Passion's price
CD - 2001

DIVA DESTRUCTION war eine dieser Künstlerinnen, die Anfang der 00er-Jahre als Zukunft der schwarzen Musik abgefeiert wurde. Der kleine Maulwurf fiel auf die Werbung natürlich voll rein, und kaufte sich die CD. Los geht das Album fulminant, die Single-Auskopplung The broken ones haut auch heute noch gewaltig rein und juckt das Tanzbein. Aber genauso wie damals stellt man auch heute noch schnell fest, dass das Songmaterial auf Dauer einfach langweilig ist. Debra, die Künstlerin hinter DIVA DESTRUCTION, gibt sich viel Mühe, die Texte sind bestimmt ganz toll, und man spürt eine Zeitlang das Herzblut in diesem Projekt. Aber musikalisch passiert da einfach nüscht. Der Schlagzeugcomputer dröppelt vor sich hin, der Gesang ist oft ein Teil der Melodie, also im Hintergrund, und vorne geben sich die Musiker Mühe, eine überzeugende Düster-Rock-Stimmung zu verbreiten. Aber das siebente Stück klingt wie das erste, das achte klingt wie das zweite, und so weiter. Und irgendwann wünscht man sich, dass diese CD einfach nur noch vorbei ist, weil eben gar nichts mehr passiert. Selbst die Harmonien nutzen sich beim xten hören ab. Was in Summe dreizehnmal die gleichen drei Stücke ergibt.
Bis auf die Singles also sehr mauer Stoff, der die kommenden 25 Jahre da bleiben wird, wo er die letzten 25 Jahre auch schon war. Unter ferner liefen ...
Diva Destruction - Cruelty games