Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Moderator: jogiwan
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Thora Bitch mag ich ja irgendwie, sollte mir den Streifen mal wieder anschauen. Kennst du "Ghost World" mit ihr und dem großartigen Steve Buscemi?
Das Blap™ behandelt Filme wie Frauen
- CamperVan.Helsing
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Blap hat geschrieben:Thora Bitch mag ich ja irgendwie, sollte mir den Streifen mal wieder anschauen. Kennst du "Ghost World" mit ihr und dem großartigen Steve Buscemi?
My conscience is clear
(Fred Olen Ray)
(Fred Olen Ray)
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Aufmerksam, aufmerksam. Diesmal kein Tippfehler. 
Das Blap™ behandelt Filme wie Frauen
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
The Faculty

Hmmm… irgendwie schon funktionale, aber gleichzeitig auch extrem innovationslose Außerirdischen-Körperfresser-Variante im Highschool-Milieu von Regisseur Robert Rodriguez und „Scream“-Drehbuchautor Kevin Williamson, der zwar versucht auch diesem Genre neue Impulse zu verleihen, aber mit seiner vorhersehbaren Geschichte nicht gerade überzeugend daher kommt. Dass gerade Außenseiter, Mobbing-Opfer und Drogen-Dealer sich als Retter der Menschheit betätigen müssen ist zwar sympathisch, aber irgendwie ist alles in „The Faculty“ zwischen Hommage und Parodie auch immer größtmöglich Massen-kompatibel inszeniert und auf Blockbuster gestrickt und mir persönlich wären statt Teenie-Schwarm, schlecht gealterter CGI-Effekte und Happy End auch lieber ein paar Ecken und Kanten gewesen. So ist „The Faculty“ auch nur ein temporeiches Unterhaltungswert, dass auf nette Weise Ideen aus Sci-Fi-Körperhorror-Filmen recyclet und mit bekannten Gesichtern einem jugendlichen Publikum näher bringt, aber ich persönlich bleib da doch lieber bei den Originalen.
Session 9

Ich kann es mir nur so erklären, dass der Streifen gestern aufgrund meiner Müdigkeit einfach überhaupt nicht gepasst hat und für mich hat „Session 9“ den Charme eines Youtube-ASMR-Sanierungsvideos, in das sich zufällig Leute wie David Caruso und Peter Mullan verirrt haben. Die Geschichte hat mich überhaupt nicht gepackt und der eigentliche Star des Streifens ist ohnehin die Location, die meines Erachtens aber auch viel zu wenig genutzt wird. Der Rest ist Männerfreundschafts-Loyalität-Blabla mit unausgesprochenen und verdrängten Konflikten, die durch den ähm… Arbeits-Stress, Termindruck und die ungewohnte Umgebung langsam an die Oberfläche kommen und schließlich eine Kette von tragischen Ereignissen in Gang setzen. Jedenfalls gibt sich der Streifen von Brad Anderson recht große Mühe seine Geschichte über einfach gestrickte "White-Trash"-Männertypen auch noch recht vage, kompliziert und mit Rückblenden zu erzählen und dem Ganzen mit den Tonbändern einer längst vergangenen Therapiesitzung mit einer Person mit multiplen Persönlichkeitsstörung auch noch eine übernatürliche Komponente zu verleihen. Aber irgendwie funzte die verkopfte Mischung aus Psycho- und Stammtischdrama und „Haunted House“ ohne Horror zumindest bei mir nicht so wirklich und auch der Look des Streifens hat mir nicht wirklich gefallen. Nope, das war nix!

Hmmm… irgendwie schon funktionale, aber gleichzeitig auch extrem innovationslose Außerirdischen-Körperfresser-Variante im Highschool-Milieu von Regisseur Robert Rodriguez und „Scream“-Drehbuchautor Kevin Williamson, der zwar versucht auch diesem Genre neue Impulse zu verleihen, aber mit seiner vorhersehbaren Geschichte nicht gerade überzeugend daher kommt. Dass gerade Außenseiter, Mobbing-Opfer und Drogen-Dealer sich als Retter der Menschheit betätigen müssen ist zwar sympathisch, aber irgendwie ist alles in „The Faculty“ zwischen Hommage und Parodie auch immer größtmöglich Massen-kompatibel inszeniert und auf Blockbuster gestrickt und mir persönlich wären statt Teenie-Schwarm, schlecht gealterter CGI-Effekte und Happy End auch lieber ein paar Ecken und Kanten gewesen. So ist „The Faculty“ auch nur ein temporeiches Unterhaltungswert, dass auf nette Weise Ideen aus Sci-Fi-Körperhorror-Filmen recyclet und mit bekannten Gesichtern einem jugendlichen Publikum näher bringt, aber ich persönlich bleib da doch lieber bei den Originalen.
Session 9

Ich kann es mir nur so erklären, dass der Streifen gestern aufgrund meiner Müdigkeit einfach überhaupt nicht gepasst hat und für mich hat „Session 9“ den Charme eines Youtube-ASMR-Sanierungsvideos, in das sich zufällig Leute wie David Caruso und Peter Mullan verirrt haben. Die Geschichte hat mich überhaupt nicht gepackt und der eigentliche Star des Streifens ist ohnehin die Location, die meines Erachtens aber auch viel zu wenig genutzt wird. Der Rest ist Männerfreundschafts-Loyalität-Blabla mit unausgesprochenen und verdrängten Konflikten, die durch den ähm… Arbeits-Stress, Termindruck und die ungewohnte Umgebung langsam an die Oberfläche kommen und schließlich eine Kette von tragischen Ereignissen in Gang setzen. Jedenfalls gibt sich der Streifen von Brad Anderson recht große Mühe seine Geschichte über einfach gestrickte "White-Trash"-Männertypen auch noch recht vage, kompliziert und mit Rückblenden zu erzählen und dem Ganzen mit den Tonbändern einer längst vergangenen Therapiesitzung mit einer Person mit multiplen Persönlichkeitsstörung auch noch eine übernatürliche Komponente zu verleihen. Aber irgendwie funzte die verkopfte Mischung aus Psycho- und Stammtischdrama und „Haunted House“ ohne Horror zumindest bei mir nicht so wirklich und auch der Look des Streifens hat mir nicht wirklich gefallen. Nope, das war nix!
it´s fun to stay at the YMCA!!!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Revenge is her Middle Name

