Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Die letzten Tage im Schnelldurchlauf:

Vor Morgengrauen

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Als Backwood-Slasher getarntes Outdoor- und Selbstfindungs-Drama vor wunderbarer Kulisse des Silver Falls State Park in Oregon, dass mich persönlich in der Ausgangssituation etwas an „Texas Chainsaw Massacre“ erinnert, auch wenn Regisseur Jeff Liebermann im Verlauf des Streifens mehr Wert auf die Charakterisierung einzelner Figuren, als auf etwaiges Terrorfeeling legt. Dennoch kommt in den eher unaufgeregt erzählten Streifen auch der Horror nicht zu kurz und gleich von Beginn an wirkt die Natur auf seltsame Weise bedrohlich und ist es auch, als die jungen Leute im Verlauf ihrer Reise auf die Eigentümlichkeiten der örtlichen Bevölkerung treffen. Dabei kocht der Streifen aber sein ganz eigenes Süppchen und die Blu-Ray-Disc aus dem Hause „Code Red“ bringt den Streifen nun auch in sehr ansehnlicher Qualität und die schönen Bilder unberührter Natur kommen hier noch besser zur Geltung. Vielleicht mag der Streifen - wie die Vorredner hier bereits anmerkten - zwar nicht zu den absoluten Höhepunkten den Genres gehören, aber „Vor Morgengrauen“ ist doch ein kleiner und feiner Streifen, der auch alle paar Jahre immer wieder gerne im Player landet.

Under the Skin

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Gefahr: Diabolik

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Die Haut, in der ich wohne

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Fliegende Liebende

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Ein Besuch, der sich diese Filme aussucht, kann nur ein guter sein...

Santa Sangre

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Mondo Candido

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

5 Zimmer Küche Sarg

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Mockumentary über den beschaulichen Alltag einer Vampir-Männer-WG im verschlafenen Wellington und ein humorvoller Stinkefinger in Richtung verklärtem Vampir-Mythos a la „Twilight“ (nicht das ich die Filme gesehen hätte) über den ich an dieser Stelle auch gar nicht zu viel verraten möchte. „5 Zimmer Küche Sarg“ ist jedenfalls nicht nur sehr witzig, sondern bietet auch jede Menge bissigen Humor und schrullige und klassisch-inspirierte Vampir-Charaktere, die durch einen unerwarteten Neuzugang von einer absurden Situation in die nächste kommen. Alles schwer unterhaltsam und verdammt witzig ist der australische Streifen dann auch eine der wenigen Klamauk-freien Horror-Komödien der letzten Jahre, die auch wirklich lustig sind und davon zeugen, dass sich die Macher auch etwas dabei gedacht haben. Sicherlich so das unterhaltsamste Stück Film, dass ich seit langem gesehen habe und daher auch zwei erhobene Daumen für dieses augenzwinkernde Werk aus Neuseeland, das trotz FSK12-Freigabe auch gar nicht so harmlos ausgefallen ist. Absolut großartig!

Justine - Sklavinnen der Lust

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Schwedischer Film über die Fleischeslust von Regisseur Mac Ahlberg, bei der für die deutsche Kinofassung wieder einmal ordentlich am Schneidetisch gewütet wurde. Auf der deutschen DVD des mittlerleide offensichtlich leider wieder in die ewigen Jagdgründe verschwundenen Labels „Candybox“ gibt es aber auch die schwedische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, die den Streifen wieder in der ursprünglich angedachten Fassung zeigt. Diese handelt von zwei unterschiedlichen Schwestern, die von ihrer Tante auf die Straße gesetzt werden. Die eine wird zur begehrten Hure, die sich mit Tricks an die vorwiegend ältere Kundschaft verkauft, während die andere etwas länger braucht um an der körperlichen Vereinigung und dem Manne Gefallen zu finden. Der andere Handlungsstrang mit Harry Reems, der sein Millionenerbe jener Frau verspricht, in dessen Armen er beim Sex verstirbt wird aber leider vernachlässigt und auch ansonsten verzettelt sich der Streifen etwas zu sehr in Nebensächlichkeiten und Fleischfilm-Schauwerten, die der Handlung aber nicht zuträglich sind und x-beliebige Menschen bei Kopulationen zeigen. Die beiden hübschen Hauptdarstellerinnen mischen sich übrigens auch nicht aktiv ins Geschehen und insgesamt betrachtet hat mich „Justine & Juliette“ trotz Siebziger-Flair, Reems Pornobalken und flockigem Soundtrack auch nicht wirklich vom Hocker gerissen.

