
Etwas langweiliger, aber dafür umso bedeutungsschwangerer Versuch eines christlichen Horrorstreifens über eine drohende Apokalypse und dessen düstere Vorzeichen. Ich halte ja generell nicht so viel von der Thematik und die Botschaft des Streifens wird ja auch nicht gerade auf die subtile Methode übermittelt. Leider ist „Das siebte Zeichen“ aber auch nicht wirklich spannend und wieder mal erwischt es eine „Ungläubige“, die die Existenz einer höheren Macht auf die harte Tour lernen muss und letztlich vor ganz große Aufgaben gestellt wird. So richtig gut muss man das dann auch nicht finden, aber andererseits habe ich schon vor langer Zeit aufgehört, mich über derartige Dinge und Ansagen aufzuregen. Soll aber jeder glauben was er mag und wenn jemand daran glaubt, dass demnächst die Welt untergeht, weil wir uns mit unserem lasterhaften Ego-Verhalten den Zorn Gottes zugezogen haben, möge vielleicht mal ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen. Unterm Strich bleibt ein Symbol-überladener Streifen mit einer Prise Horror, der mit seiner Geschichte auch niemanden aus den Latschen kippen lässt.
Das Geheimnis der Burg in den Karpaten

Seltsame Jules Verne Verfilmung, die zwar optisch und von der Ausstattung her sehr schön daherkommt, aber inhaltlich ganz seltsame Wege einschlägt. So ist der Streifen von einem eher dümmlichen Slapstick-Humor und unmotivierten Gesangseinlagen durchzogen, was der eigentlichen Geschichte auch nicht sonderlich zuträglich ist. Man konnte sich wohl nicht so recht entscheiden, ob man jetzt eine Komödie, Parodie, tschechischen Märchenfilm oder handelsüblichen Abenteuerfilm nach Jules Verne-Motiven drehen wollte und hat dann irgendetwas abgeliefert, was dann wohl auch so niemanden mehr richtig zufrieden stellen wird. Der tuntige Graf, der dümmliche Förster und der gar so üble Schurke sind hoffnungslos überzeichnet und auch die restlichen Friguren aus dem Kuriositätenkabinett geben sich redlich Mühe immer hübsch over-the-Top zu agieren. Würde sich der Humor-Anteil auf Null bewegen, wäre „Das Geheimnis der Burg in den Karpaten“ wohl wirklich ein toller Film geworden, aber so ist der ganze Streifen ziemlich doof und schrammt auch nur aufgrund seiner Ausstattung und lustigen Ideen (u.a. hat auch Animationskünstler Jan Svankmajer am Set-Design mitgearbeitet) knapp am Ärgernis vorbei.














