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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Di 5. Feb 2013, 11:08
von jogiwan
El Espiritu de la Colmena
Ein schöner und sehr ruhiger Film über das Heranwachsen, die Macht der Fantasie und des Kinos mit einer grandiosen Ana Torrent ("Tesis") als introvertierte Siebenjährige, dass nach dem dem Spanischen Bürgerkrieg und zu Beginn der Franco-Diktatur in einem kleinen Dorf ihre ersten tragischen Lebenserfahrungen macht. Zwar kommt "El Espiritu de la comena" vordergründig als Coming-of-Age-Film daher, bietet aber auch subtile Kritik am Franco-Regime, ohne diese - wie so viele andere Dinge auch - offen auszusprechen. Victor Erices elegisches Erzähltempo und Dialog-arme Inszenierung wird wohl einigen hier auch zu ruhig und zu unspektakulär sein, aber ich fand den tragischen "Der Geist im Bienenstock" mit seinen Bildern einer kargen Landschaft ausgesprochen schön zu gucken. Danke dem werten Onkel für den tollen Tipp!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Mi 6. Feb 2013, 09:36
von jogiwan
Robinson Crusoe
Auf dem Weg nach Brasilien gerät das Schiff, auf dem sich auch Robinson Crusoe befindet in einen wüsten Sturm, wird auseinandergerissen und sinkt. Robinson kann sich auf einer Planke des Schiffes retten und strandet auf einer menschenleeren Insel. Dort macht sich Robinson auf die Suche nach Nahrung und stößt auf wunderschöne Fauna und wilde Tiere. Doch Robinson gibt nicht auf und trotzt in den folgenden Jahren der Einsamkeit, sonstigen Widrigkeiten und schließt Freundschaft mit einem wilden Tiger, den er zähmt. Als er eines Nachts im Fieberwahn von anderen Menschen träumt, findet er wenig später tatsächlich am Strand die Überreste von Menschenfressern...
Mein Hugo Stilgitz in einem seiner ersten Filme als einsamer Robinson Crusoe bietet dann genau das, was ich mir von diesem Film erwartet hab. Hugo Stilgitz pur! 95 % des Filmes trägt der sportliche Mime den Film dann auch im Alleingang und ist inmitten von unberührter Flora und Fauna auch immer recht hübsch und sportlich in Szene gestzt. Hugo flüchtet vor Tiger, Hugo flüchtet vor Gepard, Hugo flüchtet vor Hai usw. Dialoge gibts nur einen am Ende und so kommentiert unser Hugo das Geschehen und seine Gedanken auch recht pathetisch aus dem Off. Die Geschichte hält sich wohl nah ans Original und bringt erst ganz am Ende eine Handvoll Kannibalen ins Spiel. Freitag ist hier ja auch noch ein Kind und kaum ist der aus der Hand der Kannibalen befreit, ist der Film auch schon wieder zu Ende. Zwar mehr Abenteuer- und Naturfilm für die ganze Familie als irgendwie spannend und mit 110 Minuten auch viel zu lang. Trotzdem kann man den Streifen schon gut gucken und mehr Hugo geht ja sowieso nicht!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Do 7. Feb 2013, 08:05
von jogiwan
Barabarisches Double-Fietscha!
Ator - Herr des Feuers
In einer uralten Überlieferung heißt es, dass der Sohn des Tor eines Tages die Herrschaft der Spinne beenden wird. Als sich die Zeichen mehren, dass dieser geboren wurde, lässt ein Hohepriester alle Kinder des Landes ermorden, übersieht dabei jedoch Ator, der von dem Krieger Griba gerettet wird. Die Jahre vergehen, Ator wächst zu einem stattlichen Mann heran und muss eines Tages tatenlos zusehen, wie seine Angetraute von der Armee des Hohepriesters entführt wird. Als er daraufhin von Griba die Wahrheit seiner Existenz erfährt, macht er sich auf den Weg umd seine Geliebt zu retten und trifft dabei auch auf die Amazonenfrau Roon, die den Krieger bei seinem Kämpfen gegen böse Hexen und untote Krieger unterstützt.
Haarsträubender Conan-Abklatsch von Joe D'Amato aus der Diskont-Abteilung des italienischen Plagiat-Kinos, dass definitiv keine Gefangenen macht. Die Geschichte über mutige Krieger, Prophezeiungen, Spinnenmonster und entführte Liebschen würde ja schon keinen Blumentopf gewinnen, aber die filmische Umsetzung strotzt dann jeglicher Beschreibung. Alles ist billig in Szene gesetzt und selbst die Kampfszenen, die ja oftmals das Herzstück eines solchen Filmes sind, wirken so, als hätte man den Leutchen das erste Mal Schwerter in die Kralle gedrückt. Die Perücke von Miles O'Keeffe geht ja eigentlich auch nicht und über das Spinnenmonster am Ende hülle ich mal lieber den Mantel des Schweigens. Auf der anderen Seite macht "Ator" aber gerade wegen seiner offensichtlichen Mängel ziemlichen Spass und die wunderbare Sabrina Siani als materialistische Amazone und Edward Purdom als Krieger (!) sieht man ja ohnehin nicht jeden Tag. Spaßiger Blödsinn mit Perücken, Pathos, Trockennebel und Schmackes!
