Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Bandh Darwaza

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Als die reiche Nevla nach fünf Jahren Ehe ihrem Mann noch immer keinen Stammhalter geschenkt hat, nimmt sie auf Anraten ihrer Angestellten Mahua die Dienste eines Dämonenkultes in Anspruch. Doch die Sache hat wie so oft einen Haken und Nevla muss das Versprechen geben, dem Kult das Kind zu opfern, falls es sich um ein Mädchen handelt. Als die kleine Kamya auf die Welt kommt, will Nevla von der Vereinbarung natürlich nichts mehr wissen und wird von Mahua vergiftet. Doch ihr Ehemann nimmt Rache und tötet das Monster des Kultes mit einem gezielten Stich in die Brust.

Die Jahre vergehen und Kamya ist zu einer jungen Frau herangewachsen, die sich in den attraktiven Kumar verliebt hat. Doch dieser hat nur Augen für die hübsche Sapna, die am Tag ihrer Ankunft jedoch zur Zufall mit dem bereits erwähnten Kult in Berührung kommt. Als Kamya auch noch entdeckt, dass sie bei Kumar chancenlos ist und auch von dem Kult erfährt, benutzt sie magische Kräfte um Kumar an sich zu binden und erweckt dadurch das Vampir-Monster wieder zum Leben, das nun gemeinsam mit seinen zahlreichen Anhängern grausame Rache nimmt...

Herrlich! Graf Dracula jagt Minimädchen im fernen Indien. Dazu wird natürlich wieder heftig gesungen und sich die Seele aus dem Leib getanzt. Bei der Frage nach dem exotischsten aller Film-Genre ist Bollywood-Horror natürlich ganz, ganz vorne dabei und auch bei meiner Sichtung bin ich wieder einmal aus dem Staunen nicht rausgekommen. Die Geschichte ist ziemlich wirr und eine Mischung aus Dracula und Herzschmerz-Liebesgeschichte mit Stalker-Einschlag. Das Vampir-Monster und die Höhle ist ziemlich stimmig ausgefallen, doch bevor Grusel-Stimmung aufkommt, wird jedesmal ein Liedchen angestimmt und die beiden Hauptdarsteller räkeln sich im Wasser. Das ist dann natürlich witzig und passt so überhaupt nicht für westliche Sehgewohnheiten. Der Rest ist ziemlich trashy, aber lustig und auch wenn der Film für seine Geschichte mit zweieinhalb Stunden Laufzeit einfach zu lang ist, so macht "Bandh Darwaza" für aufgeschlossene Zuschauer einfach großen Spass!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

A Serbian Film

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Alle paar Jahre gibt es Filme, die treffen den Nerv des Publikums so empfindlich, dass das alleinige Schildern von Inhalt und einzelnen Szenen den Ruf nach Verboten und Zensur laut werden lassen. "A Serbian Movie" ist defintiv einer dieser Filme, der seit Monaten die Wogen bis zu persönlichen Beschimpfungen und Drohungen so derart hochgehen lässt, dass ich mir - im Vergleich zu "Leben und Tod einer Pornobande" jetzt selber ein Bild von dem Streifen machen musste. Und sorry, aber wie doof ist eigentlich das einschlägige Horrorpublikum im allgemeinen, wenn in Bezug auf den Film Meldungen wie "den sollte man strafrechtlich verbieten, weil das könnte ja jemand tatsächlich geil finden..." kommen. Das zeugt davon, dass der Regisseur Srdjan Spasojevic wohl der (von mir eingeschätzten) Intention seines Werkes gerecht geworden ist.

Der Streifen ist meines Erachtens ein absolut pessismistischer Kommentar zu einer verkommenen Gesellschaft, die aufgrund akuter Reizüberflutung nach immer härteren Kicks sucht und portraitiert gleichzeitig die Bevölkerung eines Landes, dass seine eigenen Kinder in den Krieg geschickt hat. Ein korruptes Land, das nach dem Krieg auch heutzutage größtenteils nur Verlierer kennt und das sich nun auf diese Weise künstlerisch auf sehr drastische Weise seiner eigenen Vergangenheit stellt. Wer über "A Serbian Movie" schimpft, hat ihn garantiert nicht gesehen und wer ihn verstehen will, sollte seine optimistische Selbstschutz-Schönwetterbrille zur politischen und gesellschaftlichen Lage schleunigst im Müll entsorgen. Sicherlich schießt "A Serbian Movie" auch weit über sein Ziel hinaus und die (offensichtlich sehr) getrickste Szene mit dem Baby hätte man sich getrost schenken können - erträglicher wäre der Film aber dennoch nicht geworden. This is Hardcore!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Made in Serbia

