Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Monster vs. Aliens

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Durch eine Kollision mit einem ominösen Meteoriten beginnt die heiratswillige Susan zu wachsen und wird von der Regierung gefangen genommen und in eine militärische Einrichtung gesteckt. Dort werden seit Jahrzehnten Monster vor der Öffentlichkeit versteckt um die Menschheit nicht in Panik zu versetzten. Als jedoch die Erde von einem fiesen vieräugigen Alien angegriffen wird, müssen Susan und ihre neuen Freunde in den Kampf ziehen um die Erde vor ihrer Vernichtung zu bewahren...

Launiges Animationsabenteuer aus dem Hause Dreamworks ("Shrek") über eine Handvoll sympathischer Monster, das eigentlich ganz spaßig ausgefallen ist und dank Slimey auch über ein paar sehr witzige Szenen verfügt. Die Geschichte ist zwar nicht so der Bringer und irgendwie etwas zu amerikanisch-patriotisch, die Umsetzung aber natürlich bis ins kleinste Detail durchgestylt. Mit kleineren Schönheitsfehlern aber trotzdem ein netter Familienfilm, der auch ältere Zuschauer nicht enttäuschen wird: 7/10

Final Destination 1

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Teil 1 der Teenie-Horror-Saga, die nicht zu Unrecht ein Riesenhit wurde und zahlreiche Sequels nach sich zog. Die Idee zur Geschichte ist ziemlich genial und auch der Auftakt mit dem Flugzeug ziemlich eindrucksvoll gemacht. Die Todesszenen sind innovativ und kommen mal länger, mal gar nicht angekündigt und erwischen den Zuschauer stets am falschen bzw. richtigen Fuss. Das Ende flacht dann leider etwas ab und man merkt, dass der Zahn der Zeit mittlerweile schon etwas an dem Ganzen genagt hat. Das von Arky favorisierte Ende finde ich dann aber auch etwas zu verkitscht und hätte imho doch nicht so recht als Abschluss zu der eigentlich sehr turbulenten Sause gepasst. Trotzdem sicherlich einer der sympathischsten und kurzweiligsten Horrorfilme mit 16er-Freigabe, die man für sein hart verdientes Geld kaufen kann.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Final Destination 2

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Zweiter Aufguss der "Der-Tod-holt-sich-was-ihm-gehört"-Teenie-Horror-Reihe, den ich persönlich sogar einen Tick besser als den ersten Teil finde. Die Geschichte ist okay, aber allein die Szene zu Beginn hat mich damals im Kino total geflasht. DIe Todesarten sind noch kreativer, das Tempo schneller und sowieso und überhaupt ist die Fortsetzung des Überraschungserfolges einfach gut gelungen.

Final Destination 3

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Teil 3 hatte ich ja immer als eher schlecht in Erinnerung und ehrlich gesagt, finde ich den Anfang mit der Achterbahn doch etwas verschenkt. Irgendwie hätte man da wesentlich mehr zaubern können. Auch danach wirkt manches zwar ruppig, aber nicht mehr ganz so krude, wie ich den bei der ersten Sichtung empfunden habe. Die Effekte sind okay und als Zweitfilm geht der Drittling durchaus okay, da auch die sympathische Hauptdarstellerin Mary Elizabeth Winstead so einiges rettet.
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Blap
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von Blap »

Bei der "Final Destination" Reihe komme ich zu ähnlichen Bewertungen. Der Auftakt ist gut, Teil 2 sogar ein wenig besser. Aufguss #3 baut spürbar ab, bietet aber zumindest nette Unterhaltung. Teil 4 hat mich nur noch ansatzweise überzeugt.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Saure Gurken-Abend:

Final Destination 4:

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mäßiger, vierter Aufguss der Reihe, der zwar seine Momente hat, insgesamt aber doch enttäuscht. Dieses Mal hat sich auch meine Vorahnung bestätigt, und zwar, dass ich den Film nicht so gut finden werde. 4/10

Mother's Day:

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Die große (und wohl auch insgeheim erwartete) Enttäuschung: nicht nur, dass der Streifen des mehrfachen Saw-Regisseurs gerade mal 0 (in Worten: NULL!!!) mit dem schwarzhumorigen Original zu tun hat, ist "Mother's Day" auch ein Paradebeispiel, wie man im Verlauf eines Filmes jegliche Spannung komplett versemmeln kann. Der FIlm ist mit 112 Minuten mindestens 25 Minuten zu lang, die Beteiligten im Film verhalten sich noch dämlicher als normal und nicht einmal die solide aufspielende Rebecca kann da noch was retten. Da fallen mir spontan 10 Filme ein, die das Thema "Home Invasion" auf besseren, orginellere, glaubwürdigere und vor allem spannendere Weise behandeln. Wenn schon einen derartigen Film in diesen Tagen im Player landen soll, dann doch lieber "kidnapped" und der ist auch bestenfalls nur okay. "Mother's Day" hingegen ist einfach nur doof und auch ohne Remake-Gedanken im Hinterkopf langt es maximal: 2-3/10
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Spirits of Death