Kat ist eine heruntergekommene Straßennutte, die gemeinsam mit ihrem Heroin-abhängigen Freund Dolph in einem Drecksloch haust und einen großen Traum hat. Sie möchte schwanger werden, ein Kind bekommen und endlich ihr altes Leben für immer hinter sich lassen. Als sie eines Tages tatsächlich schwanger wird, überredet sie Dolph einen Zuhälter zu überfallen, um mit dem geraubten Geld ein neues Leben anzufangen. Doch der Überfall läuft völlig aus dem Ruder und dennoch gelingt es Kat mit Hilfe ihrer Freundin Marilyn von ihrem Freund und den Drogen loszukommen. Ihr beschauliches Leben ändert sich nochmals schlagartig, als sie eines Tages Besuch von dem Zuhälter und seiner Bande von gewaltbereiten Schlägern bekommt, die sich über die hochschwangere Kat hermachen, mehrfach vergewaltigen und ins Krankenhaus prügeln. Kat überlebt die brutale Attacke und es vergehen weitere Jahre, in denen Kats Hass auf Männer steigt. Doch von nun an ist sie nicht mehr bereit das arme Opfer zu spielen, sondern bereit zurückzuschlagen und sich auch an ihren damaligen Peinigern zu rächen…
Antony Matthews 2011 gedrehtes Rape`n Revenge-Movie in der Tradition der Grindhouse-Werke vergangener Jahrzehnte ist ja sicher kein psychologisch ausgefeiltes Werk, sondern ein krasser Exploitation-Trip in die Abgründe des White-Trash, dass den Zuschauer bei den Eiern packt und auch nicht mehr loslässt. Normalerweise ist es bei derartigen Streifen ja die weibliche Hauptfigur, mit der man sich aufgrund schrecklicher Ereignisse solidarisieren sollte, doch in „Revenge is her Middle Name“ ist dieses nicht der Fall und positive Figuren und Momente sucht man in dem Streifen auch vergeblich. Dennoch ist die Geschichte des Low-Budget-Streifen so abenteuerlich und voller abgeschmackter und überraschender Wendungen, dass der kompromisslose Streifen dennoch funktioniert und den geneigten Fan bei Laune hält. Statt reiner Gorekeule gibt es in dem nihilistischen Werk auch eher dramatische Entwicklungen und den totalen Abgesang auf menschliche Träume und Sehnsüchte, der durch seinen nüchternen Look und den „abgefuckten“ Darstellern auch zusätzlich unterstützt wird. Wer sich für Rape`n Revenge interessiert bekommt hier auch einen inhaltlich sehr harten Vertreter präsentiert, der sich und den Zuschauern auch nix schenkt und Menschen präsentiert, mit denen es das Leben nicht nur schlecht, sondern richtiggehend boshaft gemeint hat.
Liberace

Steven Sonderberghs überkandidelte Verfilmung über eine Lebensperiode des erfolgreichsten Entertainers Liberace, der seine Lebenslüge mit Luxus überdeckte und eine Liebe zwischen zwei Männern, die im Showzirkus so nicht sein durfte. Auf der Bühne war Liberace der gefeierte Star, der zeit seines Lebens auch unter Eid seine Heterosexualität betonte, während er mit Männern zusammenlebte, die er adoptierte oder Jobs gab um nicht das Misstrauen der Fans zu erwecken. Doch hinter der aufgebauten Scheinwelt als Sonnenkönig-Showstar und der für das Ausleben seiner Neigung notwendigen und selbstgewählten Isolation von der restlichen Welt lauern Leere und Traurigkeit, die sich auch durch materielle Dinge nicht dauerhaft bekämpfen lassen. Das Sonderbergh kein großes Hollywood-Studio für diesen interessanten Stoff begeistern konnte und sein grelles, abgründiges und großartig ausgestattetes Biopic aus der Sicht des Liebhabers und Chauffeurs mit Hilfe des Bezahlsenders HBO realisieren musste kann man nur schwer nachvollziehen und der Streifen wird selbst Matt Damon-Skeptiker milde stimmen. Auch Rob Lowe als Schönheitschirurg verdient eine Sondererwähnung und über allem thront sowieso eine wunderbarer Michael Douglas, der als eitler Gockel mit Hang zu allem was glänzt und glitzert auch alle an die Wand spielt. „Zu viel“ ist in diesem Fall wirklich großartig!

