
Ein verrückter Wissenschaftler injiziert einer Frau ein Serum, die wenige Stunden später ein entstelltes Baby auf die Welt bringt. Dieses wächst ebenfalls binnen Stunden zu einem gewaltbereiten Monster heran, der in einem abgeriegelten Appartement-Komplex wahllos Leute ermordet. Als das Monster seinen Schöpfer ermordet und auch ansonsten über die Stränge schlägt, bleibt einem mutigen Polizisten und zwei Assistenten des Wissenschaftlers nichts anderes übrig, als sich dem Monster in den Weg zu stellen, welches dummerweise aber auch noch übermenschliche Kräfte besitzt.
Kanadischer No-Budget-Horror, der objektiv gesehen unter jeglicher Kritik ist und trotzdem den Weg auf Silberling gefunden hat und als „heiliger Gral des kanadischen Direct-to-Video-Horror“ beworben wird. Hier war aber ein absoluter Laie als Regisseur mit Selbstüberschätzung am Werk, der dem Zuschauer einen Spielfilm zumutet, dessen Geschichte wohl nicht einmal für 15minütigen Episodenhorror der Güteklasse C reichen würde. Auf der anderen Seite ist „Science Crazed“ wohl das Maximum, was man aus einer Kamera, einem Scheinwerfer und einer Mullbinde herausholen kann und das desaströse Filmchen hat auch durchaus einen gewissen Reiz, auch wenn dieser teils darin besteht, dass Gesehene irgendwie durchzustehen. Da wird minutenlang getanzt, punktuell ausgeleuchtet, Sinnloses von sich gegeben und Bild und Ton passen selten so richtig zusammen, während Löwengebrüll über Szenen gelegt wurden, in denen „das Monster“ durch die immer gleichen Flure schlendert. Dazwischen wird relativ blutarm gemordet und eigentlich sind da schon 1/10 zu viel, aber auf der anderen Seite muss man „Science Crazed“ ja fast schon einmal im Leben gesehen haben um alle anderen schlechten Filme dieser Welt wieder halbwegs erträglich zu finden…
Hannibal - Staffel 1

Gestern gab es das große Staffelfinale von „Hannibal“ und die erste Staffel ist schon sehr gelungen, selbst wenn mich das Cliffhanger-Ende nicht ganz so begeistert hat. Irgendwie finde ich in sich abgeschlossene Staffeln (a la „AHS“ und „True Detective“) auch wesentlich sympathischer, als solche unbefriedigenden Ende, die nur darauf abzielen, dass man als Zuschauer sofort mit der nächsten Staffel beginnen möchte. Ansonsten gibt es aber nicht viel zu meckern und ich kann mich auch an keine Serie erinnern, die so derart düster, trostlos und brutal wie „Hannibal“ ausgefallen ist. Dagegen verblasst ja manch aktueller Horrorfilm zum Kindergeburtstag und der Look, Geräuschkulisse und Erzählweise sind ebenfalls sehr gelungen. Alle Lobeshymnen sind da auch gerechtfertigt und man fühlt sich ab einem gewissen Zeitpunkt auch wie im Netz einer Spinne. Die sehr guten Darsteller und die extrem zynische Herangehensweise machen die erste Staffel auch zu einem besonderen Vergnügen, das man wohl nicht so einfach mal so nebenher wegkonsumiert und - wenn man sich darauf einzulassen vermag - wohl auch nicht so schnell wieder vergisst.











