Death Bed: The Bed that eats
Am Rande eine verlassenen Anwesens steht ein kleines Häuschen, in dem sich ein Raum befindet, dass lediglich mit einem Bett, einem Gemälde und einem Ofen eingerichtet ist. Dennoch finden sich immer wieder arglose Besucher ein, die nichts davon ahnen, dass das Bett von einem bösen Dämon besessen ist und über einen ungeheuren Blutdurst verfügt. Ist man erst einmal in die Nähe des Bettes gekommen, gibt es auch kein Entrinnen und während weiter Menschen verschwinden, wartet eine der verdammten Seelen darauf, die Schreckensherrschaft des Dämon zu brechen, was jedoch nur einmal in hundert Jahren und in einer ganz besonderen Nacht möglich ist...
Immer wenn man glaubt, schon alles gesehen zu haben, biegt ein Werk wie "Death Bed: The Bed That Eats" um die Ecke und belehrt dem Filmfan eines Besseren. Was George Barry hier geschaffen hat, lässt sich wirklich nur schwer in Worte fassen und ist eine Mischung auch El-Cheapo-Horror, Arthouse, bizarren Märchen und surrealistischen Kammerspiel, welches auf eine ganz spezielle Weise faszinierend ausgefallen ist. Wer sich einen durchschnittlichen Low-Budget-Horrorstreifen amerikanischer Machart erwartet wird zweifelsfrei enttäuscht werden, denn alles in "Death Bed" wirkt eher in europäischer und experimenteller Tradition entrückt, unwirklich und seltsam und auch inhaltlich orientiert sich George Barrys Streifen nicht an den Terror-Filmen aus derselben Entstehungszeit, was offensichtlich auch zur Folge hatte, das sich niemand für sein Werk interessierte. Herausgekommen ist auch ein teils poetischer, teils grotesker und trashiger Streifen über ein menschenfressenden Bett, der sich auch eher an ein aufgeschlossenes Publikum richtet, dass hier dann auch einen der obskursten Beiträge der Filmlandschaft zu sehen bekommt, bei dem sich die Frage nach dem "gut" oder "schlecht" auch gar nicht mehr stellt.
Lurkers
Die junge Cathy leidet unter ihrer strengen Mutter, dem gruseligen Wohnhaus in dem sie heranwächst und auch an seltsamen Visionen, in denen furchtbare Kreaturen aus den Wänden steigen. Als sie auch noch mitansehen muss, wie die Mutter ihren Vater ersticht, kann das Kind im letzten Moment fliehen und wächst trotz der traumatischen Erlebnisse zu einer hübschen Frau heran, die auch als Musikerin erfolgreich ist. Als auch noch die Hochzeit mit ihrem Freund und Fotografen Bob ins Haus steht, scheint das Glück perfekt, als auf einmal die Visionen zurückkehren und Cathy an den Rand der Verzweiflung treiben. Auch bei Bob findet sie keine Hilfe und als sich auch noch herausstellt, dass dieser sein Atelier und Büro in dem ehemaligen Wohnhaus hat, beginnt für Cathy erneut ein grauenvoller Alptraum...
Hört man den Namen Roberta Findlay, weiß der geneigte Fan ja schon ungefähr, auf was man sich einlässt und auch "Lurkers" ist natürlich ein kleiner, wenn auch nicht wirklich herausragender Genre-Beitrag, der sich auch nahtlos in die Riege ihrer Werke wie "Das Orakel" und "Game of Survival" aus dieser Schaffensperiode einreiht. Ein bisschen Gore, ein bisschen nackte Haut und viele Außendrehs im alten New York machen aber auch "Lurkers" zu einem durchaus lohnenden Vergnügen, selbst wenn man die gar nicht mal so schlechte Story über die geplagte Cathy sicherlich wesentlich spannender hätte erzählen können. Die Mischung aus Haunted-House, Horror und Psycho-Thriller hat ja im letzten Dritteln einen netten Twist und besticht nebenher auch mit ein paar netten Alptraumsequenzen, die durchaus gelungen sind. Die neue DVD im Rahmen von "Katharinas Nightmare Theatre" bringt "Lurkers" im Double-Feature mit "Die Sister, die!", hat ein recht schönes Bild und bringt den Streifen wohl erstmals auch im richtigen Bildformat, was sich ebenfalls positiv auf das Sehvergnügen auswirkt.