Kat ist eine heruntergekommene Straßennutte, die gemeinsam mit ihrem Heroin-abhängigen Freund Dolph in einem Drecksloch haust und einen großen Traum hat. Sie möchte schwanger werden, ein Kind bekommen und endlich ihr altes Leben für immer hinter sich lassen. Als sie eines Tages tatsächlich schwanger wird, überredet sie Dolph einen Zuhälter zu überfallen, um mit dem geraubten Geld ein neues Leben anzufangen. Doch der Überfall läuft völlig aus dem Ruder und dennoch gelingt es Kat mit Hilfe ihrer Freundin Marilyn von ihrem Freund und den Drogen loszukommen. Ihr beschauliches Leben ändert sich nochmals schlagartig, als sie eines Tages Besuch von dem Zuhälter und seiner Bande von gewaltbereiten Schlägern bekommt, die sich über die hochschwangere Kat hermachen, mehrfach vergewaltigen und ins Krankenhaus prügeln. Kat überlebt die brutale Attacke und es vergehen weitere Jahre, in denen Kats Hass auf Männer steigt. Doch von nun an ist sie nicht mehr bereit das arme Opfer zu spielen, sondern bereit zurückzuschlagen und sich auch an ihren damaligen Peinigern zu rächen…
Antony Matthews 2011 gedrehtes Rape`n Revenge-Movie in der Tradition der Grindhouse-Werke vergangener Jahrzehnte ist ja sicher kein psychologisch ausgefeiltes Werk, sondern ein krasser Exploitation-Trip in die Abgründe des White-Trash, dass den Zuschauer bei den Eiern packt und auch nicht mehr loslässt. Normalerweise ist es bei derartigen Streifen ja die weibliche Hauptfigur, mit der man sich aufgrund schrecklicher Ereignisse solidarisieren sollte, doch in „Revenge is her Middle Name“ ist dieses nicht der Fall und positive Figuren und Momente sucht man in dem Streifen auch vergeblich. Dennoch ist die Geschichte des Low-Budget-Streifen so abenteuerlich und voller abgeschmackter und überraschender Wendungen, dass der kompromisslose Streifen dennoch funktioniert und den geneigten Fan bei Laune hält. Statt reiner Gorekeule gibt es in dem nihilistischen Werk auch eher dramatische Entwicklungen und den totalen Abgesang auf menschliche Träume und Sehnsüchte, der durch seinen nüchternen Look und den „abgefuckten“ Darstellern auch zusätzlich unterstützt wird. Wer sich für Rape`n Revenge interessiert bekommt hier auch einen inhaltlich sehr harten Vertreter präsentiert, der sich und den Zuschauern auch nix schenkt und Menschen präsentiert, mit denen es das Leben nicht nur schlecht, sondern richtiggehend boshaft gemeint hat.
Liberace

Steven Sonderberghs überkandidelte Verfilmung über eine Lebensperiode des erfolgreichsten Entertainers Liberace, der seine Lebenslüge mit Luxus überdeckte und eine Liebe zwischen zwei Männern, die im Showzirkus so nicht sein durfte. Auf der Bühne war Liberace der gefeierte Star, der zeit seines Lebens auch unter Eid seine Heterosexualität betonte, während er mit Männern zusammenlebte, die er adoptierte oder Jobs gab um nicht das Misstrauen der Fans zu erwecken. Doch hinter der aufgebauten Scheinwelt als Sonnenkönig-Showstar und der für das Ausleben seiner Neigung notwendigen und selbstgewählten Isolation von der restlichen Welt lauern Leere und Traurigkeit, die sich auch durch materielle Dinge nicht dauerhaft bekämpfen lassen. Das Sonderbergh kein großes Hollywood-Studio für diesen interessanten Stoff begeistern konnte und sein grelles, abgründiges und großartig ausgestattetes Biopic aus der Sicht des Liebhabers und Chauffeurs mit Hilfe des Bezahlsenders HBO realisieren musste kann man nur schwer nachvollziehen und der Streifen wird selbst Matt Damon-Skeptiker milde stimmen. Auch Rob Lowe als Schönheitschirurg verdient eine Sondererwähnung und über allem thront sowieso eine wunderbarer Michael Douglas, der als eitler Gockel mit Hang zu allem was glänzt und glitzert auch alle an die Wand spielt. „Zu viel“ ist in diesem Fall wirklich großartig!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Hamam - Das türkische Bad

Studio 54

Über Steve Rubells legendäres „Studio 54“ muss man wohl nicht mehr viele Worte verlieren und Ende der Siebziger gaben sich in diesen Club „Reich und Schön“ die Klinke in die Hand um an diesem Ort hemmungslos allen Lüsten, Drogen und sonstigen moralisch zweifelhaften Dingen zu frönen. Leider wird Mark Christophers Portrait dieses Clubs aus der Sicht des Barkeepers aber nicht einmal im Geringsten diesem Anspruch gerecht und der Regisseur macht aus der interessanten Thematik einen cineastischen und harmlosen Kindergeburtstag mit dem hölzernen Teenie-Sternchen Ryan Phillippe, der auch größtenteils alles ausklammert, was sich dort wirklich abgespielt hat. Entbehrlich ist auch der moralische Zeigefinger, der ständig ausgepackt wird und über dem Ganzen schwebt, auch wenn diese hedonistische Zeit in den Siebzigern aus vielerlei Gründen bekanntlich eine gänzlich andere war und es auch seine Gründe hat, warum es so etwas wie das „Studio 54“ nie mehr geben wird. Interessant wäre es wohl zu erfahren, ob der kürzlich präsentierte „Director’s Cut“ ohne von Produzentenseite verlangten Nachdrehs da noch was retten kann, aber insgesamt betrachtet ist diese filmische Hommage an das Lokal trotz flotten Discobeats und bekannter Gesichter eine doch eher eine ziemlich maue und weichgespülte Angelegenheit.

