The Limey - Steven Soderbergh (1999)

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jogiwan
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The Limey - Steven Soderbergh (1999)

Beitrag von jogiwan »

The Limey

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Originaltitel: The Limey

Herstellungsland: USA / 1999

Regie: Steven Soderbergh

Darsteller:innen: Terence Stamp, Lesley Ann Warren, Luis Guzmán, Barry Newman, Joe Dallesandro

Story:

In der Zeit, in der der Wilson in Großbritannien im Gefängnis saß, ist seine Tochter nach Los Angeles gezogen und nach einer Affäre mit dem Plattenproduzenten Valentine bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Doch Wilson glaubt nicht an einen Unfall und ist nun voller Hass in die Stadt gekommen um sich Aufklärung und Rache zu verschaffen. Mit einem Freund seiner Tochter und dessen Schauspiellehrerin taucht er ab in die Abgründe der Stadt und landet in einem Sumpf aus Drogen, Korruption, versteckten Operationen und schließlich auch bei Valentine, der sich durch seinen Ruf in den Sechzigern Ruhm um Reichtum und ein luxuriöses Anwesen in den Hollywood Hills verschafft hat. Bei einer Party kommt es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden alternden Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch der Hang zur Nostalgie verbindet. Während Wilson zu allem bereit ist um die Wahrheit zu finden, fähren auch Valentine und sein Umfeld grobe Geschütze auf es kommt zu einem blutigen Finale, bei denen auch unschöne Wahrheiten ans Licht kommen…
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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jogiwan
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Re: The Limey - Steven Soderbergh (1999)

Beitrag von jogiwan »

Interessantes Noir-Drama von Steven Soderbergh, der nicht zufällig mit Terence Stamp und Peter Fonda besetzt wurde, da beide für einen Typus Mann für eine bestimmte Zeit stehen. Stamp für Working-Class-Poor der Thatcher-Ära und Fonda für den Alt-Hippie der Sechziger-Jahre und irgendwie beide vom Leben überholt wurden. Dazu kommt ein vermeintlicher Unfall, ein Rachefeldzug und ein Abgesang auf Gangstertum, wenn sich der Streifen irgendwie nie so entwickelt, wie man es sich eigentlich erwarten würde. Dazu nutzt Soderbergh verwirrende Schnitttechniken und montiert Szenen, Rückblenden, Dialoge und sogar Szenen aus einem früheren Film von Stamp wie eine Collage aneinander, um so auch eine entrückte Szenerie zu erschaffen, die mit den Bildern eines versmogt-trüben Los Angeles wie ein sonniger Fiebertraum daherkommt. Zwar bleibt „The Limey“ im Kern immer noch ein Gangster-Film und bietet die üblichen Figuren und auch Schießereien, nur eben „erwachsener“, weniger Action-betont und auch immer eine Spur melancholischer. Herausgekommen ist ein interessanter, hochkarätig besetzter Abgesang auf Gangster-Pathos, B-Movies, Rachefeldzüge und Nostalgie, der dank spannender Figuren und Erzählweise aus seiner zugegeben doch recht simplen Story das Maximum herausholt.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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