Love Me Deadly - Jacques Lacerte (1973)

Moderator: jogiwan

Antworten
Benutzeravatar
Tomaso Montanaro
Beiträge: 3576
Registriert: Do 13. Jun 2013, 23:21
Wohnort: Am Abgrund!!!

Love Me Deadly - Jacques Lacerte (1973)

Beitrag von Tomaso Montanaro »

Bild

Love Me Deadly

Produktion: USA 1973
Regie: Jacques Lacerte

Darsteller: Mary Charlotte Wilcox, Lyle Waggoner, Christopher Stone, Timothy Scott, Michael Pardue u.a.

Lindsay Finch ist eine junge, attraktive Frau, die aber aufgrund eines traumatischen Kindheitserlebnisses keine normale Beziehung zu einem Mann eingehen kann: Sie ist nekrophil. Auf einer Beerdigung, die Lindsay zu ihrer Befriedigung besucht, macht macht sie die Bekanntschaft von Fred McSweeney, einem Bestattungsunternehmer, der ähnliche sexuelle Vorlieben hat. Fred geht aber beim Ausleben seiner Obsessionen einen Schritt weiter und mordet dafür...
Quelle: Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir

Bild

Den Film gibt es bei Youtube:
Benutzeravatar
Tomaso Montanaro
Beiträge: 3576
Registriert: Do 13. Jun 2013, 23:21
Wohnort: Am Abgrund!!!

Re: Love Me Deadly - Jacques Lacerte (1973)

Beitrag von Tomaso Montanaro »

Trotz einiger für damalige Zeiten recht harter Szenen nicht so intensiv-blutig wie etwa Jörg Buttgereits Nekromantik, dafür besser verdaulich (was in diesem Fall natürlich relativ ist). Das liegt daran, dass das ganze nicht als reißerischer Schocker, sondern einfach nur als (Liebes)Drama der anderen Art präsentiert wird. Und die Darsteller verhalten sich im Alltag - sprich: wenn sie nicht gerade sexuell aktiv sind - wie ganz normale, kleinbürgerliche Amerikaner.

Aufgrund der wenigen harten Szenen und des abseitigen Themas aber dennoch nichts für Zartbesaitete!

5/10 Punkten
Benutzeravatar
FarfallaInsanguinata
Beiträge: 2759
Registriert: Mi 20. Nov 2013, 22:57

Re: Love Me Deadly - Jacques Lacerte (1973)

Beitrag von FarfallaInsanguinata »

Ein sicherlich ziemlich unbekanntes und obskures Werk, auf das ich durch reinen Zufall stieß.

Die Thematik ist ja durchaus nicht massen- und mainstream-kompatibel, umso interessanter, dass dieser Film nicht in "Schmutz" und "schäbigen Ansichten" versinkt, sondern ausgesprochen geschickt einen Spagat herstellt zwischen züchtiger, braver und durchaus gekonnter 70er-Jahre B-Film-Optik und wenigen expliziten Szenen, die diese Idylle, die teilweise fast an eine typische Fernsehserie erinnert, umso härter durchbrechen.
Einen nicht unerheblichen Anteil an der gelungenen Atmosphäre hat mit Sicherheit die Hauptdarstellerin, die nicht nur eine famose Leistung abliefert, sondern auch ausgesprochen erotisch rüberkommt.
Wenn auch die Motivation des Charakters nicht vollständig nachvollziehbar scheint, da das etwas zu kurz kommt, für mich persönlich eine echte, positive Überraschung, die meine Filmsammlung definitiv bereichert.

08/10
Diktatur der Toleranz

Die Zeit listete den Film in einem Jahresrückblick als einen der schlechtesten des Kinojahres 2023. Besonders bemängelt wurden dabei die Sexszenen, die von der Rezensentin als „pornografisch“ und „lächerlich“ bezeichnet wurden.
Antworten