Freeway - Matthew Bright (1996)

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Freeway - Matthew Bright (1996)

Beitrag von jogiwan »

Freeway

01.jpg
01.jpg (84.42 KiB) 106 mal betrachtet
Originaltitel: Freeway

Herstellungsland: USA / 1996

Regie: Matthew Bright

Darsteller:innen: Reese Witherspoon, Kiefer Sutherland, Wolfgang Bodison, Dan Hedaya, Amanda Plummer

Story:

Die Vorstrafen-Akte von Vanessa ist lange und als ihre Mutter wieder einmal wegen Prostitution und Drogen samt Stiefvater verhaftet wird und Pflegeeltern drohen, nimmt sie ihr Schicksal kurzerhand selbst in die Hand. Sie fesselt die Fürsorgetante ans Bett und macht sich mit deren Auto auf den Weg, um ihre Großmutter zu suchen, die sie nur von Bildern kennt. Kurz darauf bleibt der Wagen auf dem Freeway mit einer Panne liegen und ein freundlicher Mann namens Bob erklärt sich bereit die junge Frau ein Stück mitzunehmen, der ebenfalls mit der Materie der Jugendfürsorge vertraut ist. Das Schicksal meint es aber neuerlich nicht sonderlich nicht gut mit Vanessa, die jedoch zu diesen Zeitpunkt der Geschichte nicht mehr bereit ist, sich von Dingen wie Schicksal, Erwachsenen, Gesetz oder Vernunft irgendetwas vorschreiben zu lassen und so auch immer tiefer in Schlamassel gerät.
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jogiwan
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Re: Freeway - Matthew Bright (1996)

Beitrag von jogiwan »

Ich dachte eigentlich immer, dass „Freeway“ so der übliche Neunziger-Thriller über ein junges Blondchen und einen bösen Killer ist, bei dem sich dann das übliche Katz-und-Maus-Spiel entwickelt. Tja, falsch gedacht und der Streifen von Regisseur Matthew Bright ist eigentlich eine grelle, völlig durchgeknallte Thriller-Satire über eine junge Frau aus unbehüteten Hause, die beschließt sich nichts mehr vorschreiben zu lassen. Die Motive sind an Rotkäppchen angelehnt, nur dass diese in dieser Geschichte nicht das Opfer ist, sondern genauso skrupellos agiert, wie der böse Wolf, dem hier mitunter übel mitgespielt wird. Zuviel möchte ich nicht verraten, aber im Verlauf des unvorhersehbaren Streifens kommt man ja aus dem Staunen nicht heraus und Vanessa flucht wie ein Rohrspatz und benimmt sich wie die sprichwörtliche Axt im Walde, in einem Film, der ständig völlig neben der Spur erscheint. Die Geschichte ist wild, Symapthieträger sucht man auf beiden Seiten vergebens, die Darsteller beweisen viel Mut zur Hässlichkeit und irgendwie ist der Streifen bis zum Finale auch stets so gestaltet, dass einem der Mund offensteht. Keine Ahnung, wie sich dieser wilde, schwarzhumorige und unkonventionelle Roadtrip in die Hölle so lange vor mir verstecken konnte und eigentlich unvorstellbar so etwas heutzutage noch auf die Beine zu stellen. „Freeway“ ist eine positive Überraschung und eigentlich richtig geil. Tipp!
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Arkadin
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Re: Freeway - Matthew Bright (1996)

Beitrag von Arkadin »

Oh, an den kann ich mich auch jetzt wieder erinnern. Hatte ich damals aus der Videothek ausgeliehen und nicht viel erwartet. Aber dann war ich doch sehr begeistert gewesen. Habe den dann aber wieder aus den Augen verloren und mich jetzt erst wieder dran erinnert. Ich meine zu der Zeit hatte ich auch den tollen "Retroactive" ausgeliehen und die die Beiden waren dann meine beiden "Geheimtipps".

Edit: War da nicht auch so eine Szene, wo er sie fragt, ob ihr Vater ihren Mund als Toilette benutzt hat? Das hat mich damals ziemlich verstört, aber ich weiß nicht mehr, ob das aus dem Film war.
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jogiwan
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Re: Freeway - Matthew Bright (1996)

Beitrag von jogiwan »

Arkadin hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 13:38 Edit: War da nicht auch so eine Szene, wo er sie fragt, ob ihr Vater ihren Mund als Toilette benutzt hat? Das hat mich damals ziemlich verstört, aber ich weiß nicht mehr, ob das aus dem Film war.
Ja, die Szene ist aus dem Film - aber der Film hat ja gleich ein paar arge Dialoge, bei denen man sehr ungläubig lauschen darf... :-o
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