Savage Weekend (Killer mit der Maske)
Etwas zäh erzählte Mischung aus Slasher und Backwood-Drama mit sonderbar gezeichneten und sexuell frustriert erscheinenden Protagonisten, die sich redlich Mühe geben immer etwas unsympathisch zu erscheinen. Die Geschichte über arrogante Städter, die am Lande Urlaub machen um die Renovierungsfortschritte an einem Boot zu kontrollieren und ins Visier eines maskierten Killer geraten, wird niemanden vom Hocker reißen und krankt auch an der Tatsache, dass es keine richtigen Verdächtigen gibt und auch die Opfer stets sehr gleichgültig und gelangweilt erscheinen. Das wirkt sich natürlich auch auf die Spannung aus, die in „Savage Weekend“ nie so richtig aufkommt und bis der erste Mord geschieht und der Killer enttarnt wird, vergeht hier einfach viel zu viel Zeit mit seltsamen Dialogen, Beziehungs-Blabla und sonstigen Entwicklungen, die sich in ihrer Motivation dem Zuschauer nicht so wirklich schlüssig erklären wollen. Bemerkenswert an dem Streifen ist neben dem gelungenem Soundtrack und den chaotischen Produktionsumständen wohl eher die Tatsache, dass es hier um einen der ersten Slasher der Filmgeschichte handelt und hier keine jugendlichen Figuren, sondern Erwachsene ins Visier eines ominösen Killers geraten. Begeisterung sieht dennoch anders aus, selbst wenn man bei dem etwas unausgegorenen und daher leicht unterdurchschnittlichen Streifen als Slasher- und Obskuritäten-Fan durchaus ein Äuglein riskieren kann.
Bad Dreams (Vision der Dunkelheit)
„Vision der Dunkelheit“ wollte ich ja schon immer mal sehen, seit mir in sehr jungen Jahren ein Bericht darüber in die Hände gefallen ist, auch wenn das nun doch ein paar Jahrzehnte gedauert hat. Damals dürfte es wohl ein Bericht in einem „Cinema“-Heft gewesen sein, der mit seinen Bildern und dem Plakat mein Interesse geweckt hat und Andrew Fleming ist auch ein sehr hübscher Horrorstreifen aus der Achtzigerkiste gelungen, der in seiner Ausgangslange natürlich an das Jonestown-Massaker erinnert. Die einzige Überlebende eines kollektiven Selbstmordes einer Sekte durch Verbrennen erwacht dreizehn Jahre später aus dem Koma und wird daraufhin in einem Krankenhaus von schrecklichen Visionen mit übel zugerichteten Leichen gequält, während rund um sie herum eine ominöse Selbstmordserie beginnt. Die Geschichte mit seiner düsteren und unheilvollen Ausgangslage ist dabei in einer Therapiegruppe für Patienten mit psychischen Erkrankungen angesiedelt und hat mir bis zum spannenden Finale auch sehr gut gefallen, auch wenn man zwischendurch nie so recht weiß, in welche Richtung die ganze Sache geht und man einigen unlogischen Entwicklungen auch aufgeschlossen sein sollte. „Bad Dreams“ zählt meines Erachtens aber dennoch und definitiv zu den besseren Werken aus den Achtzigern, der sich hinter vergleichbaren Werken nicht verstecken muss und auch hierzulande längst eine legale Veröffentlichung als Silberling verdient hätte. Die Ami-Blu-Ray-Disc bietet den Streifen in sehr hübscher Qualität und hat neben ein paar Interviews auch noch ein alternatives Ende, welches dann gleich ein paar Minuten länger geht. Das Warten hat sich also doch gelohnt!
