Beating Hearts - Gilles Lellouche (2025)
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Beating Hearts - Gilles Lellouche (2025)
Beating Hearts
Originaltitel: L’amour ouf
166 Minuten.
Frankreich 2025
Regie: Gilles Lellouche
Mit
Adèle Exarchopoulos, François Civil.
"Nordfrankreich in den 1980er Jahren: Jackie und Clotaire kennen sich seit Kindertagen. Sie haben gemeinsam die Schule besucht und sind am Hafen aufgewachsen. Während Jackie lieber studiert, folgt Clotaire dem Müßiggang. Schließlich verlieben sich beide ineinander. Clotaire wird in Bandengewalt verwickelt und landet für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, im Gefängnis. Nachdem er seine jahrelange Haftstrafe abgesessen hat, hat er das Ziel, Jackies Herz zurückzugewinnen, obwohl sie weitergezogen ist."
Quelle Wikipedia.
166 Minuten.
Frankreich 2025
Regie: Gilles Lellouche
Mit
Adèle Exarchopoulos, François Civil.
"Nordfrankreich in den 1980er Jahren: Jackie und Clotaire kennen sich seit Kindertagen. Sie haben gemeinsam die Schule besucht und sind am Hafen aufgewachsen. Während Jackie lieber studiert, folgt Clotaire dem Müßiggang. Schließlich verlieben sich beide ineinander. Clotaire wird in Bandengewalt verwickelt und landet für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, im Gefängnis. Nachdem er seine jahrelange Haftstrafe abgesessen hat, hat er das Ziel, Jackies Herz zurückzugewinnen, obwohl sie weitergezogen ist."
Quelle Wikipedia.
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
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- fritzcarraldo
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Re: Beating Hearts - Gilles Lellouche (2025)
Liebe und so.
Beating Hearts Frankreich 80er Jahre.
Clotaire und Jackie lernen sich als Teenies in der Schule kennen. Clotaire ist eher der Rebell und Schläger. Immer in Probleme verwickelt und am Rande der Legalität agierend. Jackie ist dagegen eine Musterschülerin und möchte ihre Ruhe haben. Irrungen und Wirrungen und das Schicksal bringen beide zusammen und es wird die große Liebe. Obwohl sie sehr verschieden sind, scheinen beide doch füreinander bestimmt zu sein. Doch Clotaire verstrickt sich immer mehr in seine verbrecherische Ader und landet beim hiesigen Mafiaboss. Ein Coup geht schief. Ein Wachmann wird vom Sohn des Bosses erschossen, aber Clotaire wird für dieses Verbrechen verurteilt. Er kommt nach 10 Jahren wieder aus dem Knast und versucht sofort Jackie zu finden. Diese scheint aber "weitergezogen" zu sein. Clotaire verstrickt sich immer weiter in Wut, Verbrechen, Gewalt und Rache. Ein Epos über zwei Jahrzehnte und somit über die 80er und 90er, welches in seiner Detailverliebtheit seinesgleichen sucht. Musik, Songs, Ausstattung und eine Kameraarbeit, die alles mögliche an Vorbildern zitiert, dass es eine Wonne ist. Drama, Liebe, Verbrechen, Rache. Hier ist alles drin.
BEATING HEARTS ist auf allen Ebenen betörend. Als Liebesgeschichte episch und als Gangsterdrama kennt man die Vorbilder nur allzu gut. Das alles ist über 160 Minuten so mitreißend, dass man den Film am besten gleich nochmal schauen möchte. Und dies natürlich auch, um gewisse Details wieder oder neu zu entdecken. Für mich ist BEATING HEARTS eine große Überraschung, ein toller Genre-Beitrag und ein fantastisches Meisterstück. Abzüge gibt es von mir nur bei zwei Szenen, die sich mir im Nachhinein nicht ganz erschließen. Aber dies kann ich ja bei einer weiteren Sichtung nochmal checken.
Aber vielleicht war ich auch nicht ganz bei der Sache ob der visuellen Opulenz. Ich könnte jetzt Vergleiche zu solchen Filmen wie TRUE ROMANCE, BLOOD IN BLOOD OUT oder GOODFELLAS ziehen oder anmerken, dass sogar John Carpenter auf der Tonspur auftaucht, aber das alles würde nicht nur "hinken", sondern dem Film auch nicht gerecht werden. Denn trotz aller wilden Zitate und Vorbilder ist BEATING HEARTS auf jeden Fall eigenständig.
Anschauen und genießen.
Beating Hearts Frankreich 80er Jahre.
Clotaire und Jackie lernen sich als Teenies in der Schule kennen. Clotaire ist eher der Rebell und Schläger. Immer in Probleme verwickelt und am Rande der Legalität agierend. Jackie ist dagegen eine Musterschülerin und möchte ihre Ruhe haben. Irrungen und Wirrungen und das Schicksal bringen beide zusammen und es wird die große Liebe. Obwohl sie sehr verschieden sind, scheinen beide doch füreinander bestimmt zu sein. Doch Clotaire verstrickt sich immer mehr in seine verbrecherische Ader und landet beim hiesigen Mafiaboss. Ein Coup geht schief. Ein Wachmann wird vom Sohn des Bosses erschossen, aber Clotaire wird für dieses Verbrechen verurteilt. Er kommt nach 10 Jahren wieder aus dem Knast und versucht sofort Jackie zu finden. Diese scheint aber "weitergezogen" zu sein. Clotaire verstrickt sich immer weiter in Wut, Verbrechen, Gewalt und Rache. Ein Epos über zwei Jahrzehnte und somit über die 80er und 90er, welches in seiner Detailverliebtheit seinesgleichen sucht. Musik, Songs, Ausstattung und eine Kameraarbeit, die alles mögliche an Vorbildern zitiert, dass es eine Wonne ist. Drama, Liebe, Verbrechen, Rache. Hier ist alles drin.
