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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Di 21. Mai 2013, 16:34
von jogiwan
Monster in the Closet

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Beschränkt gelungene und familientaugilche Hommage an die Monsterfilme der 50er-Jahre, die so irgendwie gar nicht in die Puschen kommt und mich auch nicht wirklich begeistern konnte. Irgendwie würde ich "Überfall im Wandschrank" ja schon aufgrund des gelungenen Monsters eine bessere Berwertung geben, aber die Inszenierung ist mindestens so lahm, wie die spärlich vorhandenen Gags und die überzeichneten Charaktere gingen mir ebenfalls mit zunehmender Laufzeit auch etwas arg auf den Nerv. Zwar hat der Streifen seine Momente und das Ende ist dann irgendwie schon wieder lustig, aber bis dahin ist Bob Dahlins Streifen so dröge ausgefallen, dass der Streifen mehrmals kurz an der Kippe stand. Irgendwie schade, da die Ansätze wirklich gut sind und das Ganze dann größtenteils ungenutzt verpufft.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 26. Mai 2013, 11:35
von jogiwan
Postinganzahlschonende Zusammenfassung der letzten Tage:

7 Psychos

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Schwarzhumorige und überraschend (hallo FSK16???) blutige Komödie über einen abgehalfterten Drehbuchschreiber und einer handvoll Psychopathen, in dem naturgemäß schon bald alles aus dem Ruder läuft. Die Geschichte ist immer hübsch überdreht und over-the-Top und der Streifen dabei recht unterhaltsam. Alles "Tarantino-esk" im besten Sinne des Wortes und die zahlreichen Stars haben an der abgeschmackten Sause auch richtig Spaß. Zwar ist der etwas vorhersehbare "7 Psychos" nicht immer ganz rund ausgefallen und mit 110 Minuten vielleicht auch etwas zu lange geraten, aber trotzdem macht Martin McDonaghs Streifen einfach Spaß und sorgt trotz bitterbösen Inhalt, abgehackten Händen und zerplatzenden Köpfen für gute Laune.

Armee der Finsternis

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Temporeicher Horrorklamauk und abschließender Teil der "Tanz der Teufel"-Trilogie, der mit dem grimmigen Auftakt auch nicht mehr viel gemein hat und für meine Verhältnisse auch etwas zu überdreht zu Werke geht. Für Bruce Campbell-Fans ist "Armee der Finsternis" natürlich eine Offenbarung, bekommen diese ihren Helden ja gleich in mehrfacher Ausführung präsentiert. Raimi kann ebenfalls aus dem Vollen schöpfen und präsentiert von Latex-Masken bis hin zu Stop-Motion-Effekte auch allerlei hübsche FX und auch die rasanten Kamerfahrten aus dem ersten Teil werden veralbert. Eine lustige Geisterbahnfahrt, die aber wenig Nachhaltiges bietet und die neue BR-Disk mit dem "Ultimate Directors Cut" aus dem Hause Koch präsentiert die ganze Sause nun mit alternativen Ende in eigentlich überraschend durchschnittlicher Qualität, die Pixel-Fetischisten wohl nicht zufriedenstellen wird.

Modus Anomali

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Also mich hat "Modus Anomali" nicht wirklich überzeugt. Zuerst irrt ein man knapp 40 Minuten durch einen Wald, wobei er anscheinend nur immer die gleiche Strecke abläuft und dann kommt natürlich alles anders. Der Plottwist bzw. "das teuflische Ende" kündigt sich dabei schon mit Pauken und Trompeten an und wirkt dann auch recht plump. Das Ende lässt dabei dann auch den Anfang in einem anderen Licht erscheinen und ist von der Idee her nicht schlecht - die lahme und auf international getrimmte Umsetzung, die ein Mitfiebern verhindert macht den Streifen dann aber eher zu einem zwiespältigen Vergnügen. Das mitgelieferte und ebenfalls etwas seltsame Interview mit Regisseur Joko Anwar outet diesen als großen David Lynch-Fan, aber da muss der werte Mann wohl noch ein bisschen arg viel dazu lernen. Konstruiertes und anstregendes Möchtegern-Psychothriller über menschliche Abgründe, der aber so mau ausgefallen ist, dass man danach eigentlich keine Lust hat, sich damit tiefergehend zu beschäftigen...