In der Gewalt der Zombies

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Uninspirierte Mischung aus Sex, Horror und Südsee-Insel-Mystery, wobei Joe D’Amato bei „In der Gewalt der Zombies“ weder für das Eine – noch für das Andere ein sonderlich glückliches Händchen beweist. So muss Mark Shannon alleine seinen Mann stehen und darf reihenweise exotische Frauen Ejakulations-frei beglücken, während Herr Eastman nicht einmal richtig die Hose aufbekommt und den Akt auch sehr dürftig vor der Kamera simuliert und ansonsten lieber den Spanner macht. Auch Zombie-technisch ist „Le notti erotiche dei morti viventi“ eher eine bescheidene Nummer und präsentiert verhüllte Statisten, die sich in Zeitlupe bewegen und trotzdem überall auftauchen, selbst da, wo sie geografisch eigentlich nicht sein dürften. Dennoch ist natürlich nicht alles schlecht und neben den Darstellern weiß auch die Insel zu gefallen, auf der dem Viel-Filmer auch ein paar hübsche Momente und ein kleiner Schocker gelungen sind. Dennoch ist Joe D`Amatos Streifen trotz karibischem Sommer-Flair mit 112 Minuten auch viel zu lange ausgefallen und wirkt wie ein Diskont-Porno, den man noch rasch dem Zombie-Publikum verkaufen wollte und auch nur die eingefleischte Italo-Fraktion begeistern wird.

Unmoralische Novizinnen

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Der hat gestern aufgrund tagespolitischer Ereignisse leider so gar nicht gepasst und daher keine Wertung.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

X-Ray - Der erste Mord geschah am Valentinstag

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Eigentlich hab ich mich auf den Slasher sehr gefreut, aber was Regisseur Boaz Davidson dem Zuschauer in seinem Werk zumutet, spottet eigentlich jeglicher Beschreibung. „X-Ray“ soll wohl mit Urängsten über Ärzte und deren Handwerk funktionieren und zeigen, wie sehr man als Laie dem Wohlwollen der Mediziner ausgeliefert ist, aber stellt sich dann immer wieder selbst ein Bein nach dem anderen. Statt diese durchaus interessante Grundidee weiter zu verfolgen und daraus einen Thriller im medizinischen Umfeld zu basteln, wird ja auf herkömmlichste und denkbar unoriginellste Weise geslasht und in dem Spital immer wieder neue Gefahrenmomente erzeugt, die an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten sind. So kommt dann im Verlauf des Streifens auch kaum Stimmung auf und statt Spannung gibt es eine hysterisch kreischende und eine als Sympathie-Trägerin völlig ungeeignete Barbi Benton, die leichtbekleidet durch menschenleere Gänge stolpert und sich die Seele aus dem Leib kreischt. Da können dann auch der interessante Handlungsort, die durchaus gelungenen Kills, etwas nackte Haut und der relativ hohe Bodycount nichts mehr retten und ein etwaige Potential in „X-Ray“ wird meines Erachtens auch zum überwiegenden Teil völlig verschenkt.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Das alte finstere Haus