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Nenad Bekvalac ist auf der Suche nach seiner Ex-Freundin. Kürzlich hat er ein Pornovideo gesehen, in dem sie mitspielt. Nun will er sie finden und selbst so ein Filmchen mit ihr drehen. Auf seiner Suche lernt er die „Größen“ und „Loser“ der serbischen Pornoindustrie kennen und was es mit diesem Gewerbe sonst noch auf sich hat.
Unter dieser Storyline führt uns Nenad durch Serbien und Ungarn. Die grotesken Bilder laden zum Schmunzeln und Lachen ein, die Geschichten hinter den Kulissen dagegen machen nachdenklich und hält der Gesellschaft und dem ganzen damaligen Regime einen Spiegel vor die Nase. (quelle: ofdb.de)

Etwas seltsame aber nicht uncharmante Dokumentation, die wohl bewusst ganz cheap und trashy gehalten ist. Die Rahmengeschichte über die Suche nach der Ex bietet genug Raum um die serbische Fleischfilm-Industrie von ihren Anfängen bis zum Jahre 2005 zu portraitieren. Dabei wird recht freizügig und lustig zur Sache gegangen und das Schmunzeln bleibt nicht aus, wenn die bekanntesten Regisseure, (hässliche) Darsteller und Verleger zu Wort kommen, die unter skurrilen Umständen drehen und es trotzdem nie über Amateurproduktionen hinaus geschafft haben. Dann kippt jedoch die ganze Szenerie und es werden Amateur-Darsteller gezeigt, die bettelarm sind und vor der Kamera vögeln und sogar die Anfeindungen von Nachbarn in Kauf nehmen um ihre Familie zu ernähren. Das ist dann natürlich die Kehrseite der Madaille, weniger lustig und stimmt den Zuschauer eher traurig. Sowas im Jahre 2005 und gar nicht mal so weit entfernt ist dann doch etwas seltsam an und passt so gar nicht zu unserer Wohlstandsgesellschaft. Dennoch ist "Made in Serbia" interessant und unterhaltsam und eine gelungene MIschung aus Doku, Porno, Komödie, Ulrich-Seidl-Drama und Sozialstudie.


The Baby

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Der Sohn von Mrs. Wadsworth ist zwar körperlich ausgewachsen, hört jedoch auf den Namen "Baby" und kann weder sprechen noch gehen und agiert auch ansonsten wie ein Baby. Als die engagierte Sozialarbeiterin Ann auf den bizarren Fall aufmerksam wird, beschließt sie, die Ursache des seltsamen Verhaltens zu erforschen und entdeckt, dass der junge Mann von seiner Mutter und seinen Schwestern in seiner Entwicklung gewaltsam gehemmt und entmenschlicht wird. Als Ann den jungen Mann aus seiner Lage befreien möchte, setzt sich die Familie jedoch zur Wehr und schon bald befindet sich die Sozialarbeiterin in größter Gefahr...

Hochgradig seltsames Horror-Drama über eine seltsame Familie, dass sich ständig noch seltsamer entwickelt und in einem absolut bizarren Finale gipfelt, dass man schon gesehen haben sollte. Strange Filme gibt es ja viele, aber "The Baby" zählt sicher zu den ungewöhnlichsten Streifen, die jemals das Licht der großen Leinwand erblicken durften. Ursprünglich empfohlen von einem sehr netten Menschen namens Dän the Män, wusste ich nach 10 Minuten, dass der Film in die Sammlung wandern muss. Zufälligerweise hat "Severin" den Streifen dann auch Anfang Juli 2011 auf DVD veröffentlich und bietet Ted Posts Streifen nun auch in sehr guter Bildqualität. Über den Inhalt wird natürlich nicht viel verraten, aber "The Baby" ist sicher eine meiner Entdeckungen des Jahres. "Grindhouse made in Hollywood" mit eindrucksvollen Darbietungen, unglaublicher Story und einem unvorhersehbaren Schocker-Finale!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Nightmares

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Schauspielerin Helen hat im Kindesalter den Unfalltod ihrer Mutter mitverschuldet und ist seitdem etwas irre. Das hindert die hübsche Frau aber nicht, Theaterschauspielerin zu werden und in einer extravaganten Produktion eines ambitionierten Regisseurs mitzuwirken. Doch die Vergangenheit holt Helen ein, als sie sich in einen Kollegen verliebt und schon bald geschehen im Umfeld der Truppe und auch im Theater bizarre Morde...