Mad Foxes

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Noch immer der beste Film der Welt: Niemals zuvor und danach wurde die Spirale der Gewalt eindringlicher auf Zelluloid gebannt - nie wieder trafen Gutbürgerlichkeit, Anstand und motorradrockender Anarchismus so derart schroff aneinander. Nie wieder rappelte es mehr in der Kiste und nie wieder flogen die Toiletten so derart tief. Eine verhinderte Defloration als Auslöser eines beispiellosen Massakers, dass den Zuschauer zwangsläufig über den tieferen Sinn des Lebens nachdenken lässt. Aber gibt es ihn überhaupt und warum zum Teufel hat Hal sein eigenes Getränkeschließfach? Warum tanzt man unbeschwerten Rock'n Roll und warum wird die ganze Sause am Ende gar so existenziell? Fragen über Fragen, die dieses Meisterwerk der Filmgeschichte aufwirft und selbst bei der x-ten Sichtung noch immer nicht beantworten kann...

Fraktus

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Humorvolle Doku über den wahren Ursprung der Technobewegung und eine lustige Persiflage auf das elektronische Musikbusiness und Reunions alternder Egozentriker mit viel Musik und bekannten Gesichtern, die hier ihre Statements abgeben. Als Fake-Doku funzt das grandios und der Streifen sorgt mit aberwitzigen Momenten auch immer dafür, dass alle ihr Fett abbekommen. Zwar hält "Fraktus" nicht ganz das Tempo des Beginns, ist aber insgesamt gesehen eine sehr launige und detailverliebte Sache, die auch allerlei Geschütze auffährt und vor allem unser Ugo sollte sich das Finale mal genauer ansehen. Lustige Sache, die als Fan elektronischer Musik gleich noch besser funktioniert! Ich kann mich unserem Karli nur anschließen: unbedingt ansehen!

The Warriors

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:prost:

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Di 28. Mai 2013, 08:43
von jogiwan
Die Meute

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Effektiver Tier-Horrorstreifen über eine Hundemeute, die sich auf einer abgelegenen und eigentlich idyllischen Insel zusammenrottet und ausgehungert schon bald hinter allem her ist, was Fleisch auf den Rippen hat. Die An- und Übergriffe der Hunde sind dabei sehr authentisch ausgefallen und offensichtilch wurde auch ohne künstliche Effekte gearbeitet. Die Wuffis wurden jedenfalls hübsch auf Tollwut getrimmt und wenn der top-gecastete Anführer der Meute zu Knurren beginnt, kann es einem schon kalt über den Rücken laufen. Dagegen stinken die menschlichen Darsteller fast ein bissl ab, auch wenn Joe Don Baker hier ausnahmsweise mal als Sympathieträger agieren darf. Unterm Strich ein packender Streifen, der trotz teils etwas oberflächlicher Charaktere überraschend gut funktioniert und mir als erklärter Tierhorror-Fan auch sehr gut gefallen hat. Super!

Romance 2 - Anatomie einer Frau

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Wenn eine weibliche Skandal-Regisseurin der Männerwelt die Angst vor dem weiblichen Menstruationsblut nehmen möchte und dabei gar explizit zu Werke geht, dann ist man als kleiner Homo wohl definitiv nicht in der angepeilten Zielgruppe zu finden. "Anatomy of Hell" ist natürlich komplett auf kontrovers gebürstet und es wird nicht nur überrall herumgefingerlt und Körperflüssigkeiten jeglicher Art präsentiert, sondern es gibt auch noch allerlei anderes Zeugs, dass man eigentlich nicht sehen möchte. Mit seltsamen Dialogen und noch seltsameren Figuren schießt die Regisseurin auch über das Ziel hinaus und wenn es nur darum geht, einen Film zu schaffen, der auf breite Ablehnung stößt, dann hat Breillat wohl ihr Ziel erreicht. Auf gezielte Provokationen und plakative Schocks hab ich aber schon immer gelassen reagiert und der Streifen lässt einen von der Thematik auch eher unberührt. Netter Versuch, Cathy!

