Shut In - Farren Blackburn (2016)

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Shut In - Farren Blackburn (2016)

Beitrag von jogiwan »

Shut In

Bild

Originaltitel: Shut In

Herstellungsland: Kanada, Frankreich / 2016

Regie: Farren Blackburn

Darsteller: Naomi Watts, Jacob Tremblay, Oliver Platt, David Cubitt

Story:

Bei einem Autounfall verliert die Kinderpsychologin Mary nicht nur ihren Mann, sondern auch fast ihren ebenfalls im Auto sitzenden Stiefsohn Stephen, der sich seitdem in einer Art Dämmerzustand befindet. Obwohl dieser jeden Tag viel Pflege bedarf, macht Mary aus Schuldgefühlen die Arbeit alleine und arbeitet nebenher weiter als Kinderpsychologin in ihrer abgelegenen Praxis. Als sie eines Tages den Fall des rebellischen Tom auf den Tisch bekommt, bemüht sich Mary um das emotional gebeutelte Kind, dass in ein Pflegeheim abgeschoben werden soll. Als dieser daraufhin mitten in der Nacht vor ihrer Türe steht und wenig später spurlos in einem Schneesturm verschwindet, gibt sich Mary abermals die Schuld an den ganzen Ereignissen. Doch wenig später mehren sich während eines aufkeimenden Schneesturms seltsame Ereignisse und alles scheint darauf hinzudeuten, dass sich Tom noch immer im Haus befindet, oder als Geist zurückgekommen ist…
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jogiwan
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Re: Shut In - Farren Blackburn (2016)

Beitrag von jogiwan »

„Shut In“ ist einer dieser zahlreichen Filme, die zwar mit bekannten Namen bzw. sehr guten Darstellern aufwarten können, aber inhaltlich eigentlich völlig neben der Spur sind. Der frankokanadische Möchtegern-Thriller nach spanischen Motiven und mit Mystery-Note ist ja stets völlig haarsträubend konstruiert und inhaltlich so unglaubwürdig ausgefallen, sodass man das Drehbuch wohl besser in die nächste Tonne geworfen und lieber das Telefonbuch verfilmt hätte. Außerdem sollen hier wohl die Abgelegenheit des Hauses und ein heftiger Schneesturm eine Rolle spielen, der von Regisseur Farris Blackburn aber wie eine milde Winternacht mit etwas Neuschnee und Postkarten-Idylle in Szene gesetzt wird, sodass der Zuschauer auch hier nur noch verzagt den Kopf schütteln kann. Damit es aber nicht so schnell auffällt, wie vermurkst hier alles inszeniert ist, wird der Zuschauer in der ersten Hälfte auch noch mit andauernden Jump-Scares an der Nase herumgeführt, ehe die zweite Hälfte dann eher in Richtung Home-Invasion geht. Auch hier folgt dann aber wieder ein unlogischer Moment auf den anderen und so etwas wie Terror oder Spannung kommt erst gar nicht auf. Erschreckend ist da eher das Unvermögen der Macher und so schrammt „Shut In“ auch eher knapp am Ärgernis vorbei. Irgendwie fand ich den schon richtig doof und die Blu-Ray-Disc wandert auch direkt in die Schrottwichtel-Kiste.
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sergio petroni
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Re: Shut In - Farren Blackburn (2016)

Beitrag von sergio petroni »

jogiwan hat geschrieben:....die Blu-Ray-Disc wandert auch direkt in die Schrottwichtel-Kiste.
„Shut in“ sozusagen! :kicher:
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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sergio petroni
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Re: Shut In - Farren Blackburn (2016)

Beitrag von sergio petroni »

Jogiwans Kritik hatte ich beim Schauen gar nicht mehr auf dem Schirm. Das war vielleicht
auch ganz gut so, denn wenn man den Film ohne Vorkenntnisse guckt (auch die Inhaltsangabe
weglassen), bekommt man wenigstens noch ein paar Überraschungen geboten.
Die Kinderpsychologin Mary (Naomi Watts) jedenfalls weiß bald nicht mehr,
die beiden großen WaWas zu unterscheiden (Wahrheit und Wahnvorstellung). Daraus
soll sich im einsam gelegenen Waldhaus Marys im tiefsten, schneereichen Winter
ein unheimliches Kammerspiel entspinnen. Tatsächlich gelingt es der Story in
der ersten Hälfte, den Zuschauer bei der Stange zu halten, bzw. im Unklaren
zu lassen. Als dann nach gut der Hälfte des Films DER Twist für den großen Aha-Effekt
sorgen soll, scheinen dem Drehbuch danach aber komplett die Ideen ausgegangen
zu sein. Eine Standardszene des Genres reiht sich an die nächste, und die vielen
Verweise auf "Shining" grenzen dabei eher an Majestätsbeleidigung; ach ne, den Paragrafen
gibt es ja nicht mehr.... :kicher:
Ganz zum Schluß wird dann nochmal ein Twist präsentiert, bei dem ich immer noch
am rätseln bin, ob der wirklich so böse gemeint war, wie es mir vorkam.
Insgesamt leider ein verzichtbares Genrewerk.
4/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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