Conquest
"Conquest" ist wohl das Oreo-Keks unter den Barbaren-Filmen. Einmal im Milch getaucht, sieht man während gesamten Laufzeit, die Darsteller vor lauter trüben Schleier und Trockeneisnebel nicht mehr. Irgendwie geht es in dem metaphorischen Schmodderwerk wohl um mutige Krieger und eine böse Herscherin namens Ocron, die mit Hilfe von Wuffis, Zombies, Steinmonster und anderen seltsamen Wesen die Erde unterjocht. Nur der mutige Krieger Ilias aus einem Paralell-Universum um die Ecke stellt sich mit dem misanthropischen Maxz in den Weg der bösen Herrscherin und darf mit beeindruckenden C64-Tricks gegen sie vorgehen. Dank herber Effekte und durchaus gelungenen Kostümen macht Fulcis Barbaren-Schlachtplatte aber durchaus Spaß und aufgeschlossene Italo-Fans kommen in dem Werk auch sicher auf ihre Kosten - alles anderen sollten aber wohl besser Abstand halten.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 07:44
von jogiwan
Body Puzzle
Doppelbödiger Frühneunziger-Thriller von Lamberto Bava, der mich nach den eher mäßigen Stimmen im Netz doch recht positiv überrascht hat. Zwar ist der Täter von Anfang an bekannt und die Geschichte hätte man so sicher auch noch etwas spannender erzählen können, aber trotzdem bietet "Body Puzzle" vor allem gegen Ende doch ein paar hübsche Aha-Erlebnisse und Twists für den Zuschauer, die zwar nicht wirklich logisch sind, aber zumindest bei mir den Unterhaltungswert nicht geschmälert habe. Die Inszenierung ist solide, die Darsteller gut gewählt und ein, zwei härtere Stellen gibts auch noch, auch wenn der Mord im Swimming-Pool doch arg vergurgt wurde. Dafür sind andere Szenen, wie z.B. in der Blindenschule wiederum sehr gelungen. Die ebenfalls bereits angesprochene Verfolgungsjagd im Finale wirkt zwar wirklich etwas lächerlich, aber ansonsten gibt es auch Dank Wiedersehen mit Giovanni Lombardi Radieschen, Erica Blanc, Gianni Garko und Bruno Corazzari für den wohlwollend-aufgeschlossenen Italo-Fan nicht viel zu meckern.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Sa 9. Feb 2013, 10:25
von jogiwan
Bäd Släsher Dabl Fietscha!
Bloodparty
Unterdurchschnittlicher Thanksgiving-Slasher, der nach einem lustigen Auftakt leider immer mehr abflaut und letztendlich leider doch ziemlich uninteressant ausgefallen ist. Die Idee mit dem Muskelprotz-Psycho, ist ja ganz lustig, allerdings bietet der restliche Cast dann in dem dahindümpelnden Werk nur noch Charaktere im Spektrum von nervig bis obernervig und eine blutjunge Vinessa Shaw ("The Hills Have Eyes - Remake). Fitnesstrainer Jake Steinfeld, der hier aussieht wie eine Mischung aus Lou Ferrigno, Lionel Messie und Frank Ribery und hier wie ein Gorilla agiert, hat sein Vermögen später ins Fitnessgeräten und Teleshopping gemacht und ist dort wohl auch besser aufgehoben, als in Filmen ohne nennenswerter Handlung. Jedenfalls ist von Party in "Bloodparty" wenig zu merken und da die deutsche VHS auch noch sehr dunkel daherkommt, ist der Streifen von Netie Pena leider nicht das erwartete Highlight, sondern ein ziemlich lahmer und gänzlich uninspirierter Film nach üblichen Slasher-Strickmuster.