Puppetmaster 1 (Blu-Ray)

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je öfter ich den seh, desto mehr mag ich den...

Maniac 2012

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Eigentlich recht solides Update des Originals, bei dem sich auch Herr Wood recht passabel schlägt. Was mir jedoch nicht ganz so gut gefallen hat, ist die gewöhnungsbedürftige Erzählweise aus der Sicht des Killers, die auch dessen manische Anfälle und Zwänge simuliert. Jedenfalls bekommt man den Ex-Hobbit überraschend wenig zu Gesicht und daher ist der Widerspruch zwischen körperlicher Statur und Gewaltausübung nicht ganz so krass wie im Vorfeld befürchtet. "Maniac" ist dann auch überraschend herb ausgefallen und bietet die ein- oder andere sehr böse Szene. Trotz Hochglanz-Optik wirkt das Remake dann auch gar nicht mal so klinisch wie befürchtet und pendelt sich im oberen Mittelfeld ein. Kein absolutes Highlight, aber wenn alle Remakes so respektvoll ausfallen würden, wäre die Welt wohl ein klein wenig besser!

Maniac 1980

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Durch das Remake auch gleich Lust auf das Original bekommen. Zum Film muss ist ja eigentlch auch schon alles gesagt worden und das Original gefällt mir auch einen Ticken besser, weil Spinell imho einfach der glaubwürdigere Serienkiller ist. Mich überrascht auch immer wieder die Brutalität des Streifens, die dem Remake ja um wenig nachsteht. Düsteres 80er-Horrorkino und Psychogramm einer gequälten Triebtäter-Seele, für das man wohl auch keinen besserer Darsteller hätte wählen können. Unbequemes Foren-Pflichtprogramm, dass man auch gern mal auf der großen Leinwand sehen würde.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 30. Mai 2013, 09:50
von jogiwan
Chillerama

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Eigentlich recht lustige Partyfilmchen, dass schon recht dreist auf das Prädikat Kultfilm getrimmt ist und dabei mitunter doch etwas zu bemüht wirkt und etwas über das Ziel hinausschießt. "Wadzilla" ist eine großartige Hommage auf 50er Jahre Monsterfilme und "I was a Teenage Werebear" hat mir mit seiner queeren Mischung aus "Grease", "Twilight" und "Teenwolf" samt Gesangseinlagen trotz etwas zu langer Laufzeit ebenfalls sehr gut gefallen. Mit Adam Greens "Diary of Anne Frankenstein" wirds dann noch einen Ticken geschmackloser, was angesichts einiger haarsträubenden Ideen noch zu verzeihen wäre, ehe sich der Film unnötigerweise auf absolutes Scheisshaus-Niveau begibt. Insgesamt gesehen schon eine lustige Sache mit wenigen Schwachpunkten, die dann jedoch umso drastischer ins Gewicht fallen und gar nicht nötig gewesen wären. Über weite Strecken hinweg fühlte ich mich dennoch bestens unterhalten und insgesamt ist "Chillerama" dann auch gelungen und sollte abgeschmackten Horrorfilmfans mit Hang zum Trash ebenfalls gefallen.

Sex and the City / Staffel 2

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Mittlerweile sind wir schon in der zweiten Staffel angelagt und die Serie mit seinem ganzen Trash-Appel, Lokalkolorit und skurrilen Figuren ist einfach ein sehr spassiges Vergnügnen. Das Frauen- und Männerbild wirkt knapp 15 Jahre nach der Entstehung doch etwas fraglich und irgendwie hat man das zur Zeit der Entstehung gar nicht so mitbekommen, dass die Frauen so materialistisch und die Männer so machohaft inszeniert wurden. Die zweite Staffel legt den Schwerpunkt statt der Dramatik späterer Staffeln auch eher auf Witz und sexuelle Themen und die Episoden sind so kurz und knackig inszeniert, dass man immer noch eine weitere gucken mag.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Fr 31. Mai 2013, 09:21
von jogiwan
Timecrimes

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Auch die wiederholte Sichtung von Nacho Vigalondos Zeitreise-Thrillerdrama bringt die Gehirnwindungen noch immer kräuseln und überzeugt mit einem minimalistischen Setting ohne großartige Effekte und relativ kleinem Zeitfenster für ordentlich Spannung. Ich wusste bei der ersten Sichtung dank spanischer DVD ja nicht einmal, um was es geht und war dann vollkommend geplättet. Aber selbst wenn man von der Zeitreise-Thematik weiß, ist "Timecrimes" immer noch eine kleine Perle!

