
Der charismatische Emanou ist der neue Messias ist einer postapokalyptischen Welt nach der großen Katastrophe und versammelt die verbliebenen Menschen, die ungehemmt ihren Lastern nachgehen auf dem Schrottplatz von Milos, der allen als Unterkunft dient. Er heilt die Kranken und Schwachen, vollbringt Wunder und verkündet seine friedliche Botschaft mit Punk- und New Wave-Songs, ehe er von einem Gefährten an die Polizei verraten und auf einem Wrack gekreuzigt wird.
Eine moderne Jesus-Geschichte von Regisseur Fernando Arrabal nach einem Theaterstück aus seiner Feder, die hier auch sehr theatralisch und mit eher beschränktem Handlungsort inszeniert wird. Ich bin ja zugegeben kein großer Fan der originalen Vorlage, aber der Messias von Arrabal hat mir eigentlich gut gefallen und auch das punkige und postapokalyptische Schrottplatz-Setting inklusive punkiger New-Wave-Musikuntermalung bekommt ihm ganz gut. Die bekannten Ereignisse wie über das Wasser gehen, letztes Abendmahl, Dornenkrone etc. werden auf skurrile, ironische und bisweilen bizarre Weise nacherzählt und Arrabal präsentiert neben seinem Mad-Max-Jesus die Menschen als moralisch derangierten Haufen, der ungehemmt Lastern frönt. Eine rabiate Abrechnung mit dem christlichen Glauben ist „Car Cemetary“ aber wider Erwarten nicht geworden und es muss sich wohl kein gläubiger Mensch zu sehr ans Bein gepinkelt fühlen, auch wenn sich das Werk natürlich insgesamt schon eher an ein dahingehend und künstlerisch aufgeschlossenes Publikum richtet.
Dschungelcamp 2016 - Tag wasweißich

Langsam wird es Zeit, dass das heurige Camp zum Ende kommt und für harmoniebedürftige Menschen war auch die gestrige Folge nix. Bei den Mädels wird mittlerweile nur noch gezickt und jede will das letzte Wort haben, was sich für den Zuschauer als Geduldsprobe herausstellt. Sophia präsentiert sich ja mittlerweile auch eher von einer sehr seltsamen Seite und Helena ist in ihrer Rolle als konfrontationsbereite Einzelgängerin so festgefahren, dass auch hier keine Besserung zu erwarten ist. Auch Thorsten laboriert immer noch an seiner falschen Sicht auf sich selbst und dürfte nach dem Auszug doch ein kleines Wunder erleben, da er sich ja sowieso immer und überall als großer Gewinner sieht. Ansonsten gab es noch eine fiese Prüfung, bei der sich Menderes, Jürgen und Thorsten ganz ordentlich zum Affen machten und bei der es am Ende auch keine Sterne gab und dem kämpferischen Ex-Fußballer auch die Enttäuschung anzusehen war. Danach gab es noch die obligatorische Abwahl – dieses Mal zwischen Helena und Jürgen, wobei der Ex-Big-Brother-Bewohner mit Sack und Pack das Camp verlassen musste.