Brutaler und recht freizügiger Slasher aus Down Under, der eigentlich gar nicht so doof daherkommt, aber leider über eine ziemlich doofe Story verfügt. Bei "Nightmare" weiß man von der ersten Sekunde, wer für die blutigen Morde zuständig ist und daher hält sich die Spannung auch arg in Grenzen. Dabei wäre der Aussie-Slasher gar nicht so verkehrt und verfügt über gelungene Settings und sympathische Darsteller. Das hilft dem Teil aber auch nicht über das untere Mittelmaß hinaus. Kein Highlight und 4,5/10


Chatroom

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Der smarte William eröffnet in den unendlichen Welten des WWW einen Chatroom, in dem sich schon bald 4 weitere Jugendliche aus London zusammenfinden. Zuerst sind die Gespräche recht oberflächlich, doch schon bald beginnen die jungen Leute von ihren Sorgen und Nöten zu berichten. Daraufhin beginnt William die anderen bewusst zu manipulieren und in der realen Welt Dinge zu tun, die zunehmend Einfluss auf ihr Leben haben. Doch das eigentliche Opfer von William ist der labile Jim, mit dem der durchtriebene William etwas ganz besonderes vor hat: ihn in den Selbstmord zu treiben...

Durchschnittlicher, aber nicht uninteressanter Teen-Thriller von Ringu-Regisseur Hideo Nakata über die Schattenseiten des World-Wide-Webs inklusive Cyber-Mobbing und -stalking. "Chatroom" verfügt über eine sehr schöne Optik und auch die Idee, das WWW als Art Hotel mit unterschiedlichsten Zimmer darzustellen ist eigentlich sehr gelungen. Leider sind die Figuren etwas arg klischeehaft und bleiben zudem auch noch recht oberflächlich. So bleibt der Streifen stets vorhersehbar, mässig spannend und doch hinter meinen Erwartungen zurück, was doch irgendwie schade ist. Aus dem brand-aktuellen Thema hätte man trotz gelungener Optik ja doch etwas mehr rausholen können: 6-7/10
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Sennentuntschi

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Sen-sa-tion-ell! So lange solche Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren. Michael Steiner zaubert nach einer Schweizer Sage doch tatsächlich den besten Genre-Film (nicht, dass ich noch weitere kennen würde), der wohl jemals aus dem Land der Schoggi und Alphörner gekommen ist. Kurzweilige und absolut stimmige Mischung aus Horror, Drama, Thriller, Mystery und abgründigen Heimatfilm, der von der ersten Minute an bis zum unvorhersehbaren Finale absolut packend ausgefallen ist. Spannende Geschichte, tolle Darsteller, atemberaubende Bilder und sowieso und überhaupt unerwartet gut! Wer die Möglichkeit hat, den auf der großen Leinwand zu sehen, sollte davon unbedingt Gebrauch machen. Hammer!!!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

9 Dead Gay Guys

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Der aus Belfast stammende irische Hetero Kenny folgt seinem Freund Byron nach London. Doch statt dem vermeintlich guten Job und der schicken Wohnung hält sich dieser mit bezahlten Blowjobs in einem Schwulen-Pub über Wasser. Kenny ist zwar schockiert, muss aber schon bald erkennen, dass die Straßen der Stadt nicht mit Gold gepflastert sind und auch sonst niemand auf ihn gewartet hat. Also tut er es seinem Freund gleich und ist schon bald voll in seinem Element. Als Byron eines Abends erfährt, dass ein Typ namens "The Queen" ermordet wurde, erzählt er Kenny die sagen-umwobene Geschichte des "Golders Green", einem orthodoxen Juden, der zu Hause eine Matratze voller Geldscheine haben soll, aus dem er dann freigiebig an seine Lover verteilt. Die beiden beschließen "Golders Green" auszurauben und stecken schon bald mitten in einem turbulenten Kriminalfall, in dem andere Schwule, eine gewaltbereite Lesbe und ein notgeiler Zwerg eine Rolle spielen...

