellen Gedanken konfrontiert, die ihn zunehmend an der Ausübung seines Berufes hindern. Gespräche mit anderen Priestern bringen keine Abhilfe und so bekommt er die Order seine Tätigkeiten einzuschränken, um wieder auf klare Gedanken zu kommen. Doch sein sexuelles Verlangen steigert sich und Miguel entschließt sich zu ungewöhnlichen Entscheidungen, die den Konflikt zwischen weltlichen und kirchlichen Dingen und die Abkehr von seinen Brüdern und der Kirche aber nur noch steigern und ihn schließlich zu einem sehr drastischen Schritt bewegen…
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jogiwan
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Re: El Sacerdote - Eloy de la Iglesia (1978)

Beitrag von jogiwan »

In erster Linie geht es in „The Priest“ um einen erzkonservativen Priester und seiner Unfähigkeit mit seinen menschlichen Trieben umzugehen, während nebenher auch der gesellschaftliche Umbruch von Spanien thematisiert wird. Abgesehen von Nunploitation sind Filme mit Kirchenthematik jetzt aber nicht so meine Baustelle und auch „El Sacerdote“ bietet zuhauf sehr konservative Ansichten und die üblichen Gut-Böse-Erzählungen und ist in der ersten Hälfte für mein Empfinden auch eher etwas mau. Doch das ändert sich jedoch, als Miguel zunehmend mutiger wird und der innere Konflikt sehr plakativ nach außen getragen wird und auch sein Werdegang thematisiert werden. Dann kratzt „The Priest“ auch dezent die Kurve und wird vom Drama auch zum handfesten Exploitation-Film spanischer Prägung, in dem Sex, Gewalt und andere Tabu-Themen nicht zu kurz kommen. Irgendwie schafft es Eloy de la Iglesia dank seines spielfreudigen Ensembles auch sehr gut, die innere Zerrissenheit und auch die äußeren Umstände und den gesellschaftlichen Wandel einzufangen und irgendwie entwickelt man auch Sympathie für die doch recht sperrige Figur des erzkonservativen Priesters. Herausgekommen ist ein durchaus lohnenswerter Film, den ich mir unter normalen Umständen wohl nicht so schnell angesehen hätte und der im Rahmen der „Exorcismo“-Box mit progressiven Filmen der Post-Franco-Ära auch Sinn macht.
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