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Darsteller: Mimi Kuzyk, Peter Stebbings, Kristin Booth, Ariel Waller
Story:
Als Säugling wird die kleine Hope in den 1950er Jahren von einem freundlichen Sonderling am Wegesrands gefunden und von diesem auch adoptiert, als niemand sonst Ansprüche auf den Findling anmeldet. Jahre später wird eine Herzkrankheit bei Hope diagnostiziert, die sie nur deshalb überlebt, weil der Adoptivvater sein Blut spendet und dabei selbst ums Leben kommt. Als Erwachsene wird Hope eine geachtete Pathologin und macht sich die Erforschung des menschlichen Herz zur Lebensaufgabe. Dabei kommt sie auch zu Schlüssen, die sich der Messbarkeit entziehen. (quelle: amazon.de)
Ruhig und unaufgeregt erzählter Streifen über das menschliche Herz aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die mit der Lebensgeschichte einer Kardiologin verwoben sind. Dabei geht es einerseits neben den schulmedizinischen Erkenntnissen um die Fähigkeiten, die dem Organ in früheren Tagen zugeschrieben wurden, wie auch den Empfindungen und Redewendungen, die dem Herzen zugeschrieben werden und sich eben nicht so einfach mit Skalpell und Anatomie-Lehrbuch beweisen lassen. Dabei wirkt die Low-Budget-Produktion „Solange dein Herz schlägt“ auf mich als nüchtern-analytischer Mensch aber doch etwas zu dick aufgetragen und für meinen Geschmack war der Inhalt auch etwas zu rührselig, gefühlsduselig und esoterisch inszeniert. Klar bietet der menschliche Körper noch immer Geheimnisse, die sich schulmedizinisch nicht zur Gänze erklären lassen, aber die Art wie das hier präsentiert wird, geht mir persönlich zu sehr in eine bestimmte Richtung. Keine Ahnung warum ich mir die Scheibe überhaupt besorgt hat und irgendwie hat mich der Inhalt ja doch angesprochen, aber das Endergebnis hat mich eher mäßig begeistert und eignet sich wohl auch eher für mystisch oder religiös interessierten Menschen, die im eigenen Leben auch auf Schicksal und göttliche Vorsehung vertrauen möchten. Wem sich bei den Schlagwörtern „Glaube, Liebe, Hoffnung“ nicht gleich die Zehennägel aufrollen, kann ja einen Blick riskieren, aber Leutchen aus der Genre-Ecke werden aufgrund der etwas schmalzigen Herangehensweise wohl eher weniger bedient und auch sicher nicht bekehrt.