BEATING HEARTS ist auf allen Ebenen betörend. Als Liebesgeschichte episch und als Gangsterdrama kennt man die Vorbilder nur allzu gut. Das alles ist über 160 Minuten so mitreißend, dass man den Film am besten gleich nochmal schauen möchte. Und dies natürlich auch, um gewisse Details wieder oder neu zu entdecken. Für mich ist BEATING HEARTS eine große Überraschung, ein toller Genre-Beitrag und ein fantastisches Meisterstück. Abzüge gibt es von mir nur bei zwei Szenen, die sich mir im Nachhinein nicht ganz erschließen. Aber dies kann ich ja bei einer weiteren Sichtung nochmal checken.
Aber vielleicht war ich auch nicht ganz bei der Sache ob der visuellen Opulenz. Ich könnte jetzt Vergleiche zu solchen Filmen wie TRUE ROMANCE, BLOOD IN BLOOD OUT oder GOODFELLAS ziehen oder anmerken, dass sogar John Carpenter auf der Tonspur auftaucht, aber das alles würde nicht nur "hinken", sondern dem Film auch nicht gerecht werden. Denn trotz aller wilden Zitate und Vorbilder ist BEATING HEARTS auf jeden Fall eigenständig.
Anschauen und genießen.
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
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Re: Beating Hearts - Gilles Lellouche (2025)
Ist schon im Juni 2025 bei Studiocanal / Arthaus auf Blu-ray erschienen.
Und die wandert dann auch in meine Sammlung.
Und die wandert dann auch in meine Sammlung.
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
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"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
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- karlAbundzu
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Re: Beating Hearts - Gilles Lellouche (2025)
Auf Blu. Danke Fritzschi fürs Leihen.
Eine Liebesgeschichte über Jahrzehnte. Und auf den ersten Blick ist das alles nichts Neues und schrammt am Klischee. Sie Tochter eines allein erziehenden liebevollen Vaters aus bürgerlichem Hause, er Schulabbrecher aus proletarischer Großfamilie ohne Perspektiven. Treffen sich, streiten sich, verlieben sich als Jugendliche. Er rutscht immer mehr in die Kriminalität ab, sie versucht dem bürgerlichen Plan zu folgen. Mit seiner Verurteilung zu 10 Jahren Haft ändert sich für beide vieles.
Trotz der sehr offensichtlichen Konstruktion der beiden Unterschiedlichkeit wird hier interessant und weitest gehend chronologisch erzählt. Und der Autor muss sein Figuren lieben, so dass mögliche frühere Enden ausgelassen wurden, er wollte die Geschichte wirklich halbwegs zu Ende erzählen. Und das macht er wunderbar. Eine sehr genaue Figuren Zeichnung. Dazu ein klasse Sound, sowohl der Score, als auch die eingesetzte zeitgenössische Musik: Die Jugendzeit spielt in den 80ern, so haben wir u. a. Ein wunderbaren Einsatz von The Cures A Forest, zu einer Art Traumsequenz, in der es eine 80er Tanzszene im contemporary Stil gibt, damit hätte Mr. Smith 1980 auch nicht gerechnet.
Und hier noch eine Ähnlichkeit: Auch dieser Film hat mich sehr berührt, und ist letztendlich positiv. Die 160 Minuten verflogen, ich mochte die erwachsene Jackie mit ihrem Kopfchaos, aber auch ihrer Selbstbestimmtheit sehr, und ich konnte Clotaire zumindest mitfühlen.
Empfehlung.
Letzter Satz: Dafür hast du ganz schön lange gebraucht.
Eine Liebesgeschichte über Jahrzehnte. Und auf den ersten Blick ist das alles nichts Neues und schrammt am Klischee. Sie Tochter eines allein erziehenden liebevollen Vaters aus bürgerlichem Hause, er Schulabbrecher aus proletarischer Großfamilie ohne Perspektiven. Treffen sich, streiten sich, verlieben sich als Jugendliche. Er rutscht immer mehr in die Kriminalität ab, sie versucht dem bürgerlichen Plan zu folgen. Mit seiner Verurteilung zu 10 Jahren Haft ändert sich für beide vieles.
Trotz der sehr offensichtlichen Konstruktion der beiden Unterschiedlichkeit wird hier interessant und weitest gehend chronologisch erzählt. Und der Autor muss sein Figuren lieben, so dass mögliche frühere Enden ausgelassen wurden, er wollte die Geschichte wirklich halbwegs zu Ende erzählen. Und das macht er wunderbar. Eine sehr genaue Figuren Zeichnung. Dazu ein klasse Sound, sowohl der Score, als auch die eingesetzte zeitgenössische Musik: Die Jugendzeit spielt in den 80ern, so haben wir u. a. Ein wunderbaren Einsatz von The Cures A Forest, zu einer Art Traumsequenz, in der es eine 80er Tanzszene im contemporary Stil gibt, damit hätte Mr. Smith 1980 auch nicht gerechnet.
Und hier noch eine Ähnlichkeit: Auch dieser Film hat mich sehr berührt, und ist letztendlich positiv. Die 160 Minuten verflogen, ich mochte die erwachsene Jackie mit ihrem Kopfchaos, aber auch ihrer Selbstbestimmtheit sehr, und ich konnte Clotaire zumindest mitfühlen.
Empfehlung.
Letzter Satz: Dafür hast du ganz schön lange gebraucht.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.