Gestern nochmals geguckt und wenn man Istanbul besucht hat, kommen einen nicht nur die Drehorte bekannt vor, sondern man kann auch besser verstehen, warum sich der italienische Protagonist so gerne von dem Lebensgefühl der Stadt und dem fremden Kulturkreis mitreißen lässt. Ein wunderbar melancholischer Film über Tradition und Moderne.jogiwan hat geschrieben:Schönes „Culture-Clash“-Drama in italienisch-türkischer-spanischer Koproduktion über einen italienischen Innenarchitekt namens Francesco, der von seiner verstorbenen Tante überraschend ein türkisches Bad in einem heruntergekommenen Stadtteil in Istanbul erbt. Obwohl Francesco das Gebäude eigentlich so schnell wie möglich verkaufen und wieder in seine Heimat zurückkehren möchte, erliegt er bald dem Charme der Stadt und seiner Bewohner, in dem alles ein bisschen familiären und gelassener über die Bühne geht. „Hamam – Das türkische Bad“ besticht dabei neben seinem interessanten Handlungsort vor allem durch das Zusammentreffen unterschiedlicher Traditionen und moderner Lebensweise und wird zu einem Art Selbstfindungstrip des Italieners, der für seinen Erfolg viele Dinge geopfert hat. Leider ist die Bildqualität der DVD von „Pro-Fun“-Media alles andere als hübsch ausgefallen und auch was die Untertitel betrifft, ist die Scheibe ein Skandal, da die Sätze in Türkisch nur sporadisch übersetzt werden. Das schmälert die Freude an dem wirklich schönen, vielschichtigen und interessanten Streifen, den man auch nicht nur auf seine homosexuelle Komponente reduzieren sollte und den ich liebend gerne noch einmal in einer würdigeren Fassung sehen würde.
Studio 54

Über Steve Rubells legendäres „Studio 54“ muss man wohl nicht mehr viele Worte verlieren und Ende der Siebziger gaben sich in diesen Club „Reich und Schön“ die Klinke in die Hand um an diesem Ort hemmungslos allen Lüsten, Drogen und sonstigen moralisch zweifelhaften Dingen zu frönen. Leider wird Mark Christophers Portrait dieses Clubs aus der Sicht des Barkeepers aber nicht einmal im Geringsten diesem Anspruch gerecht und der Regisseur macht aus der interessanten Thematik einen cineastischen und harmlosen Kindergeburtstag mit dem hölzernen Teenie-Sternchen Ryan Phillippe, der auch größtenteils alles ausklammert, was sich dort wirklich abgespielt hat. Entbehrlich ist auch der moralische Zeigefinger, der ständig ausgepackt wird und über dem Ganzen schwebt, auch wenn diese hedonistische Zeit in den Siebzigern aus vielerlei Gründen bekanntlich eine gänzlich andere war und es auch seine Gründe hat, warum es so etwas wie das „Studio 54“ nie mehr geben wird. Interessant wäre es wohl zu erfahren, ob der kürzlich präsentierte „Director’s Cut“ ohne von Produzentenseite verlangten Nachdrehs da noch was retten kann, aber insgesamt betrachtet ist diese filmische Hommage an das Lokal trotz flotten Discobeats und bekannter Gesichter eine doch eher eine ziemlich maue und weichgespülte Angelegenheit.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Jennifers Shadow - Der Tödliche Fluch

Die argentinisch-amerikanische Co-Produktion mit Faye Dunaway entpuppt sich leider als etwas langatmige Mischung aus Haunted-House-Horror und atmosphärischem Grusel in der Tradition spanischer Geisterfilme, der auch darunter leidet, dass die resolute und beratungs-resistente Hauptfigur leider so gar nicht sympathisch rüberkommt. Die titelgebende Jennifer benimmt sich ja ständig wie die Axt im Walde und die Geschichte über schreckliche Alpträume, düstere Familiengeheimnisse und mysteriöse Vorgänge in einem alten Haus birgt ebenfalls keine größeren Überraschungen. Allenfalls Faye Dunaway als zwielichtige Diva und das doch etwas böse Ende mögen zu gefallen – der Rest ist eher Edgar Allen Poe-inspirierter Diskont-Grusel von der Stange, der trotz hübscher Locations nie so richtig zünden mag. Insgesamt betrachtet ist „Jennifer’s Shadow“ dann auch eine vernachlässigbare Angelegenheit und wenn man zu den zahlreichen spanischen Vorbildern greift, ist man sicherlich besser beraten.
Shriek - Schrei, wenn Du weißt, was ich letzten Freitag den 13. getan habe

Im Vergleich zu „Shriek“ ist ja sogar noch „Scary Movie“ eine Oscar-verdächtige Angelegenheit und es ist schon fast bewundernswert, wie man nur ein derart unlustiges und konsequent nicht funktionierendes Werk abliefern kann. Der Streifen scheint ja irgendwie zeitgleich mit dem Film der Wyans-Brüder entstanden zu sein und obwohl er die gleichen Zutaten und oftmals sogar ähnliche Sequenzen beinhaltet, macht „Shriek“ einfach alles falsch und jeder Gag wird konsequent versemmelt, verhunzt oder anderweitig zu Grabe getragen. Die talentfreien und unsympathischen Darsteller hampeln wild-gestikulierend durch den Streifen, der versucht auf Tempo zu machen und dabei vollkommen übersieht, dass man den Zuschauer bei einer Parodie mehr bieten muss, als eine Aneinanderreihung von irgendwelchen zusammenhangslosen Momenten, die den Zuschauer peinlich berühren und von anderen Streifen inspiriert sind. Dass „Shriek“ bei mir nicht gänzlich versagt hat und die Scheibe nicht schon in den Müll gewandert ist, liegt wohl eher an meinem masochistischen Sehverhalten, dem kommenden Schrottwichteln und der steten Neugier, was man in einem Genre-Parodie sonst noch so alles, alles und nochmals alles falsch machen kann.