Scream
Jetzt hab ich ihn endlich gesehen - den langweiligsten Slasher aller Zeiten. "Scream" ist eine einzige Beleidigung am Zuschauer und bietet dann außer Woody Strode in einer Mini-Rolle auch tatsächlich nichts, dass man auch nur irgendwie positiv hervorheben könnte. Dass die lahme Gurke dann noch in einem Westerndorf stattfindet ist nur bezeichnend in einem vollkommen diletantischen und unlogischen Werk voller Knallchargen, dass selbst den aufgeschlossendsten Slasher-Fan auf eine harte Bewährungsprobe stellt. Eine Geschichte ist eigentlich gar nicht vorhanden, die Auflösung spottet jeglicher Beschreibung und zwischendrin ist das abgrundtief schlechte Werk dann auch noch erschreckend blutarm, dass man sich sehnlichst das Ende herbeiwünscht. Ein Film, den man sich nicht mal seinen ärgsten Feinden in den Player wünscht.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: So 10. Feb 2013, 10:23
von jogiwan
Julia X
Ganz kann ich die überschwenglichen Worte unseres geschätzen Horrortschis ja nicht nachvollziehen und ich war von "Julia X" ja auch gar nicht so begeistert. Wie er in dem Text ja treffend bemerkt, ist die ganze Katz-und-Maus-Sause bewußt so inszeniert, dass man eigentlich zu keiner der beiden Parteien halten kann oder soll. Das fand ich dann auch das große Manko des eigentlich flotten Streifens, weil man ohne Sympathieträger dem Treiben so auch mit zunehmenden Desinteresse folgt. Anstatt auch etwas auf die Psychologie der Figuren zu achten um daraus Potential zu schöpfen, gibts Alibi-Backflash mit Milchmädchen-Logik und die wenigen Personen agieren auch stets so abgeklärt, dass es dann am Ende auch wirklich völlig egal ist, wer da jetzt den Kürzeren zieht oder über den anderen triumphiert. Mit seinem ständigen "da noch ein Messer rein" und "da noch ein Nagel durch" ist "Julia X" zudem dann auch noch arg unlogisch und mir persönlich zu simpel auf Torture-Porn gedreichselt und ist erst alles in Rot getaucht ist die Sache dann auch schon wieder vorbei und in meinem Falle auch vergessen.
Das Phantom der Oper
rgendwie mag ich ja die Geschichte mit dem Phantom und der jungen Sängerin sehr gerne und im Falle von Dwight H. Little ist ja gleich zweimal die selbe Sängerinnen in unterschiedlichen Zeitebenen, die in die Fänge des talentierten, aber entstellten Phantoms gerät. Dabei setzt der Regisseur aber weniger auf den klassischen Stoff, sondern eher auf die FX-Kiste und Maskenbildner, die hier auch ein paar grausige Effekte zu bieten haben. Leider ist das dann aber auch schon alles in der etwas uninspiriert wirkenden Adaption und nicht einmal ein Kronleuchter stürzt ins Publikum. Die Rahmenhandlung im neuzeitlichen New York ist ebenfalls zu vernachlässigen und Jill Schoelen für mich auch so etwas wie die amerikanische Asia Argento und gleichfalls eine Fehlbesetzung. Zwar hat man ein paar schöne Locations gefunden und alles sieht auf den ersten Blick recht hübsch aus, aber mit diesem routiniert heruntergekurbelten Kostüm-Horrorschinken aus der Achtziger-Kiste hat sich wohl dennoch niemand sonderlich mit Ruhm bekleckert.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Mo 11. Feb 2013, 08:37
von jogiwan
Dead Zone
Gelungene, wenn auch über weite Strecken eher ruhige Stephen-King-Verfilmung von David Cronenberg, die hauptsächlich von der wunderbaren Darstellung Christopher Walkens als gebrochener Charakter lebt. Ansonsten ist die episodenhafte Geschichte ja in recht nüchternen Bildern erzählt und legt den Schwerpunkt eher auf die psychologische Komponente dieser zweifelhaften Gabe des zweiten Gesichts, als auf plakative Effekte. Dennoch fand ich die erzählte und recht dramatische Geschichte für mein Empfinden etwas zerfahren und erst im letzten Drittel kommt dann so etwas wie Spannung auf. Das packende Finale entschädigt dann zwar wieder für alles, aber vielen Horrorfans wird "Dead Zone" insgesamt wohl zu ruhig daherkommen, während Leutchen aus der dramatischen Ecke eher Gefallen an dem Werk finden werden.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Di 12. Feb 2013, 09:13
von jogiwan
Die Affäre Dominici (Arte TV-Ausstrahlung)
Ein realer und bislang ungelöster Mordfall an einer englischen Familie aus dem Jahre 1952 als Vorlage ist wohl sicher nicht die beste Ausgangsposition für einen spannenden Thriller und den Machern von "Die Affäre Dominici" ging es wohl auch darum aufzuzeigen, wie leichtfertig doch damals aufgrund schludriger Polizeiarbeit, widersprüchlicher Zeugenaussagen und erhöhten Medieninteresse und Druck von Seiten der Politik ein alter Mann zum Tode verurteilt werden konnte. Auch wenn das Urteil später aufgehoben bzw. abgemildert wurde, hinterlassen Ermittlungsarbeit und Verhöre doch einen bitteren Nachgeschmack und mit der Verurteilung von Gaston Dominici hat man sich auch einen Bärendienst erwiesen. Der interessante Streifen bietet aber nebenher auch einen doch recht glaubwürdigen Einblick in die (Gefühls-)Welt einfacher Leute im Frankreich der Nachkriegsjahre und vor allem Jean Gabin als grantiger und bauernschlaues Familienoberhaupt ist wirklich großartig. Tolles und kritisches Schauspiel-Kino aus den Siebzigern, dass auch ohne reißerische Töne zum Nachdenken anregt.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Mi 13. Feb 2013, 07:58
von jogiwan
Season of the Witch
Joan Mitchell ist die Frau des erfolgreichen Geschäftsmannes Jack, hat ein erwachsenes Kind und lebt in einem schick eingerichteten Haus in der Vorstadt. Doch die Lebensfreude scheint Joan zunehmend abhanden zu kommen und obwohl sie sozial angesehen ist, wird sie von Tag zu Tag depressiver. Sie fürchtet das Alter, die Einsamkeit, die zunehmende Gleichgültigkeit ihrer Umgebung und auch die bizarren Träume über Unterdrückung und Gewalt, die ihr zunhmend die Nachtruhe rauben. Als sie von einer Freundin zu einer Kartenlegerin geschleppt wird und dort das erste Mal mit Hexenkult in Berührung kommt, erwacht in Joan das Interesse an schwarzer Magie und sie beginnt ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen...
