Der Astronaut - Project Hail Mary - Phil Lord, Chris Miller

Moderator: jogiwan

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fritzcarraldo
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Der Astronaut - Project Hail Mary - Phil Lord, Chris Miller

Beitrag von fritzcarraldo »

Der Astronaut - Projekt Hail Mary
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csm_hail_mary_9197594529.jpg (160.07 KiB) 105 mal betrachtet
USA 2026
Regie: Chris Miller, Phil Lord
Mit Ryan Gosling und Sandra Hüller
"Der Mittelschullehrer und Molekularbiologe Ryland Grace erwacht ohne Erinnerung nach mehreren Jahren aus dem künstlichen Koma auf einem Raumschiff, Lichtjahre von der Erde entfernt im Tau-Ceti-System. Er ist das einzige verbliebene Besatzungsmitglied, die anderen zwei starben während des Tiefschlafes. Wie ihm erst nach und nach wieder bewusst wird, ist er an Bord der Hail Mary, um eine Methode zur Bekämpfung von „Astrophagen“ zu finden. Diese außerirdischen Mikroorganismen, welche der Hitze der Sonne widerstehen, bilden eine Infrarotlinie zwischen Sonne und Venus, den sogenannten Petrowa-Strahl. Da die Mikroorganismen sich vermehren, verdunkeln sie die Sonne im Lauf der Zeit, was innerhalb von 30 Jahren zu einer katastrophalen globalen Abkühlung der Erde führen würde. Auch anderen Sternen droht dieses Schicksal, bis auf den Stern Tau Ceti, der den Astrophagen zu widerstehen scheint....[....]"
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"

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fritzcarraldo
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Re: Der Astronaut - Project Hail Mary - Phil Lord, Chris Miller

Beitrag von fritzcarraldo »

Project Hail Mary
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Kino.
Muss man im Kino schauen.
PROJECT HAIL MARY ist endlich mal wieder ein Film, der eine gewisse Ernsthaftigkeit unterhaltsam rüberbringt. Deshalb scheint er auch so erfolgreich zu sein.
Ihn durchzieht eine gewisse Leichtigkeit, die auch Hauptdarsteller Ryan Gosling fast immer auf den Punkt parat hat. Und dies alles allein schon wegen vieler Zitate zu anderen Filmen und anderen Dingen der Popkultur.
Nach fast zwei Stunden Laufzeit, war ich so sehr drin im Film und seinen offensichtlichen Vorzügen, dass ich dieser Review eigentlich noch Worte wie "episch" und Meisterwerk hinzufügen wollte inkl. "Ich geh da gleich nochmal rein" -Faktor. Nun, diese Kurve hat der Film dann doch leider nicht gekriegt. Das macht aber nun wirklich nichts, denn das ist immer noch (persönliches) Meckern auf allerhöchstem Niveau.
Was mich störte, setze ich dann lieber mal in Spoiler-Tags.
► Text zeigen
Was bleibt ist aber ein Film, der wunderbar erzählt ist, dessen Weltraum-Szenen einfach nur atemberaubend sind und der den passenden Score hat inklusiver toller Songs. Daher liefert Sandra Hüller dann auch eine der besten Karaoke-Szenen der Filmgeschichte ab.
Fazit: Diesen Film werden auch Personen lieben, die sonst nichts mit Space-, Sci-Fi- und sonst wie gearteten Filmen anfangen können. Dies liegt natürlich auch an Gosling und Hüller und wurde mir von meiner besten Kinofreundin auch bestätigt, die sonst alles dahingehend strikt ablehnt.
Daher Daumen nach unten :thdown: für diesen großartigen Film. Den Gag kann und will ich gerade überhaupt nicht erklären. Ihr werdet schon sehen.
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karlAbundzu
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Re: Der Astronaut - Project Hail Mary - Phil Lord, Chris Miller

Beitrag von karlAbundzu »

Kino
Ein Grundschullehrer mit wissenschaftlichem Hintergrund findet eine eventuelle Lösung um die Welt zu retten. Er muss mit ins All, überlebt als einiziger einen langen Flug und trifft einen Außerirdischen, dessen Planet dasselbe Problem hat.
Ruhig erzählter Hard Science Fiction mit philosophischen Einschüben.
Wird getragen vom beinahe Solodarsteller Ryan Gosling, der hier mal nicht den Schweigsamen gibt, sondern eher eine Plaudertasche.
Die erste Ebene ist die auf dem Raumschiff, wie er erwacht, wie er sich zurecht findet, den ET trifft, und wie sie zusammen eine Lösung suchen und dafür erst mal eine Kommunikation entwickeln.
Dazu kommen Rückblicke, wie es dazu kam, dass er im All ist. Hier glänzt Sandra Hüller als Operationsleiterin.
Toll gefilmt, angenehm ruhig erzählt, die technische Seite ausreichend erklärt, und auch eine schöne Andersartigkeit des Alien, sehr wenig humanoid, und irres Raumschiff. Die wenigen Actionsequencen rasant gefilmt. Musik toll.
Gegen Ende gibt es noch ein paar Wendungen , vielleicht ein zwei zu viel, mich hielt es aber dran.
Das einzige, was ich kritisieren würde, ist dann die Inkonsequenz beim Außerirdischen. Eigentlich gleichwertig mit dem Menschen angelehnt, und sein Anteil bei dem Versuch der Rettung beider Welten auch ebenso groß. Doch durch sein verhalten und der Schlussszenen wirkt er dann doch wie ein sprachbegabtes Haustier. Ein wenig schade.
Doch insgesamt ein sehr guter Film über Leben, Tod, Freundschaft, Kommunikation. Auch von mir einen Daumen runter :thdown:
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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