5 Zimmer Küche Sarg
Mockumentary über den beschaulichen Alltag einer Vampir-Männer-WG im verschlafenen Wellington und ein humorvoller Stinkefinger in Richtung verklärtem Vampir-Mythos a la „Twilight“ (nicht das ich die Filme gesehen hätte) über den ich an dieser Stelle auch gar nicht zu viel verraten möchte. „5 Zimmer Küche Sarg“ ist jedenfalls nicht nur sehr witzig, sondern bietet auch jede Menge bissigen Humor und schrullige und klassisch-inspirierte Vampir-Charaktere, die durch einen unerwarteten Neuzugang von einer absurden Situation in die nächste kommen. Alles schwer unterhaltsam und verdammt witzig ist der australische Streifen dann auch eine der wenigen Klamauk-freien Horror-Komödien der letzten Jahre, die auch wirklich lustig sind und davon zeugen, dass sich die Macher auch etwas dabei gedacht haben. Sicherlich so das unterhaltsamste Stück Film, dass ich seit langem gesehen habe und daher auch zwei erhobene Daumen für dieses augenzwinkernde Werk aus Neuseeland, das trotz FSK12-Freigabe auch gar nicht so harmlos ausgefallen ist. Absolut großartig!
Justine - Sklavinnen der Lust
Schwedischer Film über die Fleischeslust von Regisseur Mac Ahlberg, bei der für die deutsche Kinofassung wieder einmal ordentlich am Schneidetisch gewütet wurde. Auf der deutschen DVD des mittlerleide offensichtlich leider wieder in die ewigen Jagdgründe verschwundenen Labels „Candybox“ gibt es aber auch die schwedische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, die den Streifen wieder in der ursprünglich angedachten Fassung zeigt. Diese handelt von zwei unterschiedlichen Schwestern, die von ihrer Tante auf die Straße gesetzt werden. Die eine wird zur begehrten Hure, die sich mit Tricks an die vorwiegend ältere Kundschaft verkauft, während die andere etwas länger braucht um an der körperlichen Vereinigung und dem Manne Gefallen zu finden. Der andere Handlungsstrang mit Harry Reems, der sein Millionenerbe jener Frau verspricht, in dessen Armen er beim Sex verstirbt wird aber leider vernachlässigt und auch ansonsten verzettelt sich der Streifen etwas zu sehr in Nebensächlichkeiten und Fleischfilm-Schauwerten, die der Handlung aber nicht zuträglich sind und x-beliebige Menschen bei Kopulationen zeigen. Die beiden hübschen Hauptdarstellerinnen mischen sich übrigens auch nicht aktiv ins Geschehen und insgesamt betrachtet hat mich „Justine & Juliette“ trotz Siebziger-Flair, Reems Pornobalken und flockigem Soundtrack auch nicht wirklich vom Hocker gerissen.
In der Gewalt der Zombies
Uninspirierte Mischung aus Sex, Horror und Südsee-Insel-Mystery, wobei Joe D’Amato bei „In der Gewalt der Zombies“ weder für das Eine – noch für das Andere ein sonderlich glückliches Händchen beweist. So muss Mark Shannon alleine seinen Mann stehen und darf reihenweise exotische Frauen Ejakulations-frei beglücken, während Herr Eastman nicht einmal richtig die Hose aufbekommt und den Akt auch sehr dürftig vor der Kamera simuliert und ansonsten lieber den Spanner macht. Auch Zombie-technisch ist „Le notti erotiche dei morti viventi“ eher eine bescheidene Nummer und präsentiert verhüllte Statisten, die sich in Zeitlupe bewegen und trotzdem überall auftauchen, selbst da, wo sie geografisch eigentlich nicht sein dürften. Dennoch ist natürlich nicht alles schlecht und neben den Darstellern weiß auch die Insel zu gefallen, auf der dem Viel-Filmer auch ein paar hübsche Momente und ein kleiner Schocker gelungen sind. Dennoch ist Joe D`Amatos Streifen trotz karibischem Sommer-Flair mit 112 Minuten auch viel zu lange ausgefallen und wirkt wie ein Diskont-Porno, den man noch rasch dem Zombie-Publikum verkaufen wollte und auch nur die eingefleischte Italo-Fraktion begeistern wird.
Unmoralische Novizinnen
Der hat gestern aufgrund tagespolitischer Ereignisse leider so gar nicht gepasst und daher keine Wertung.