Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Das Syndikat

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Absolut großartiger Film mit Enrico Maria Salerno und Mario Adorf und Jürgen Drews in einer Nebenrolle. Der Grundton des Films ist überraschend ernst und düster und gipfelt in einem Finale, dass wirklich unangenehm im Magen liegt. Das Tempo ist relativ hoch, die Mucke rockt und sowieso und überhaupt gibt es an dem Film nur eines auszusetzten - es ist halt kein Giallo. Die DVD ist ebenfalls sehr, sehr gelungen und bietet auf einem zweiten Silberling auch noch amüsantes Bonusmaterial. Deswegen dann an dieser Stelle auch "nur" 9/10 inklusive die Beförderung zum Foren-Pflichtprogramm!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Hedwig and the Angry Inch

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Hedwig hieß eigentlich einmal Hansel, stammt aus Ost-Berlin und ist das Ergebnis einer verpfuschten Geschlechtsumwandlung, die sie aus ihrer tristen Lage bringen sollte. Nun tourt sie chronisch erfolglos mit ihrer Punk-Bank "The Angry Inch" durch US-Staaten und verfolgt ihren Ex-Freund Tommy Gnosis, der Songs von ihr gestohlen hat und damit Karriere machte...

John Cameron Mitchells ("Shortbus") gelungene Leinwand-Adaption des gleichnahmigen Musicals bietet neben skurrilen Charakteren und sensationellen Kostümen und Settings auch jede Menge toller Songs irgendwo zwischen Queer-Punk, Rock´n Roll, Lady Gaga und Abba. Hedwig rockt die Hütte, die Geschichte ihres Lebens schwankt ständig zwischen humorvoll und tragisch und auch ansonsten ist der Film von kleineren Schönheitsfehlern abgesehen auch sehr gelungen. Obwohl nie im deutschen Raum erschienen, braucht sich "Hedwig and the Angry Inch" trotz Gender-Madness und Queer-Kiste aber auch nicht hinter vergleichbaren Werken wie "Spinal Tab" verstecken. Very :jogi: und sehr kurzweilig: 8/10
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Ricky

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Auweia! So sehr ich Francois Ozon normalerweise schätze, aber sein "Ricky" ist doch ein ganz seltsamer Film auf eine fremdschämende Weise und egal was der Streifen hätte werden sollen - es ist wohl nicht gelungen. Was mit tristen Bildern als Plattenbau-Drama beginnt, wandelt sich auf einmal ab der Mitte zu einem Art Märchen-Fantasy-Wasweißauchimmer-Dings und schrammt dann fortan immer an der Grenze der Lächerlichkeit entlang. Die ganze Sache mit dem fliegenden Baby ist auch irgendwie weder sonderlich unterhaltsam, noch lustig, noch hat es mich in irgendeiner Art und Weise berührt. Ein sehr schräger Film, der leider auf keiner Ebene funzt und trotz skurrilem Unterhaltungswert ein ziemlicher Griff ins Klo ist.

PS: man sollte sich halt auch keine Filme ansehen, die nach Nena-Songs benannt wurden... :?
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Game of Survival

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demnächst mehr im jeweiligen Fred! :)
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Arzt ohne Gewissen:

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Wie geil ist das denn? Skandal-Film! Re-Animator anno 1959! Ein skrupelloser Arzt, der mit einem Nazi-Kriegsverbrecher illegale Herztransplantationen vornimmt, zu einer Zeit, wo das noch der unethisch-medizinischen Utopie zugerechnet wurde. Zwar ist "Arzt ohne Gewissen" bei weiten nicht so cool oder explizit wie "Augen ohne Gesicht", aber für 1959 ist der Streifen schon ziemlich okay und überzeugt vor allem durch seine Darsteller wie Karin Baal als freudloses Freudenmädchen, welches als unfreiwillige Spenderin herhalten soll. Im Grunde dann eher gediegene Ware der harmlosen Art, aber die ganze Sause macht trotz unausgegorenem Drehbuch, das ständig zwischen Drama, Thriller, Horror und Sci-Fi schwankt, ziemlichen Spass: 7/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Black Swan

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Toller und ansprechender Paranoia-Thriller von Darren Aronofsky, der dann auch im positivsten Sinne genauso ausgefallen ist, wie ich ihn mir erhofft habe. Da stört selbst Miss Portman nur bedingt und auch wenn ich mich für Ballett ja auch nicht wirklich interessiere, ist der Streifen wirklich sehr fesselnd. Die Schönheit des Balletts wird einerseits zelebriert, dann auch wieder vollkommen zerstört und auch die Story mit dem übertriebenen Ehrgeiz, der bis an die Grenzen der Leidensfähigkeit und darüber hinaus führt, fand ich sehr gelungen. 9-10/10