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Dreierlei Episodenhorror nach Vorlagen von Edgar Allen Poe von den Regisseuren Roger Vadim, Louis Malle und Federicco Fellini. In "Metzengerstein" spielt eine zauberhafte Jane Fonda eine weniger zauberhafte Adelige, die ihren Geliebten auf den Gewissen hat und fortan nicht mehr sie selbst ist. In "William Wilson" ist Alain Delon ein sadistischer Soldat, der von einem mysteriösen Doppelgänger verfolgt wird und im Highlight "Toby Dammit" lässt Federicco Fellini einen alkoholkranken Schauspieler in einem bava-esk-fiebrigen Alptraum gegen seine eigenen Geister antreten...

Supergeil! Echt! Ich bin noch immer ganz fasziniert von den drei Episoden, die allesamt sehr gut ausgefallen sind. Die Geschichten sind gar nicht so der Bringer, aber die Art und Weise der Inszenierung ist genial. Roger Vadims Episode wirkt wie "Barbarella" im Mittelalter. Malle lässt ein Kartenspiel zum Krimi werden und Fellini topt alles in einem surrealen Alptraum in Blutrot, in dem auch "Die toten Augen des Dr. Dracula" ausgiebig Tribut gezollt wird. Die Blu-Ray ist ebenfalls sensationell gut und es bleibt zu hoffen, dass das Teil auch irgendwann mal in deutscher Sprache veröffentlicht wird. 10/10

MIdnight Movie:

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Kurzweilige Hommage an sogenannte Midnight-Movies, die zwar nicht unbedingt perfekt, aber unterm Strich doch recht sympathisch ausgefallen ist. Irgendwo zwischen "Dämonen" und "Im Augenblick der Angst" mit einer großen Portion Seventy-Terror-Flair angesiedelt, vermag "Midnight Movie" mit seiner Film-im-Film-comes-to-realtiy-Geschichte recht gut zu unterhalten und bietet in der ungekürzten Fassung auch ein paar härtere Momente. Momentan entsteht ja auch gerade eine etwas überarbeitete Fassung mit neuen Effekten. Hat mir gut gefallen und auf der B-Skala gibts daher gerne 7-8/10 Punkte.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

13 Assassins

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Takashi Miikes Remake des gleichnamigen Streifens aus dem Jahre 1963 ist überraschend gut ausgefallen und verzichtet überraschenderweise nahezu gänzlich auf exzessive und comic-hafte Gewaltorgien und übertriebene Action. Die langsam erzählte Geschichte über Loyalität und Ehre ist aber wie das Genre des Samurai-Films so überhaupt nicht mein Dings, aber irgendwie ist der Streifen samt halbstündigem Finale schon sehr gelungen. Das liegt auch an der Tatsache, dass der Streifen überraschend retro daherkommt und auf unnötigen Mainstream-Firlefanz völlig verzichtet: Sicherlich einer der besseren Streifen der letzten Zeit, auch wenn ich in diesem Leben sicher kein Samurai-Filmfan mehr werde: 7-8/10
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Monsters:

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In einer von Aliens verseuchten Welten bekommt der Fotograf Andrew die Aufgabe, die Tochter seines Verlegers Sam von Mexico zurück in die USA zu bringen. Als die beiden die letzte Fähre verpassen und der Küstenbereich gesperrt wird, versuchen die Beiden mit Hilfe von Schleppern weiter zu reisen. Aus Sympathie wird bald mehr, doch als die Gruppe von Aliens angegriffen wird, sieht es für die gemeinsame Zukunft der Beiden zunehmend düster aus...