Seltsam anmutende Mischung aus Feminismus-Drama, Gesellschaftssatire und Sozialstudie mit einer Prise Mystery, dass zwar irgendwie recht advantgartistisch daherkommt, aber dummerweise von der Produktionsfirma als "Hungry Wives" seinerzeit auf der Fleischfilmschiene vermarktet wurde und weder diese, noch die Erwartungen von Horrorfans erfüllte. Ergo ein Film zwischen allen Stühlen der in den Kinos floppte und auch hierzulande mangels deutscher Synchro kaum bekannt ist. Dabei ist "Season of the Witch" gar nicht mal so übel und bietet die interessant erzählte Geschichte einer "Desperate Housewife", die sich aus der Lethargie und dem Gefühls-kalten Gefängnis befreit, dass ihr von der Gesellschaft aufgezwungen wird. Statt Schmodder gibt es in den kostengünstig realisierten Werk auch eher bizarre Traumsequenzen und eine tolle Jan White, die selbst in ihrer zurückhaltenden Verzweiflung stets elegant wirkt. Toll auch das Bonusmaterial der DVD, die nicht nur ein interessante Interview mit Jan White bietet, die sich gerne an die Dreharbeiten und ihre Zeit als Schauspielerin zurückerinnert, sondern auch noch eine einstündige Doku namens "The Directors" bietet, dass ich mit den Arbeiten von George A. Romero beschäftigt.
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: Do 14. Feb 2013, 07:39
von jogiwan
Er - Stärker wie Feuer und Eisen
Der gütige Ela steht seit langem in einem Machtkampf mit dem gewaltbereiten und impulsiven Vood um die Vorherrschaft ihres Stammes. Als Vood bei einer Jagd den bisherigen Anführer hinterrücks tötet wird er von Ela dabei beobachtet und von den anderen verstoßen. Dummerweise entdeckt Vood jedoch wenig später bei einem Vulkanausbruch das Eisen und das Geheimnis der Schmiedekunst und entwickelt daraufhin das erste Schwert. Mit dieser Macht ausgestattet kehrt er zu seinem Stamm zurück, verletzt Ela im Kampf und übernimmt selbst die Vorherrschaft um daraufhin auch die anderen Stämme des Tales zu unterjochen und eine urzeitliche Schreckensherrschaft zu beginnen. Nur Ela, der entkommen kann und bei einem friedlichen Stamm unterkommt, kann Vood noch stoppen...
Herrlicher Barbaren-Blödsinn mit lustigen Einfällen aus der Schmiede von Umberto Lenzi, der hier dem Zuschauer wirklich alles präsentiert, was man sich von einem derartigen Werk erwartet. Von Matte-Paintings über kleine Uhrzeitmonster bis hin zu Affenmenschen und viel nackter Haut auf beiden Seiten der Geschlechter. Der schmissige Soundtrack der De-Angelis-Brüder mit Sitar-Klängen und männlichen Gegrunze ist stets hoffnungslos unpassend und das George Eastman wohl keine Perücke aufsetzen wollte, wurde ebenfalls sehr kreativ gelöst. Die Geschichte ist jedenfalls recht gelungen und wohlwollende Menschen könnten darin sogar etwas Gesellschaftskritik entdecken. Sicherlich sind italienische Barbaren-Filme immer etwas schwierig, aber der hier macht - wie unser Blapschi schon an anderer Stelle anmerkte - wirklich großen Spass und den sollte man sich als Fan des italienischen Plagiatskinos auch tunlichst nicht entgehen lassen.