Cam - Daniel Goldhaber (2018)

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Cam - Daniel Goldhaber (2018)

Beitrag von jogiwan »

Cam

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Originaltitel: Cam

Herstellungsland: USA / 2018

Regie: Daniel Goldhaber

Darsteller: Madeline Brewer, Patch Darragh, Melora Walters, Devin Druid, Imani Hakim

Story:

Unter dem Namen Lola arbeitet die junge und äußerlich selbstbewusste Alice als Cam-Girl und erfüllt für Geld die sonderbarsten Wünsche ihrer Zuschauer. Damit sie aber auf Dauer ihren Fans das Geld aus der Tasche ziehen kann muss ihre Show immer extremer werden, sodass sie auch vor drastischen Einlagen nicht zurückschreckt und manch ihrer Fans auch in der Realität und gegen Bezahlung zu Diensten steht. Als sich Alice eines Tages jedoch nicht mehr auf ihrem Account einloggen kann, muss sie entdecken, dass jemand anderes ihre Rolle übernommen hat. Doch die andere Frau sieht genauso aus wie Lola und gibt sich auch so, sodass Alex nur hilflos mitansehen kann, wie die mysteriöse Frau ihre Identität übernimmt und sie auch immer mehr die Kontrolle über ihr Leben verliert…
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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jogiwan
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Re: Cam - Daniel Goldhaber (2018)

Beitrag von jogiwan »

Das Motiv des Doppelgängers erscheint in Filmen ja meistens dann, wenn auf irgendeiner Seite Gefahr oder anderes Ungemach droht und auch im Falle von „Cam“ bedeutet das Auftauchen der zweiten Frau, dass sich die junge Alice mit ein paar ernsthaften Problemen in ihrem Leben auseinandersetzen muss. In diesem Fall ist es die Arbeit als Webcam-Girl, dass gesellschaftlich verpönt, aber ungemein lukrativ ist und deckt auch Themen Stalking, Scham, Selbstwert und die Probleme ab, diese Arbeit vor der engeren Umgebung geheim zu halten. Wer kennt sie nicht, diese blinkenden Pop-Ups mit allen möglichen Girls, die mit aufgegeilten Usern chatten und was-weiss-ich-noch alles machen wollen. Die Entwicklungen von „Cam“ dienen auch eher als Metapher und der ganze Streifen erinnerte mich auch etwas an Denis Villeneuves „Enemy“, nur dass hier alles im Porno-Milieu stattfindet. Womit wir auch schon beim nächsten Problem sind. Nicht das „Cam“ jetzt verklemmt daherkommt, aber er wirkt doch immer etwas züchtig und nennt die Dinge nicht wirklich beim Namen, was den Eindruck erweckt, dass es sich hier größtenteils nur um harmlose Chats und züchtige Dinge handelt. Andererseits kann man in einem Mainstream-Horror-Drama natürlich keine sexuellen Handlungen zeigen, die hier aber eigentlich notwendig wäre um die entsprechend dramaturgische Intensität zu erreichen. So wirkt das Endprodukt etwas unschlüssig und unausgegoren, während er aber auf der anderen Seite auch durchaus interessant daherkommt. Auch darstellerisch und inszenatorisch fand ich „Cam“ ja als doch recht schonungslochen Blick in die Abgründe der Sex-Arbeit in der Online-Welt ja schon durchaus gelungen.
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