Die argentinisch-amerikanische Co-Produktion mit Faye Dunaway entpuppt sich leider als etwas langatmige Mischung aus Haunted-House-Horror und atmosphärischem Grusel in der Tradition spanischer Geisterfilme, der auch darunter leidet, dass die resolute und beratungs-resistente Hauptfigur leider so gar nicht sympathisch rüberkommt. Die titelgebende Jennifer benimmt sich ja ständig wie die Axt im Walde und die Geschichte über schreckliche Alpträume, düstere Familiengeheimnisse und mysteriöse Vorgänge in einem alten Haus birgt ebenfalls keine größeren Überraschungen. Allenfalls Faye Dunaway als zwielichtige Diva und das doch etwas böse Ende mögen zu gefallen – der Rest ist eher Edgar Allen Poe-inspirierter Diskont-Grusel von der Stange, der trotz hübscher Locations nie so richtig zünden mag. Insgesamt betrachtet ist „Jennifer’s Shadow“ dann auch eine vernachlässigbare Angelegenheit und wenn man zu den zahlreichen spanischen Vorbildern greift, ist man sicherlich besser beraten.
Shriek - Schrei, wenn Du weißt, was ich letzten Freitag den 13. getan habe

Im Vergleich zu „Shriek“ ist ja sogar noch „Scary Movie“ eine Oscar-verdächtige Angelegenheit und es ist schon fast bewundernswert, wie man nur ein derart unlustiges und konsequent nicht funktionierendes Werk abliefern kann. Der Streifen scheint ja irgendwie zeitgleich mit dem Film der Wyans-Brüder entstanden zu sein und obwohl er die gleichen Zutaten und oftmals sogar ähnliche Sequenzen beinhaltet, macht „Shriek“ einfach alles falsch und jeder Gag wird konsequent versemmelt, verhunzt oder anderweitig zu Grabe getragen. Die talentfreien und unsympathischen Darsteller hampeln wild-gestikulierend durch den Streifen, der versucht auf Tempo zu machen und dabei vollkommen übersieht, dass man den Zuschauer bei einer Parodie mehr bieten muss, als eine Aneinanderreihung von irgendwelchen zusammenhangslosen Momenten, die den Zuschauer peinlich berühren und von anderen Streifen inspiriert sind. Dass „Shriek“ bei mir nicht gänzlich versagt hat und die Scheibe nicht schon in den Müll gewandert ist, liegt wohl eher an meinem masochistischen Sehverhalten, dem kommenden Schrottwichteln und der steten Neugier, was man in einem Genre-Parodie sonst noch so alles, alles und nochmals alles falsch machen kann.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
rummsiges Katastrophen-Special
Dante's Peak

Schön gemachter Katastrophenfilm nach bewährtem Strickmuster aus den Siebzigern über einen Vulkanausbruch, der ein idyllisches Städtchen bedroht. Natürlich nimmt anfänglich fast niemand die mahnenden Worte des Geologen ernst und als es dann rummst, ist es fast schon zu spät. Und in „Dante’s Peak“ rummst es ja im Finale ganz ordentlich. Da verwandelt sich heiße Quellen in Todesfallen, Bergseen in Säurebäder und am Ende gibt es neben Lava, Druckwell und Sturzflut auch noch jede Menge andere Katastrophen-Goodies für das verwöhnte Zuschauerauge, der sich entspannt im Sessel zurücklehnen kann. Das Szenario und die Figuren mögen zwar etwas einfach gestrickt sein, aber dem sympathische Duo Pierce Brosnan als Geologe und Linda Hamilton als gutherzige Bürgermeisterin verzeiht man das ja gerne und die Effekte sind ebenfalls sehr gelungen. Ich mochte den Film jedenfalls seinerzeit schon im Kino und der Streifen von Roger Donaldson landet ja seitdem mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder mal im Player um an gewissen Tagen die Sehnsucht nach einem ordentlichen Kawumm zu erfüllen.
Cloverfield

Eigentlich unverzeihlich, dass ich als großer „Found Footage“-Fan so lange gebraucht habe, um „Cloverfield“ jetzt endlich zu sehen, aber irgendwie hat mich der Hype um das Werk seinerzeit nicht sonderlich angesprochen. Meine Befürchtungen waren aber irgendwie unbegründet und Regisseur Matt Reeves hat ein sehr funktionales Werk geschaffen, in dem es auch nach dem üblichen Einführen der Figuren ganz ordentlich zur Sache geht. Es rummst und scheppert an allen Ecken und Manhattan wird kurzerhand zur militärischen Sperrzone und in Schutt und Asche gelegt. „Cloverfield“ lebt dabei ganz klar von seinen spektakulären Bildern und der Zerstörung städtischer Bausubstanz und davon gibt es wahrlich genug. Auch das Tempo ist ganz ordentlich und nach jeder kleinen Verschnaufpause folgt wieder irgendetwas Spektakuläres. Das Monster-Design fand ich dabei persönlich vielleicht nicht ganz so gelungen, aber nachdem dieses ohnehin nur minimal zu sehen ist, stört auch das nicht sonderlich. Ein hübscher Film irgendwo zwischen Katastrophenfilm, Sci-Fi und Soap nach dem Motto „mittendrin statt nur dabei“, der auch sehr packend und in der "Big-Budget"-Variante zeigt, warum das Genre des „Found Footage“ seit vielen Jahren beim Zuschauer so beliebt ist und zum Glück auch kein Ende abzusehen ist.
Dante's Peak

