Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Verfasst: So 6. Jan 2013, 09:44
Double-Feature: Deutsche Abgründe...
Sarah

Sensationell mieser Streifen von Reginald Puhl, der hier den Weg einer verwitweten Frau von der Animier-Bardame zur Prostituierten und von der SM-Domina in die Klapse nachzeichnet. Das Ganze recht zusammenhangslos und ohne Gespür für Dramatik, dafür aber mit dem Höchstmaß an unästhethischen Bildern, denen man nur fassungslos folgen kann. Die Hauptdarstellerin und aufgedonnerte Janie Murray, die wohl aus Australien stammt quält sich nicht nur durch den Film, sondern meistens auch mit ihren Text, den sie mit englischen Akzent vorträgt. Ganz schlimm auch der furchtbare Achtziger-Look, der hier über den Zuschauer einbricht und der vermeintliche Lover mit Achim-Menzel-Bart, Mokassins und Rückenfell. Auf der Haben-Seite ist lediglich zu vermerken, dass "on location" und mit Leutchen aus dem Milieuu gedreht wurde, aber das reisst hier auch nichts mehr raus.
Die DVD von Lighthouse, die sich ja auch schon mit "Unter den Dächern von St. Pauli" nicht mit Ruhm bekleckert haben, liefern hier neuerlich keine Glanzleistung ab und der Ton ist zu Beginn eigentlich skandalös. Das wird zwar später besser, aber heutzutage müsste man so eine qualitativ schlechte DVD in der Preisklasse wohl nicht auf den Markt bringen. Lustig dafür das Bonusmaterial, dass Janie Murray in Ausschnitten bei ihrer Promo-Tour durch diverse Sende-Formate (NDR, RTLplus, etc.) zeigt, in der sie nicht nur als "Australischer Superstar" präsentiert wird und auch ständig betont, am Drehbuch mitgearbeitet zu haben und dafür auch vor Ort in der Herbertstrasse dafür recherchiert hat um dann festzustellen, das sie den fertigen Film gar nicht gesehen hat. Tja...
Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett

Humorvoll-harmloser Spass von Franz Antel über eine Handvoll Leutchen auf einer einsamen Insel und allerlei Episoden, die für das finale Happy-End notwendig sind. Gleich zu Beginn gibts den titelgebenden Schlager von Bill Ramsey und auch danach wird mit bekannten Gesichtern fleissig weitergesungen. Gus Backus lehrt uns als "Bob Stuart" den "Geisterstundentango" während Trude Herr in einer witzigen Rolle als kriminelle Polizistengattin den "Tango d'Amore" bevorzugt. Karin Dor ist als resolute Barbara, die schnellstmöglich geheiratet werden möchte, natürlich die ideale Sympathieträgerin, während der eigentliche Hauptdarsteller Heinz Erhardt hier auch einen Sager nach dem anderen loslassen darf. Gedreht wurde wohl in Rovinj, aber auch den Wiener Flughafen, der im Jahre 1962 wohl noch etwas kleiner war, gibts ausgiebig zu sehen. Ingesamt ein musikalisches und sommerliches Vergnügen, das mir jedenfalls viel Freude bereitet hat.
Sarah
Sensationell mieser Streifen von Reginald Puhl, der hier den Weg einer verwitweten Frau von der Animier-Bardame zur Prostituierten und von der SM-Domina in die Klapse nachzeichnet. Das Ganze recht zusammenhangslos und ohne Gespür für Dramatik, dafür aber mit dem Höchstmaß an unästhethischen Bildern, denen man nur fassungslos folgen kann. Die Hauptdarstellerin und aufgedonnerte Janie Murray, die wohl aus Australien stammt quält sich nicht nur durch den Film, sondern meistens auch mit ihren Text, den sie mit englischen Akzent vorträgt. Ganz schlimm auch der furchtbare Achtziger-Look, der hier über den Zuschauer einbricht und der vermeintliche Lover mit Achim-Menzel-Bart, Mokassins und Rückenfell. Auf der Haben-Seite ist lediglich zu vermerken, dass "on location" und mit Leutchen aus dem Milieuu gedreht wurde, aber das reisst hier auch nichts mehr raus.
Die DVD von Lighthouse, die sich ja auch schon mit "Unter den Dächern von St. Pauli" nicht mit Ruhm bekleckert haben, liefern hier neuerlich keine Glanzleistung ab und der Ton ist zu Beginn eigentlich skandalös. Das wird zwar später besser, aber heutzutage müsste man so eine qualitativ schlechte DVD in der Preisklasse wohl nicht auf den Markt bringen. Lustig dafür das Bonusmaterial, dass Janie Murray in Ausschnitten bei ihrer Promo-Tour durch diverse Sende-Formate (NDR, RTLplus, etc.) zeigt, in der sie nicht nur als "Australischer Superstar" präsentiert wird und auch ständig betont, am Drehbuch mitgearbeitet zu haben und dafür auch vor Ort in der Herbertstrasse dafür recherchiert hat um dann festzustellen, das sie den fertigen Film gar nicht gesehen hat. Tja...
Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett

Humorvoll-harmloser Spass von Franz Antel über eine Handvoll Leutchen auf einer einsamen Insel und allerlei Episoden, die für das finale Happy-End notwendig sind. Gleich zu Beginn gibts den titelgebenden Schlager von Bill Ramsey und auch danach wird mit bekannten Gesichtern fleissig weitergesungen. Gus Backus lehrt uns als "Bob Stuart" den "Geisterstundentango" während Trude Herr in einer witzigen Rolle als kriminelle Polizistengattin den "Tango d'Amore" bevorzugt. Karin Dor ist als resolute Barbara, die schnellstmöglich geheiratet werden möchte, natürlich die ideale Sympathieträgerin, während der eigentliche Hauptdarsteller Heinz Erhardt hier auch einen Sager nach dem anderen loslassen darf. Gedreht wurde wohl in Rovinj, aber auch den Wiener Flughafen, der im Jahre 1962 wohl noch etwas kleiner war, gibts ausgiebig zu sehen. Ingesamt ein musikalisches und sommerliches Vergnügen, das mir jedenfalls viel Freude bereitet hat.