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Netter Grusler von „Frankenstein“-Regisseur James Whales aus dem Jahr 1932, der ja ein paar Jahrzehnte später nochmals von William Castle verfilmt wurde. Die Originalvorlage ist ein eher gemächlicher Film in der sich Grusel, Komödie und Gefühl die Waage halten und der auch erst gegen Ende etwas mehr auf die Tube drückt. Anfänglich geht es ja eher um eine Gruppe unterschiedlicher Leute, die in einer stürmischen Nacht Zuflucht in einem geräumigen Haus suchen, das von exzentrisch bis sonderbaren Gestalten bewohnt ist und später noch weitere Geheimnisse offenbart. Dabei ist natürlich alles sehr harmlos und für heutige Verhältnisse auch eher unfreiwillig komisch, wenn sich z.B. Männlein und Weiblein, die sich gerade erst kennengelernt haben unter diesen Umständen gar Heiratsabsichten offenbaren und sich der Bösewicht als Pyromane mit kindlichem Gemüt entpuppt. Sonst gibt es aber nicht viel zu meckern und man merkt „The Old Dark House“ einfach an, dass Kino noch in den Kinderschuhen steckte. Wer diese Art von Filmen mag wird mit Whales‘ Werk auch auf seine Kosten kommen und bekommt einen Film präsentiert, der sich auch heutzutage noch gut gucken lässt. Die DVD aus dem Hause Maritim Pictures bringt den Streifen in eher durchschnittlicher, aber brauchbarer Qualität, die dankenswerterweise neben der deutschen Synchro auch den englischen Originalton bereit hält.

Sherlock St. 1/Ep. 1

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Die BBC-Serie „Sherlock“‘ ist nicht eine weitere Verfilmung der legendären Spürnase im viktorianischen England vergangener Jahrzehnte, sondern verlegt seine Charaktere ins aktuelle London und präsentiert Sherlock als brillanten Soziopathen, der teils genial, aber auch immer abgehoben und arrogant an seine Fälle herangeht. Ihm zur Seite steht der besonnenere Watson, der hier als kriegstraumatisierter Arzt seine kongeniale Begleitung abgibt. Auch der erste Fall von mysteriösen Selbstmorden macht Lust auf mehr und präsentiert sich ebenfalls unberechenbar. Ein bisschen CSI, viel englischer Charme und interessante Figuren machen „Sherlock“ schon zu einem großen TV-Ereignis, auf das ich wieder einmal als Letzter aufmerksam werde. Nachdem ich im Vorfeld ja doch sehr skeptisch war, hat mich das Konzept der Serie jedenfalls schon bei der ersten Episode in Spielfilmlänge eines besseren belehrt. Wenn das so weitergeht, freue ich mich jedenfalls schon auf die anderen Fälle der bislang 3 Staffeln zu jeweils 3 Spielfilmen mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Das Geheimnis der Todesinsel

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demnächst mehr!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Wild Tales

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Nicht dass „Wild Tales“ mit all seiner Boshaftigkeit und Menschen, die sich in Ausnahmesituationen vollkommen falsch verhalten, irgendwie schlecht gemacht wäre, aber die Intention des Films ist schon sehr fragwürdig und lässt einem in Tagen wie diesen auch etwas ratlos ist. Die nicht miteinander verbundenen Geschichten über unterschiedliche Personen, die in Ausnahmesituationen austicken sind wohl auch ideal für Menschen, die sich gerne ausgiebig an Schadenfreude ergehen und der argentinische Streifen zwischen Drama und tiefschwarzer Komödie ist wohl der ideale Film zum aktuellen vorherrschenden Wutbürgertum, bei dem sich jeder im Recht sieht und lieber mal für fünf Minuten das Oberstübchen ausschaltet, als zu beachten, dass jede Sache zwei Seiten und jedes Handeln Konsequenzen hat. Ideal für Leutchen, die die Ursache ihrer Probleme prinzipiell an anderer Stelle suchen und gerne gegen „die da oben“ oder sonstige (Rand-)gruppen schimpfen, trifft „Wild Tales“ so auch perfekt den Zeitgeist unserer Ego-Generation und lässt das Ganze dann auf süffisante Weise eskalieren. Was dabei rauskommen kann, hat man unter anderem letzte Woche in Graz gesehen und vor allem die erste Episode mit dem Flugzeug wird wohl vielerorts ein beklemmendes Gefühl auslösen. Das so ein Film dann auch durchwegs positive Stimmen einfährt, im Rennen um den Auslands-Oscar dabei war und in seinem Heimatland auch noch der erfolgreichste Streifen aller Zeiten ist, sagt dann leider auf traurige Weise auch sehr viel über eine Gesellschaft aus, die ebenfalls gerade dabei ist, sich selber gegen die Wand zu fahren.