Schön gemachter Katastrophenfilm nach bewährtem Strickmuster aus den Siebzigern über einen Vulkanausbruch, der ein idyllisches Städtchen bedroht. Natürlich nimmt anfänglich fast niemand die mahnenden Worte des Geologen ernst und als es dann rummst, ist es fast schon zu spät. Und in „Dante’s Peak“ rummst es ja im Finale ganz ordentlich. Da verwandelt sich heiße Quellen in Todesfallen, Bergseen in Säurebäder und am Ende gibt es neben Lava, Druckwell und Sturzflut auch noch jede Menge andere Katastrophen-Goodies für das verwöhnte Zuschauerauge, der sich entspannt im Sessel zurücklehnen kann. Das Szenario und die Figuren mögen zwar etwas einfach gestrickt sein, aber dem sympathische Duo Pierce Brosnan als Geologe und Linda Hamilton als gutherzige Bürgermeisterin verzeiht man das ja gerne und die Effekte sind ebenfalls sehr gelungen. Ich mochte den Film jedenfalls seinerzeit schon im Kino und der Streifen von Roger Donaldson landet ja seitdem mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder mal im Player um an gewissen Tagen die Sehnsucht nach einem ordentlichen Kawumm zu erfüllen.
Cloverfield

Eigentlich unverzeihlich, dass ich als großer „Found Footage“-Fan so lange gebraucht habe, um „Cloverfield“ jetzt endlich zu sehen, aber irgendwie hat mich der Hype um das Werk seinerzeit nicht sonderlich angesprochen. Meine Befürchtungen waren aber irgendwie unbegründet und Regisseur Matt Reeves hat ein sehr funktionales Werk geschaffen, in dem es auch nach dem üblichen Einführen der Figuren ganz ordentlich zur Sache geht. Es rummst und scheppert an allen Ecken und Manhattan wird kurzerhand zur militärischen Sperrzone und in Schutt und Asche gelegt. „Cloverfield“ lebt dabei ganz klar von seinen spektakulären Bildern und der Zerstörung städtischer Bausubstanz und davon gibt es wahrlich genug. Auch das Tempo ist ganz ordentlich und nach jeder kleinen Verschnaufpause folgt wieder irgendetwas Spektakuläres. Das Monster-Design fand ich dabei persönlich vielleicht nicht ganz so gelungen, aber nachdem dieses ohnehin nur minimal zu sehen ist, stört auch das nicht sonderlich. Ein hübscher Film irgendwo zwischen Katastrophenfilm, Sci-Fi und Soap nach dem Motto „mittendrin statt nur dabei“, der auch sehr packend und in der "Big-Budget"-Variante zeigt, warum das Genre des „Found Footage“ seit vielen Jahren beim Zuschauer so beliebt ist und zum Glück auch kein Ende abzusehen ist.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Vampire in Brooklyn

Ach, so schlimm wie befürchtet ist „Vampire in Brooklyn“ ja gar nicht. Ohne Erwartungen und Vorurteile betreffend den Hauptdarsteller ist der Streifen ja eine ganz unterhaltsame und turbulente Blaxploitaion-Parodie auf Vampir-Mythen mit einem gut gelaunten Cast und mit Brookly, als doch etwas sonderbaren Handlungsort. Dass Wes Craven Regie geführt hat, würde man zwar auf den ersten Blick nicht vermuten, aber irgendwie passt der Streifen mit seiner Mischung aus Humor und Horror und die sehr offensichtliche Gegensätze, die hier zusammengebracht werden, doch recht gut in die Filmografie des kürzlich verstorbenen Regisseurs, der sich ja nie so richtig um Genre-Grenzen kümmerte. „Vampire in Brooklyn“ nimmt sich zum Glück auch nicht sonderlich ernst und präsentiert seine übertriebene Geschichte mit einem Augenzwinkern und macht schon in der Wahl seines Hauptdarstellers etwaigen Zuschauererwartungen einen Strich durch die Rechnung. Irgendwie ist das alles dann auch eine sympathische und auch unterhaltsame Angelegenheit, bei der man aber auch gut verstehen kann, dass der Streifen nicht überall auf Gegenliebe stößt.
Brennen muss Salem

„Brennen muss Salem“ lief ja seinerzeit immer wieder mal als Zweiteiler im ORF und den hab ich für TV-Film-Niveau und als eine der ersten Erfahrungen aus dem Horror-Bereich in jungen Jahren auch als gruselig und atmosphärisch in Erinnerung. Der auf DVD veröffentlichte Zusammenschnitt auf Spielfilmlänge geht aber leider trotz der guten Darsteller gar nicht und ist neben einer schlechten Bildqualität auch so holprig wie nur möglich zusammengeschnitten und vieles ergibt in der Fassung trotz toller Darsteller auch überhaupt keinen Sinn mehr. Nebenhandlungsstränge und Personen verschwinden spurlos und als Zuschauer kann man nur erahnen, warum gerade etwas passiert oder bestimmte Figuren einfach nicht mehr auftauchen. So etwas hat keine Miniserie auch Erden verdient und wenn sich ein Label erbarmen würde, die Serie in seiner ursprünglichen Form inklusive dem Original-Ende zu veröffentlichen würde ich jederzeit wieder zugreifen, aber die vorliegende DVD ist leider wirklich nur ein Fall für die Tonne.
Topkapi

