Rape`n Revenge Double-Fiasko:
Savage Vengeance:
Jennifer wird eines Tages im Wand von 4 Männern vergewaltigt und rächt sich wenig später grausam an ihren Peinigern. Dennoch wird sie von Gericht freigesprochen und führt fünf Jahre später ein halbwegs normales Leben, bis sie eines Tages auf der Uni von ihrem Jura-Professor erkannt wird. Daraufhin fährt sie mit ihrer besten Freundin Sam ein paar Tage in Urlaub, wo diese prompt in die Hände zweier degenerierter Männer fällt. Sam wird vergewaltigt und ermordet und auch Jennifer gerät in die Gewalt der Sexualverbrecher. Doch Jennifer übersteht neuerlich die Tortur und kauft Motorsäge und Waffe, um sich abermals an ihren Peinigern zu rächen.
Eigentlich sehr doofe "Direct-to-Video"- und Ultra-Low-Budget-Produktion von Donald Farmer, die sich recht unverhohlen als Sequel zu "I spit on your Grave" positioniert, ohne nicht einmal ansatzweise dessen Qualitäten zu erreichen. Eine Handlung ist in dem 65minütigen Werk auch nur rudimentär vorhanden und alles ist von Anfang bis zum fragwürdigen Ende so derart diletantisch in Szene gesetzt, sodass man sich wundern muss, wie Herr Farmer noch weitere Filme realisieren konnte. Zwar wird hin und wieder etwas geschmoddert, aber auch der finale und unsachgemäße Einsatz einer Kettensäge reißt hier dann nichts mehr raus. Camille Keaton war wohl ebenfalls wenig begeistert, dass in den originalen End-Credits ihr richtiger Name gar nicht aufscheint. Die Qualität der Ami-DVD aus dem Hause "Massacre Video" ist ebenfalls schlichtweg katastrophal, sodass man über diesen entbehrlichen Rape'n Revenger eigentlich dann auch nur noch den Mantel des Schweigens hüllen kann...
Hora
Um an einem neuen Buch zu arbeiten zieht sich die junge Schriftstellerin Rikke in das kleine Häuschen ihres Vaters zurück, dass sich in einer abgelegenen Region Norwegens befindet. Da die Elektrik des Hauses beschädigt ist, fordert sie über eine Service-Hotline einen Techniker an, der sich alsbald als längst vergangene Jugendliebe der Schreiberin offenbart. Während dieser auch wieder sofort Feuer und Flamme für die junge Frau ist und sie fortlaufend bedrängt, reagiert Rikke abweisend und als sie auch ein Geschenk schroff zurückweist, kehrt der Mann mit seinem Freunden zurück, um der vermeintlichen "Hure" eine gehörige Lektion zu verpassen...
Dumm-dreistes Werk, dass sich ebenfalls recht unverhohlen an "I spit on your Grave" und der derzeit sehr populären "Grindhouse"-Welle orientiert. Die Geschichte von Meir Zachis Werk wird im Grunde 1:1 nacherzählt und dem Film neben dem vollkommen unsinnigen Verblurren von Markennamen (?) auch noch ein Pseudo-cooler Grindhouse-Look inklusive S/W-Sequenzen, Filmrissen, Cigarette-Burn-Marks bis hin zu "Missing Reel" verpasst, was mit fortschreitender Handlung eher nervig ist. Weil das aber alles noch immer nicht reicht, gibt es dann auch eine handvoll weiterer Geschmacklosigkeiten, die u.a. auch in den Bereich sexueller Verstümmelung gehen und so auch die erhöhte Aufmerksamkeit des einschlägigen Publikums garantieren. Bei irgendeinem Hinterhof-Filmfestival wurde dann auch schon ein Preis abgeräumt und aus einem wurde man verbannt, was aber wohl mit dem mangelnden Talent und weniger mit dem Inhalt zu tun hatte. "Hora" ist die Kehrseite der Medaille, wenn Filmfans ihre Werke realisieren wollen, ein sicherer Kanditat für die deutschen Gerichte und wird wohl dennoch mit Billigst-Synchro irgendwann auch als vollkommen überteuertes und natürlich limitiertes Mediabook erscheinen.