Rat Scratch Fever:

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Eine Mission auf einem bislang unbekannten Mars-Mond läuft völlig aus dem Ruder, als die Crew von riesigen Ratten angegriffen und entsprechend dezimiert wird. Nur Astronautin Sonja gelingt im letzten Moment die Flucht ins Raumschiff, in welches es jedoch dummerweise auch kleine Rattenbabys geschafft haben. Obwohl das verseuchte Raumschiff abgeschossen wird, schafft es Sonja mit einer Rettungskapsel auf die Erde, wo sie sich nicht nur in ein blutgieriges Wesen verwandelt, sondern sich auch noch die Ratten ausbreiten. Obwohl das Militär hinter ihr her ist, schafft sie es mit der Hilfe ihres ahnungslosen Freundes sogar nach Los Angeles, das jedoch nicht auf die übergroße Rattenplage vorbereit ist...

Sensationell sensationeller Sci-Fi-Trashfilm, bei dem man aus dem Stauen nicht mehr rauskommt. Gabs am Tag zuvor bei dem auf Trashkult getrimmten "Chillerama" bereits haufenweise schlechte Effekte, setzt Jeff Leroy hier noch mühelos einen drauf und fährt Effekte auf, dass einem die Ohren, Kieferknochen und Gehirnlappen schlackern. Herrliche Strobo-Effekte aus dem Rechner, liebenswerte Miniaturen, echte Ratten und sämtliche Gerätschaften aus dem "Toys R us". Dennoch ist die düstere Sci-Fi-Sause im Vergleich zu anderen Werken aus diesen Tagen mit einem tierischen Ernst, temporeich und auch recht blutig umgesetzt, was dem Ganzen gleich noch mehr Spaß verleiht. Würde unser Reinifilm "Rat Scratch Fever" zu Gesicht bekommen, müsste man ihn anschließend wohl aus dem Lachkoma reanimieren. Unsere kleine Filmrunde hatte schon lange nicht mehr so großen Spass, teils Tränen in den Augen und so oft zurückgespult wurde ebenfalls schon lange nicht mehr. Wenn mich in Zukunft jemand fragt, was den einen richtig guten, neuzeitlichen Trashfilm ausmacht, werde ich dem wohl eine Kopie des Filmes in die Hand drücken und ich würde fast soweit gehen und behaupten, dass "Rat Scratch Fever" wohl DER Trashfilm überhaupt ist.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Sa 1. Jun 2013, 09:56
von jogiwan
The Tall Man

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Ungewöhnlich erzähltes Mystery-Drama von Pascal Laugier, der hier - zum Glück - die zahlreichen Erwartungen des "Martyrs"-Publikums wohl nicht annähernd getroffen hat. Anders kann man sich die unbegründet negativen Kritiken auch nicht erklären, da "Tall Man" schon zu den interessanteren Werken der letzten Jahre zählt. "The Tall Man" bietet neben einer ungeschminkt-wirkenden Jessica Biel eine eher sehr traurige und leider aktuelle Geschichte mit wahrem Kern, mit der dann ein blutdürstiger Horrorfan wohl auch weniger anfangen kann. Auf Gore oder Schockmomente wartet man jedenfalls vergeblich und auch die etwas sprunghafte Erzählweise dürfte nicht jedem munden. Am Ende ist man dann auch irgendwie als Zuschauer in der Zwickmühle und dass der Streifen dann auch die ganze Nacht in meinem Kopf herumgespukt hat, spricht ebenfalls für dessen Qualitäten.