OMG! Hochgradig politisch unkorrekte Krimi-Komödie aus England aus dem Jahre 2002, in dem ohne Rücksicht auf Verluste über schwule Klischees, urbane Mythen, Heten, Lesben und sonstige Stereotypen hergezogen wird. Das Ganze agiert immer hübsch an der Grenze zur Geschmacklosigkeit (und manchmal auch etwas darüber hinaus) und auch sehr temporeich inszeniert und statt nackter Haut gibts eher derbe Sprüche und absolut groteske Situationskomik. Heterosexuellen Zuschauern wird das nüchtern vermutlich viel zu wild sein, aber ich hab mich gestern herrlich amüsiert. 8/10 Punkten
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Nachtblende

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Der smarte Paul ist verheiratet, hat zwei Kinder, eine erfolgreiche Karriere als Anwalt und ein schickes Designerhaus am Land mit Autos der Luxusklasse. Als sich seine Frau jedoch emotional immer mehr von ihm distanziert, findet Paul heraus, dass diese eine Affäre mit dem Nachbarn und Fotografen Gregoire hat und als er ihn zur Rede stellt, kommt es zu einem kurzen Handgemenge und der Nebenbuhler stürzt so unglücklich, dass er stirbt. Anstatt sich bei der Polizei zu stellen, lässt er die Leiche verschwinden, inszeniert seinen eigenen Tod und flieht unter der Identität des Fotografen nach Montenegro. Doch entdeckt er die Fotografie und wird von einem Zeitungsverleger entdeckt, der von den Fotos des mysteriösen Mannes begeistert ist. Als seine Fotos zunehmend ein größeres Publikum finden beginnt aber auch zunehmend die Tarnung zu bröckeln und Paul steht neuerlich vor einer Entscheidung...

Französisches Drama nach einem Roman von Douglas Kennedy über einen Mann, der in einem erfolgreiches Leben in einem vorgegebenen Rahmen lebt, dass er so nie haben wollte und ein Unglück ausnützt, um anderswo ein neues, kreatives Leben zu beginnen. Doch nach seiner Flucht lassen sich die Geister der Vergangenheit nicht so leicht abschütteln und als er durch sein Hobby zunehmende Bekanntheit erlangt, beginnt alles von Vorne. Schick und sehr schön in Szene gesetzt ist die Geschichte zwar eher Arthouse-Psychodrama als Thriller, dennoch ist "Nachtblende" auch vor allem aufgrund der eindringlichen Darstellung von Romain Duris und den wunderbaren Bildern ein gelungener Streifen geworden. 8/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Chefs Leckerbissen

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Maxi ist der ambitionierte und schwuchtelig-sympathische Koch eines mehr schlecht als recht gehenden Lokals in dem Madrider Szeneviertel Chueca. Als er sich in den ungeouteten Nachbarn verliebt und ein Stern im Michelin-Führer winkt, scheinen sich die großen Träume des etwas impulsiven Mannes zu erfüllen. Doch dann stehen auf einmal seine beiden Kinder aus früherer Ehe vor der Tür, seine durchgeknallte Oberkellnerin verliebt sich auch noch in seinen Lover und alles geht unweigerlich den Bach hinunter...

Humorvoller und sehr sympathischer Streifen aus Spanien, der in der Geschichte an den deutschen "Bella Martha" erinnert, aber die Geschichte wesentlich farbenfroher, witziger bietet. "Chefs Leckerbissen" ist voller skurriler Momente und liebenswerte Charaktere und macht von der ersten Minute an wirklich gute Laune. Mit den beiden Schauspielern Javier Camara und Lola Duenas hat man auch ein klasse Gespann gefunden, dass man aus diversen Almodovar-Filmen kennt und auch Chus Lampreave gibt sich die Ehre! Tolle sommerliche Komödie und 8/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Devil

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Gelungener Mystery-Thriller, der überraschend gut funktioniert und trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit stets unterhaltsam bleibt. Die sehr hübsche Kameraarbeit und gelungenen Bilder lenken jedenfalls davon ab, dass die moralingesäuerte Geschichte irgendwie schon für´n Arsch ist. Aber wenn dieser M. Night Shyamalan seine Finger im Spiel hat, muss halt auch immer was Lebensbejahendes dabei rauskommen. Zum Erschrecken gibts in "Devil" aber immer noch genugt und die ein oder andere blutige Szene gibt es auch zu bewundern. Solide Unterhaltung/Handwerk für den Einmal-Konsum: 7/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Beitrag von jogiwan »

Intacto:

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Gestern gleich im Player gelandet und für gut befunden. Geplättet hat mich der Streifen allerdings nicht, obwohl er optisch wirklich sehr schön daherkommt. Die Geschichte ist zwar von der Idee her originell, aber so richtig hat sie mich nicht gepackt und auch die Charaktere fand ich teils etwas eindimensional. Aber auch wenn "Intacto" von Regisseur Fressnapfdildo am Ende auch wirklich ein paar Längen hat, so kann man den Streifen doch gut gucken und danke dem Vinzschi für den Tipp: 7/10
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