Das ist das Ende - Evan Goldberg, Seth Rogen (2013)

Moderator: jogiwan

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purgatorio
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Das ist das Ende - Evan Goldberg, Seth Rogen (2013)

Beitrag von purgatorio »

THIS IS THE END

Bild

Deutscher Titel: Das ist das Ende
Originaltitel: This Is the End

Regie: Evan Goldberg, Seth Rogen
Produktionsland: USA (2013)

Darsteller: James Franco, Jonah Hill, Seth Rogen, Jay Baruchel, Danny McBride, Craig Robinson, Michael Cera, Emma Watson, Mindy Kaling, David Krumholtz, Christopher Mintz-Plasse, Rihanna...
...alle als sie selbst

"Hermione just stole all of our shit. And Jay suggested that we rape her. I think the only reason he did that is because he knows he's about two minutes away from becoming the house bitch himself."

Story:
Jay Baruchel (Jay Baruchel) ist nach einem Jahr wieder in L.A., um seinen alten Freund Seth (Seth Rogen) zu besuchen. Auf dem Plan stehen nur Burger, Gras und Computerspiele, also das volle Programm zum abhängen. Doch Seth hat abends noch die Idee James Franco (James Franco) in dessen neuen Haus zu besuchen, wo er mit Freunden eine Party feiert. Jay hat absolut keine Lust dazu, da er weder Hollywood, noch Franco und dessen Kumpels leiden kann, aber Seth verspricht ihm, sich dort um ihn zu kümmern.

Doch das klappt nicht und die Party entwickelt sich so, wie Jay es sich vorgestellt hatte - Jonah Hill (Jonah Hill) geht ihm mit seiner aufgesetzten Freundlichkeit auf die Nerven, Craig Robinson (Craig Robinson) singt schlüpfrige Lieder und Michael Cera (Michael Cera) treibt es wild auf der Toilette. Alle haben Fun, aber Jay keine Lust mehr, weshalb er Seth mit einem Trick nach außen lockt, um mit ihm in Ruhe darüber sprechen zu können. Außerdem wollte er sich Zigaretten holen, aber als sie in dem Laden sind, bricht plötzlich ein schweres Erdbeben los, dass sich nur als die Vorhut für etwas viel Schlimmeres erweist...
via ofdb

Jonah Hill: "Dear God, it's me, Jonah Hill... from Moneyball."
Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
purgatorio
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Re: Das ist das Ende - Evan Goldberg, Seth Rogen (2013)

Beitrag von purgatorio »

DAS IST DAS ENDE (THIS IS THE END, USA 2013, Regie: Evan Goldberg, Seth Rogen)

Ein Trupp Hollywood-Pfeifen versucht im Haus von James Franco die Apokalypse zu überstehen. Hier spielt fast jeder seine typischen Rollenklischees und ein bisschen sich selbst. Draußen tobt die Endzeit, drinnen der Irrsinn aus Party, Verzweiflung, Fäkalhumor und Situationskomik. Wer den Hollywood-Stuss der letzten Jahre halbwegs auf dem Schirm hatte, wird hier mit Zitaten und gegenseitigen Beleidigungen ohne Ende zugeballert. Das macht natürlich Spaß, obwohl vieles auch etwas zu flach und gewollt politisch inkorrekt ist. Der Streifen hätte natürlich noch eine gehörige Portion Straffung nötig gehabt, da ihm zwischenzeitlich die Puste ausgeht er durch Ereignisarmut schlicht langweilig ist. Das erste und das letzte Drittel sind aber Kracher vor dem Herrn und lassen kein Klischee aus, respektive durch die anwesenden Klischeevertreter unkommentiert. Ich hatte meinen Spaß 7/10
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jogiwan
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Re: Das ist das Ende - Evan Goldberg, Seth Rogen (2013)

Beitrag von jogiwan »

Unterhaltsamer Blödsinn, der mit überraschend subversivem Humor um die Ecke biegt und seine Charaktere bzw. Schauspieler, die sich allesamt selbst spielen, als ziemliche Egomanen präsentiert, die sich während einer Party auf einmal mit der Apokalypse auseinander setzten müssen. Dabei haben die Darsteller auch sichtlich Spaß daran Vorurteile über die eigene Person zu bestätigen oder diese hoffnungslos zu übertreiben, sodass kein Auge trocken bleibt. Irgendwie scheint „This is the End“ auch von „The World’s End“ inspiriert zu sein, wobei die Engländer hier wieder einmal die Nase vorne haben und auch leisere und nachdenklichere Töne in ihre aberwitzige Apokalypse eingebaut haben. So etwas sucht man in der überdrehten Ami-Variante aber weitgehend vergeblich und so bleiben die Figuren nach den ersten 15 Minuten und der 180 Grad-Wendung danach für ein Buddy-Movie auch bis zum Ende erstaunlich unsympathisch gezeichnet und das Szenario scheint sich auf eher unbeabsichtigte Weise indirekt selbst zu bestätigen. Stattdessen gibt es den vollen CGI-Overkill und ein beispielloses Verheizen von Stars und Sternchen und ich persönlich hätte einem amerikanischen Blockbuster und manchen Darstellern nicht so viel Mut und derartige Anflüge von Selbstironie zugetraut hätte. Trotzdem bleibt nach dem Ende von „Das ist das Ende“ doch auch relativ wenig zurück und selbst die derbsten Gags und Finale können nicht über so manche Längen und teils entbehrliche Momente hinwegtäuschen. „Das ist das Ende“ ist dann zwar eine lustige, laute und grellbunte Farce, die gleichzeitig aber wie so derartig überzeichnet daherkommt, dass sich insgesamt betrachtet auch in Hollywood von niemand ans Bein gepinkelt fühlen muss…
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Tomaso Montanaro
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Re: Das ist das Ende - Evan Goldberg, Seth Rogen (2013)

Beitrag von Tomaso Montanaro »

Diese Endzeit-Komödie ist mehr eine Nummernrevue als ein Spielfilm mit echter Handlung. Spätpubertär, zotig, und nicht immer witzig, hat er aber durchaus seine Momente. Ein Film, den man ohne weiteres mit Kumpels bei ein paar Bier konsumieren kann. Aber ich hab schon mitreißendere Apokalypsen erlebt (im Film, versteht sich...).

5/10 Punkten (aber vielleicht war ich auch noch zu nüchtern...)
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