Sehr unterhaltsamer, selbstironischer und vor allem in seiner Einbruchssequenz höllisch spannendes Heist-Movie von Genre-Veteran Jules Dassin, der seinen Streifen an zahlreichen Originalschauplätzen in Istanbul gedreht hat. Dabei mag die Geschichte über den Diebstahl des Juwelen-besetzen Dolchs durch eine Gruppe schlitzohrig-sympathischer Gangster für heutige Verhältnisse etwas altbacken wirken, aber spätestens beim penibel durchgeführten Einbruch ist „Topkapi“ so packend, dass die zwei Stunden wie im Flug vergehen. Der Rest ist ebenfalls stets augenzwinkernd in Szene gesetzt und dank der prominenten Darsteller inklusive einem sehr jungen Maximilian Schell ist der sommerliche Streifen auch eine rundum lohnenswerte Angelegenheit. Den legendären Dolch gibt es übrigens auch heute noch im Topkapi-Palast zu bewundern, auch wenn dieser mittlerweile hinter dickes Panzerglas gesteckt wurde und sich Istanbul in einem halben Jahrhundert doch stark verändert hat. Toller Streifen!

Ach, so schlimm wie befürchtet ist „Vampire in Brooklyn“ ja gar nicht. Ohne Erwartungen und Vorurteile betreffend den Hauptdarsteller ist der Streifen ja eine ganz unterhaltsame und turbulente Blaxploitaion-Parodie auf Vampir-Mythen mit einem gut gelaunten Cast und mit Brookly, als doch etwas sonderbaren Handlungsort. Dass Wes Craven Regie geführt hat, würde man zwar auf den ersten Blick nicht vermuten, aber irgendwie passt der Streifen mit seiner Mischung aus Humor und Horror und die sehr offensichtliche Gegensätze, die hier zusammengebracht werden, doch recht gut in die Filmografie des kürzlich verstorbenen Regisseurs, der sich ja nie so richtig um Genre-Grenzen kümmerte. „Vampire in Brooklyn“ nimmt sich zum Glück auch nicht sonderlich ernst und präsentiert seine übertriebene Geschichte mit einem Augenzwinkern und macht schon in der Wahl seines Hauptdarstellers etwaigen Zuschauererwartungen einen Strich durch die Rechnung. Irgendwie ist das alles dann auch eine sympathische und auch unterhaltsame Angelegenheit, bei der man aber auch gut verstehen kann, dass der Streifen nicht überall auf Gegenliebe stößt.
Brennen muss Salem

„Brennen muss Salem“ lief ja seinerzeit immer wieder mal als Zweiteiler im ORF und den hab ich für TV-Film-Niveau und als eine der ersten Erfahrungen aus dem Horror-Bereich in jungen Jahren auch als gruselig und atmosphärisch in Erinnerung. Der auf DVD veröffentlichte Zusammenschnitt auf Spielfilmlänge geht aber leider trotz der guten Darsteller gar nicht und ist neben einer schlechten Bildqualität auch so holprig wie nur möglich zusammengeschnitten und vieles ergibt in der Fassung trotz toller Darsteller auch überhaupt keinen Sinn mehr. Nebenhandlungsstränge und Personen verschwinden spurlos und als Zuschauer kann man nur erahnen, warum gerade etwas passiert oder bestimmte Figuren einfach nicht mehr auftauchen. So etwas hat keine Miniserie auch Erden verdient und wenn sich ein Label erbarmen würde, die Serie in seiner ursprünglichen Form inklusive dem Original-Ende zu veröffentlichen würde ich jederzeit wieder zugreifen, aber die vorliegende DVD ist leider wirklich nur ein Fall für die Tonne.
Topkapi

Sehr unterhaltsamer, selbstironischer und vor allem in seiner Einbruchssequenz höllisch spannendes Heist-Movie von Genre-Veteran Jules Dassin, der seinen Streifen an zahlreichen Originalschauplätzen in Istanbul gedreht hat. Dabei mag die Geschichte über den Diebstahl des Juwelen-besetzen Dolchs durch eine Gruppe schlitzohrig-sympathischer Gangster für heutige Verhältnisse etwas altbacken wirken, aber spätestens beim penibel durchgeführten Einbruch ist „Topkapi“ so packend, dass die zwei Stunden wie im Flug vergehen. Der Rest ist ebenfalls stets augenzwinkernd in Szene gesetzt und dank der prominenten Darsteller inklusive einem sehr jungen Maximilian Schell ist der sommerliche Streifen auch eine rundum lohnenswerte Angelegenheit. Den legendären Dolch gibt es übrigens auch heute noch im Topkapi-Palast zu bewundern, auch wenn dieser mittlerweile hinter dickes Panzerglas gesteckt wurde und sich Istanbul in einem halben Jahrhundert doch stark verändert hat. Toller Streifen!
it´s fun to stay at the YMCA!!!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Ein Satz mit X - Double Feature
The Return of ET

Ja, ein riesiger Haufen intergalaktischer Sch… der uns hier von Regisseur Juan Piquer Simon vorgesetzt wird. Nicht, dass man generell etwas gegen schräge Ideen, Filmfehler, nervige Synthie-Mucke oder sonstigen Murks einzuwenden hätte, aber in „Return of E.T.“ passt einfach gar nichts zusammen und wie die Darsteller ständig durch Nebelwände wandern, tappt auch der Zuschauer größtenteils im Trüben, was die ganze Sause eigentlich soll. Auf der IMDB ist zu lesen, dass Piquer Simon, der ja sonst ein paar interessante Werke in seiner Filmografie aufzuweisen hat, ursprünglich einen Streifen über feindliche Aliens drehen wollte und von Produzentenseite genötigt wurde, diesen E.T.-Plott in seinen Streifen einzufügen. Von der Ursprungsidee sind dann wohl auch nur der überraschend hohe Bodycount und die düstere Grundstimmung geblieben, an der sich aber im Film ohnehin niemand zu stören scheint. Toll hingegen die Optik von „Trompy“ der wirklich putzig aussieht und lustige Dinge tut und das WTF-Ende, das im besten Falle noch als absolut inakzeptabel anzusehen ist. Und weil das alles nicht reicht, hat eine findige Firma dem Ramsch-DVD hierzulande auch noch ein Cover verpasst, das mit dem eigentlichen Film auch rein gar nichts zu tun hat. Autsch!
Gummibärchen küsst man nicht