Deep Throat

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ch wusste ja schon im Vorfeld, dass „Deep Throat“ kein wirklich guter Film ist, aber wie schlecht der dann tatsächlich daherkommt ist angesichts seines Rufs und Einspielergebnisses ja fast schon überraschend. Abgesehen von dem stets sympathischen Harry Reems und dem popkulturellen Aspekten gibt es ja nicht wirklich triftige Gründe, sich das Teil anzusehen. Die spärliche Handlung dürfte ja ohnehin bekannt sein und Gerard Damiano verbindet seine Fleischnummern-Revue mit ein paar humoristischen Momenten, die aber ebenfalls nicht so recht in den Film passen wollen. Auch die Darsteller wirken so, als hätten sie keinerlei Spaß an der Sache und vor allem Linda Lovelace müht sich so derart am Gerät, als ginge es darum, irgendwelche Rekorde aufzustellen. Nach 60 Minuten ist die ganze Sache dann auch irgendwann mal aus und losgelöst vom Hype seiner Entstehungszeit und der wesentlich spannenderen und tragikkomische Geschichte um die Entstehung bleibt selbst für Erwachsenenfilmverhältnisse ein unterdurchschnittlicher Film und die Erkenntnis, dass in der Kinogeschichte ein wirtschaftlicher Erfolg wie so oft nicht unbedingt etwas mit Qualität zu tun haben muss.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Porno Holocaust

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Joe D’Amatos Film-Zwilling zu „In der Gewalt der Zombies“, der inhaltlich aber mit einer kleinen Geschichte über die Risiken radioaktiver Strahlung aber noch reduzierter daherkommt und seinen Fokus auf schier endlosen Sexszenen hat, die hier zügig aneinander gereiht werden. Leider hat einer Vielzahl dieser Szenen aber genau den gegenteiligen Effekt und auch ansonsten ist es eher schwer, an dem Streifen etwas Positives zu finden. Ich habe es versucht und bin jedenfalls gescheitert und leider dauert auch „Porno Holocaust“ ja auch noch 110 Minuten, was die Geduld des Zuschauer zusätzlich auf die Probe stellt. Fast scheint es, dass der Film einzig und allein nur deswegen gedreht worden ist, um „In der Gewalt der Zombies“ nachträglich noch etwas besser dastehen zu lassen, denn der hat neben seiner unseligen Kombination aus Sex und Horror wenigstens noch eine Prise Südsee-Mystery bzw. Laura Gemser und nicht so ein Alibi-Vehikel von einer Geschichte, das dann auch noch George Eastman in einer belanglosen Nebenrolle verbrät. Die deutsche Synchronisation passt sich übrigens perfekt dem sonstigen Treiben an und ist ebenfalls ganz großer Mist.