Suspiria

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Ballett-Themenabend Pt. II - ohne viel Worte: 10/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Squirm

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In einer heftigen Gewitternacht knickt der Strommast einer Hochspannungsleitung und sorgt so dafür, dass ungeheure Mengen elektrischer Energie in den Boden gerät. Doch das hat ungeheure Folgen für das Gleichgewicht der Natur, als sich die Würmer einer naher Wurmfarm bemüßigt fühlen, auf einemal einen ungeheuren Appetit auf Menschenfleisch zu entwickeln. Doch davon ahnt der junge Mick nichts, als er seine Freundin Geri besuchen möchte und gerät so schon bald in mysteriöse Entwicklungen, in denen die Bewohner nacheinander der ekligen Masse zum Opfer fallen...

Wer mag denn schon Würmer? Ich nicht und vor solchen schleimig-schlatzigen Sachen graut es mir ja schon seit jeher. Und auch "Squirm" ist natürlich eine hübsch eklige Sache, auch wenn die Effekte des B-Movies am Ende doch leicht durchschaubar sind. Dennoch ist "Squirm" hübsch effektiv und hat wirklich ein paar herbe Momente, die etwas im Gegensatz zu den recht trashigen Darstellern stehen. Gibts ungekürzt wohl leider nur auf Boot, wobei meine Ami-DVD auch schon sehr billig zu bekommen ist und dankenswerterweise auch über englische Untertitel verfügt, da die Darsteller teilweise furchtbaren Hinterwäldler-Slang sprechen. Die Wurm-Sause macht schon viel Spass und ist für Fans von Tierhorror-Filmen aus der Siebziger-Kiste ist "Squirm" auch uneingeschränkt empfehlenswert.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Dario Argentos Word of Horror

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Leidlich gelungene Doku von Michele Soavi über das Schaffen von Dario Argento, dass nicht nur nahezu sämtliche Filme spoilert, sondern hauptsächlich auf die besten Szenen aus den unterschiedlichen Werken des italienischen Regisseurs setzt. Zwischendrin kommt zwar auch Argento und andere Personen zu Wort, doch Soavi macht den Fehler, dass er irgendwie jeglichen roten Faden in dem Streifen vermissen lässt und wild bei den Filmen hin- und herspringt. Irgendwann gehts dann mal um George A. Romero, Lamberto Bana und die Vietnam-Erlebnisse von Tom Savini (?), was ebenfalls nicht sonderlich viel Sinn in einer Argento-Doku macht. Da die deutsche DVD auch noch geschnitten ist, sollte man außerdem tunlichst auf eine ausländische VÖ ausweichen, die aber u.a. bei der englischen VÖ von Suspiria beiligt. Andereseits muss man das Teil wohl nicht sehen, da selbst für den Fan ziemlich mau ausgefallen ist.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Crash

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Hochgradig seltsamer und extrem spezieller Fetisch-Erotik-Thriller über vernarbte Körper, berstendes Metall und der Autounfall als ultimativen Höhepunkt des Geschlechtsaktes. Das seltsame Verhältnis von David Cronenberg zu veränderten Körperformen ist ja hinlänglich bekannt und auch "Crash" bietet menschliche Körper, bei denen Narben und Verletzungen zur Kunstform erklärt werden. Der Streifen ist dabei wirklich eher Kunstfilm und der Inhalt nebensächlich, aber dennoch konnte ich mich der Anziehungskraft dieses wuchtigen Streifens nicht entziehen. Versteh ich zwar nur teilweise - find ich aber trotzdem saugeil! :nick: /10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Wenn die Glocke 13 schlägt

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Fängt ganz gut an und ist auch über weite Teile auch gelungen, aber im laschen Finale verpufft die Spannung etwas und irgendwie fand ich den dann rückblickend auch nur teilweise gelungen. Schon solides Euro-Kino, aber irgendwie auch nicht mehr und die schicke Location in Santiago die Kompost-Nutella hätte man auch etwas mehr in den Vordergrund rücken können. So bleibt halt ein Schizo-Thriller im Künstler-Umfeld mit übernatürlicher Komponente, der zwar schon okay ist, wo aber auch viel mehr möglich gewesen wäre. 6/10
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