Ein Zombie hing am Glockenseil

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wiederholte Erneutsichtung ;)

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: So 2. Jun 2013, 09:54
von jogiwan
Texas Chainsaw Massacre: The Beginning:

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Naja, vom Hocker gerissen hat mich der Streifen ja nicht unbedingt und abseits von der Tatsache, dass es sich hier um eine technisch gut gemachte Schlachtplatte aus der Terror-Ecke handelt, ist der Streifen ja doch eher mau. Wie der werte Bux hätte ich mir gewünscht, dass sich der Film etwas mehr um "Leatherface" dreht, aber da macht es sich "TCM: The Beginning" ja schon sehr leicht und präsentiert neben den üblichen Zutaten einer verkorksten Kindheit noch eine Entstellung, die jedoch nur im Vorspann angedeutet wird. Der Rest ist übliches Knallchargentum mit einigen unlogischen Momenten im obersten Härtegrad, in dem auch ordentlich geschreddert wird. Dem Freund herber Effekte freuts, mir ist das auf Dauer aber etwas zu wenig und mehr als eine durchschnittliche Bewertung ist da auch nicht drin. Aber ich war schon vorher der Meinung, dass es ein Prequel zu TCM ja ohnehin nicht braucht...

Der New York Ripper

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Gestern im Rahmen der "New York im Film-Retrospektive" endlich wieder einmal im Player gelandet und "Der New York Ripper" ist auch zweifelsfrei einer der niederträchtigsten Filme voller sexuell verwirrter Menschen mit viel Außendrehs und einem geistesgestörten Killer mit Hass auf Frauen. Hach, ich mag den Film einfach und die skandinavische DVD aus dem Hause "Another World" ist so gut ausgefallen, dass die Anschaffung der österreichischen BR jetzt auch keine Priorität mehr hat. In der englischen Originalversion hat der ohnehin mehr Schmackes! Finger weg auch von den demnächst erscheinenden und gekürzten DVDs und BRs mit FSK-18-Freigabe!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 6. Jun 2013, 07:22
von jogiwan
Jacob's Ladder

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Ruhig und verschachtelt erzählter und dennoch überaschend effektiver Psychohorror von Adrian Lyne, der bis zu seinem bitteren Ende und eher schleichend eine intensive Stimmung aufbaut. Jedenfalls ist "Jacob's Ladder" überraschend dramatisch ausgefallen und bietet statt plakativen Horror eher Verzweiflung und Paranoia und der Zuschauer kann sich bis zum Ende auch nicht sicher sein, wer oder was für die seltsamen Visionen des Vietnam-Veteranen verantwortlich ist. Hätte nicht ein übereifriger User gestern in einem mittlerweile gelöschten Beitrag noch rasch die Auflösung gespoilert hätte ich vielleicht einen Ticken mehr Freude an dem Werk gehabt, aber auch so zählt Adrian Lyne Streifen zu den aussergewöhnlicheren Werken aus der Kiste, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Brut des Adlers

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Netter, wenn auch weitgehend unspektakulärer Öko-Abenteuerfilm, der sich nicht so recht zwischen Action, Romanze und Naturfilm entscheiden kann, aber trotzdem recht unterhaltsam ausgefallen ist. Rutger Hauer macht den Einsiedler-Rambo, Powers Boothie den zwielichtigen Kumpeltypen und Kathleen Turner am Beginn ihrer Karriere hat ebenfalls eine witzige Rolle. Wie untotschi schon richtig anmerkte, hat das Thema Artenschutz ja immer Saison und so ist Moras 80er-Jahre-Streifen trotz etwas Pathos und Vorhersehbarkeit recht gut ausgefallen, sodass nicht einmal Donald Pleasance dem Ganzen etwas anhaben kann. Nett und solide im besten Sinne des Wortes und ein richtiger Sonntag-Nachmittagsfilm für verregnete Wochenende, der von Koch Media erstmals auch mit allen bislang fehlenden Dialog-Szenen präsentiert wird. Nice!


The Return of the Moonwalker

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demnächst mehr...

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 6. Jun 2013, 08:00
von Onkel Joe
jogiwan hat geschrieben:
The Return of the Moonwalker

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demnächst mehr...
Ja wie jetzt, nix mit "Nice" oder "Unverzichtbar" oder wie oder was :? ?
:mrgreen:

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Verfasst: Do 6. Jun 2013, 08:02
von jogiwan
ich hab mich noch nicht entschieden... ;)