Ruhiger, poetischer und als Sci-Fi-Film verkleidetes Roadmovie-Drama, dass mit wenig Kohle an Produktionskosten total ansprechende Bilder bietet und das Publikum dennoch in zwei Lager spaltet. Tja, Action und Monster gibts halt eher weniger und sowieso und überhaupt ist "Monsters" wohl nicht der Film, den sich viele erwartet haben. 08/10 Punkte!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Die Wölfin vom Teufelsmoor:

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Ingenieur John Vanetti (John Phillip Law) kommt in ein kleines Dorf im nördlichen Österreich um dort im Auftrag von Industrie und Regierung Vermessungen durch zu führen. Da in der etwas trostlosen Gegend die Ansiedelung von Fabriken geplant ist, schlägt dem Techniker auch offen der Argwohn der abergläubischen Dorfbevölkerung entgegen. Nur die als Hexe verrufene Walpurga (Florinda Bolkan) hält zu dem Mann und versucht ihn für sich zu gewinnen. Schon wenig später geschehen seltsame Dinge und John zweifelt an seiner Wahrnehmung. Als auch noch ein Unfall geschieht und ein Dorfbewohner ums Leben kommt, schlägt John offen der Hass der Bauern entgegen...

Florinda Bolkan am Steuer eines Steyr-Traktors und John Phillip Law mit österreichischen Dialekt in einem österreichischen Film aus dem Jahre 1976? Holla! Helmut Pfandler hat mit "Die Wölfin vom Teufelsmoor" ja ein hübsch schräges und weitgehend unbekanntes Filmchen abgeliefert, dass nicht nur aufgrund der Darstellerriege aufhorchen lässt. Irgendwo in der Waldviertler Einöde gedreht ist "Tod im November" eine Mischung aus sehr abgründigem Heimatfilm, Mystery- und Backwood-Bauern-Thriller. Die Story ist irgendwie neben der Spur und der ganze Film ist sehr seltsam, aber nicht uninteressant ausgefallen. Ich weiß ja auch nicht so ganz, was ich mir erwartet habe, aber "Die Wölfin vom Teufelsmoor" ist wohl wieder was sehr Obskures aus der Ösi-Kiste, dass man schon gesehen haben sollte.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Clean, Shaven

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Furchtbar intensiver und grandioser Film über das Seelenleben eines Schizophrenen. This is Hardcore!

Rubber

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Ein einsamer Reifen erwacht in der Wüste zum Leben. Zuerst rollt er etwas unbeholfen in der Gegend herum, später hat er schon Freude daran, kleine Tiere und andere Gegenstände platt zu machen. Als der Reifen aber auch noch telekinetische Kräfte entwickelt und Köpfe platzen lässt, dreht er so richtig auf. Doch dann trifft er auf ein Mädchen, verliebt sich und der Wahnsinn geht erst so richtig los...

Spaßiger Streifen über einen Killerreifen, der auf seiner Tour-de-Force- sogar mehr Köpfe als David Cronenberg platzen lässt. Quentin Dupieux a.k.a. Mr. Oizo ist halt ein Spaßvogel und hat sichtich Freude daran, Arschtritte in Richtung Hollywood zu verteilen. Der Film ist natürlich Trash, aber mit aller Konsequenz und wäre sicherlich genial geworden. Doch Dupieux hat auch noch eine zweite Ebene mit Zuschauern und deren Erwartungshaltung verarbeitet, die meines Erachtens zwar auch schräg-lustig, aber nicht ganz so geglückt ist. Trotzdem ist "Rubber" natürlich ein Hit und wird als Geschmackspalter noch gehörig Staub aufwirbeln und Freunde von schrägen FIlmchen nicht enttäuschen.

Brutal

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Dieser Film ist ja mal richtige Grütze! 2/10
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Das Meer in mir

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Nach einem Badeunfall ist Ramón vom Hals abwärts gelähmt und lebt bei seinem Bruder und seiner Schwägerin, die sich aufopferungsvoll und liebevoll um den sympathischen und klugen Mann kümmern. Doch Ramón findet sein Leben unwürdig und möchte seit 27 Jahren lieber tot, als für andere eine Last sein. Doch für die Durchführung seines Suizides ist er auf fremde Hilfe angewiesen, was der spanische Staat verbietet und so kämpft er mit Hilfe einer Anwältin und einer Gruppierung um sein Recht auf Selbstbestimmung über sein Leben...

Man soll ja mit Superlativen immer etwas sparsam sein, aber dieser Film schießt geradewegs in meine persönliche Top3 und verdrängt damit sogar eine Menge Almodovárs und andere grandiose Filme. Sensationelles Drama von Alejandro Amenábar, dass unkitschig und gänzlich frei von Sentimentalitäten eine tieftraurige und reale Geschichte über Sterbehilfe erzählt, die gerade an diesen Tage wieder hochgradig aktuell ist. Technisch perfekt, schauspielerisch großartig und sowieso und überhaupt schlichtweg sensationell! Eine Geschichte über den Tod, die paradoxerweise auch noch optimistisch ausgefallen ist. Da gibts nur noch eines: heulen bis die Tanks leer sind und 11/10 auf der Drama-Skala!
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