Die große Frage wie unlustig eine Verwechslungskomödie überhaupt nur sein kann, wurde gestern von Regisseur Walter Bannert und seinem unsäglichen Werk „Gummibärchen küsst man nicht“ mit Bravour beantwortet. Von einer Skala von 1 bis 10 schafft es der Streifen nicht einmal in die Wertung und präsentiert sich dem Zuschauer als holpriges Flickwerk haarsträubender Momente und einer losen Handlung über ungleiche Zwillinge, einen verloren geglaubten Sohn, einer Sommerliebe, einer Tasche geheimer Dokumente und einem trotteligen Agenten, die in Cran Canaria einfallen und nebenher für eine deutsche Reisefirma und eine Zigarettenmarke Schleichwerbung betreiben. Hier passt einfach rein gar nichts zusammen und interessant ist allenfalls der bunt durchgemischte Cast aus deutschen und amerikanischen Schauspielern, der wohl nach dem Zufallsprinzip und aufgrund bekannter Rollen im Vorfeld ausgewählt wurden. So gibt es Christopher Mitchum samt Sohnemann Bentley, John Hillerman aus „Magnum“ und Art Metrano aus den „Police Academy“-Filmen und Draco Rosa, der kurz zuvor in dem Schmachtfetzen „Salsa“ eine gute Figur machte und mittlerweile für Rickie Martin seine Hits schreibt neben Julia Kent, Käte Jaenicke und Amadeus August. Eigentlich ein so unglaublich mieses Werk, das man schon mit seinen eigenen Augen sehen muss um zu glauben, was da Ende der Achtziger so alles abgeliefert wurde - wäre der überdrehte Streifen dabei nicht auch noch unsagbar langatmig und furchtbar öde, dass selbst Otto Retzer nichts mehr retten kann.
The Return of ET

Ja, ein riesiger Haufen intergalaktischer Sch… der uns hier von Regisseur Juan Piquer Simon vorgesetzt wird. Nicht, dass man generell etwas gegen schräge Ideen, Filmfehler, nervige Synthie-Mucke oder sonstigen Murks einzuwenden hätte, aber in „Return of E.T.“ passt einfach gar nichts zusammen und wie die Darsteller ständig durch Nebelwände wandern, tappt auch der Zuschauer größtenteils im Trüben, was die ganze Sause eigentlich soll. Auf der IMDB ist zu lesen, dass Piquer Simon, der ja sonst ein paar interessante Werke in seiner Filmografie aufzuweisen hat, ursprünglich einen Streifen über feindliche Aliens drehen wollte und von Produzentenseite genötigt wurde, diesen E.T.-Plott in seinen Streifen einzufügen. Von der Ursprungsidee sind dann wohl auch nur der überraschend hohe Bodycount und die düstere Grundstimmung geblieben, an der sich aber im Film ohnehin niemand zu stören scheint. Toll hingegen die Optik von „Trompy“ der wirklich putzig aussieht und lustige Dinge tut und das WTF-Ende, das im besten Falle noch als absolut inakzeptabel anzusehen ist. Und weil das alles nicht reicht, hat eine findige Firma dem Ramsch-DVD hierzulande auch noch ein Cover verpasst, das mit dem eigentlichen Film auch rein gar nichts zu tun hat. Autsch!
Gummibärchen küsst man nicht

Die große Frage wie unlustig eine Verwechslungskomödie überhaupt nur sein kann, wurde gestern von Regisseur Walter Bannert und seinem unsäglichen Werk „Gummibärchen küsst man nicht“ mit Bravour beantwortet. Von einer Skala von 1 bis 10 schafft es der Streifen nicht einmal in die Wertung und präsentiert sich dem Zuschauer als holpriges Flickwerk haarsträubender Momente und einer losen Handlung über ungleiche Zwillinge, einen verloren geglaubten Sohn, einer Sommerliebe, einer Tasche geheimer Dokumente und einem trotteligen Agenten, die in Cran Canaria einfallen und nebenher für eine deutsche Reisefirma und eine Zigarettenmarke Schleichwerbung betreiben. Hier passt einfach rein gar nichts zusammen und interessant ist allenfalls der bunt durchgemischte Cast aus deutschen und amerikanischen Schauspielern, der wohl nach dem Zufallsprinzip und aufgrund bekannter Rollen im Vorfeld ausgewählt wurden. So gibt es Christopher Mitchum samt Sohnemann Bentley, John Hillerman aus „Magnum“ und Art Metrano aus den „Police Academy“-Filmen und Draco Rosa, der kurz zuvor in dem Schmachtfetzen „Salsa“ eine gute Figur machte und mittlerweile für Rickie Martin seine Hits schreibt neben Julia Kent, Käte Jaenicke und Amadeus August. Eigentlich ein so unglaublich mieses Werk, das man schon mit seinen eigenen Augen sehen muss um zu glauben, was da Ende der Achtziger so alles abgeliefert wurde - wäre der überdrehte Streifen dabei nicht auch noch unsagbar langatmig und furchtbar öde, dass selbst Otto Retzer nichts mehr retten kann.
it´s fun to stay at the YMCA!!!
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