Cannibals - Welcome to the Jungle

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Nanu? Das lustige Teil hat noch gar keinen Fred hier? Herrlich strunzdoofer „Found Footage“-Streifen über vier nervig-naive Jugendliche auf der Suche nach einem Millionenerben im Dschungel von Papa Neuguinea, die sich in vollkommener Unbedarftheit wie die Axt im Walde aufführen und dann die Härte des Kannibalen-Gesetz zu spüren bekommen. Dabei beschränkt sich der Streifen im überwiegenden Maß darauf, im Handkamera-Stil den Schrecken von Gruppenreisen im Freundeskreis zu thematisieren und Hensleigh macht sich auch gar nicht einmal die Mühe seine vier Protagonisten auch nur im Entferntesten als sympathisch zu präsentieren, denen man ehestmöglich das Abnippeln an den schlecht gecasteten Hals wünscht. So kann man sich in Ruhe zurücklehnen um abzuwarten, dass Kannibalen dankenswerterweise diesen Job übernehmen und wenn diese nach gefühlten zwei Stunden endlich auftauchen, driftet der Streifen für einige Sekunden in Richtung Horror, ehe der Dschungel-Spuk sein abruptes Ende findet. Lustig auch die Tatsache, dass sich „Cannibals“ sehr unverhohlen an „Blair Witch Project“ bedient, der sich wiederum an „Cannibal Holocaust“ orientiert und so schließt sich auch wieder irgendwie der Kreis und in Erwartung eines eher schlechten Streifens hab ich mich als „Found-Footage“-Fan auch an der unfreiwilligen Komik und verbissenen Ernsthaftigkeit des Ganzen in Kombination mit vollkommen unlogischen Momenten auch köstlich amüsiert.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Hollywood Chainsaw Hooker

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demnächst mehr!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Sherlock St. 1/Ep. 2 - Der blinde Banker [Netflix]

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Auch die zweite Episode in Spielfilmlänge hält das hohe Niveau des Einstiegs und präsentiert eine spannende Geschichte über mehrere Morde, die durch geheime Codes angekündigt, auf mysteriöse Weise durchgeführt werden und die Polizei vor ein Rätsel stellt. Dabei überzeugt die Figur des Sherlock abermals durch sensationelle Beobachtungsgabe, britischer Arroganz, trockenen Humor und Selbstherrlichkeit, während Holmes wieder und nicht immer ganz freiwillig als ausgleichender Ruhepol agiert. Die Optik ist neuerlich sehr gelungen, das Tempo überraschend hoch und als Zuschauer kann man sich auch als Ratefuchs betätigen und gemeinsam die oftmals sehr trivialen Rätsel zu entschlüsseln. Alles in allem eine sehr gelungene Episode, die sehr kurzweilig daherkommt, Spaß macht und Lust auf weitere Episoden macht, die man jedoch besser im Original gucken sollte.

Curtains - Wahn ohne Ende

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demnächst mehr!

Die unglaubliche Reise im verrückten Flugzeug [Netflix]

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jogiwan hat geschrieben:Unterhaltsame Parodie auf die "Airport"-Filme und trotzdem einer der Filme, die man trotzdem als besser in Erinnerung hat. Sicherlich sind einige Gags wirklich schenkelklopfende Kracher, aber zwischendruch gibt es genauso viele Rohrkrepierer zu sehen und statt einer runden Geschichte, gibts alle paar Sekunden einen Gag, was sich auf Dauer auch als leicht ermüdend herausstellt. Neben dem leider ziemlich uncharismatischen Hauptdarsteller-Duo Hagerty und Hayes überzeugen dann auch eher die Darsteller aus der zweiten Reihe. Dennoch ist "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" ein nettes Filmchen für Zwischendurch, dass jedoch unzeitgemäß gealtert zu sein scheint.
Die erneute Sichtung bestätigt die bereits bestehenden Eindrücke, auch wenn im englischen Original manche Gags zweifelsfrei doch besser zünden. Dennoch ist "Airplane" statt Film mit Handlungsbogen eine Ansammlung von Gags und Spoofs, die im Sekundentakt auf den Zuschauer losgelassen werden und bei dem auch bei weitem nicht jeder sitzt.
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