Kill the Boss
Bis auf die Grundidee und das Finale erschreckend unwitzige Komödie über drei Loser, die irgendwann beschließen ihre Bosse unter die Erde zu bringen. Die Definition von Situationskomik ist dabei seine dämlichen Figuren von einer absurden Situation in die nächste zu schicken und Jennifer Aniston ein paar derbe Zoten aufsagen zu lassen. Lustig ist leider anders -pechschwarz auch und wenn ein Film schon im "Hangover"-Stil angekündigt wird bin ich ohnehin schon raus. Freiwillig hätte ich mir "Kill the Boss" auch nie angesehen. Avoid!
Grabbers
Durchschnittliche und wie Arkschi bereits anmerkte, erschreckend unoriginelle Mischung aus Sci-Fi-Horror und Culture-Clash-Komödie, die man zwar gucken kann, aber bei der man auch das Gefühl nicht los wird, dass aus der eigentlich spassigen Ausgangsidee viel mehr möglich gewesen wäre. Irgendwie kommt die Sache nicht so richtig in Fahr und "Grabbers" ist auf Dauer weder sonderlich lustig, noch spannend. Das die schrulligen und liebenswerten Nebendarsteller ihre Kollegen in den Hauptrollen dann auch scheinbar mühelos an die Wand spielen liegt auch eher am schwachen Drehbuch. Die schicken Drehlocation und die eigentlich gelungenen Effekte verhindern dass das schlimmste aber die Kiste der Horrorkomödien bietet doch viele und weit bessere Beiträge. Kann man aber schon gucken, vor allem wenn man die DVD gewinnt...
Killerhaus - Horror der grausamsten Art
Für eine Charles Band-Produktion und Schmoeller-Arbeit ("Puppetmaster") überraschend solider Horrorstreifen mit einem herrlich irren Klaus Kinski, der als durchgeknallter Nazi in einem Mietshaus seine Menschenversuche betreibt und sexy Mieterinnen über Lüftungsrohre stalkt. Alles immer hübsch überzeichnet und herrlich neben der Spur und bis auf das überraschend harmlose Finale auch halbwegs gelungen. Zwar hätte man aus der Geschichte sicher mehr rausholen können und "Horror der grausamsten Art" geht wohl anders, aber wer braucht das schon, wenn man mit so einem Hauptdarsteller aufwarten kann. Der diabolische Klausi hat ja selbst in so einer Rolle noch die Sympathien auf seiner Seite und trägt die ganze Killerhaus-Sause dann auch fast im Alleingang.
Santo and Blue Demon vs. Dr. Frankenstein
Der größenwahnsinnige Dr. Frankenstein und sein teuflisches Team entführen wahllos junge Frauen um Gehirntransplantationen durchzuführen und die mißglückten Versuchsobjekte als mordende Zombies wieder auf die Gesellschaft loszulassen. Doch der eigentliche Plan ist es das Gehirn des bekannten und beliebten Wrestlers "Santo" in das einer übermenschlich-starken Kreatur namens Golem zu transferieren. Als zu diesem Zweck die Freundin des maskierten Wrestlers entführt wird und auch die Polizei machtlos ist, macht sich Santo mit seinem Tag-Team-Partner "Blue Demon" auf um dem Wissenschaftler ein für alle Mal das Handwerk zu legen...
Herrlicher und sehr schräger Streifen aus dem Land der Tacos und Teil einger ganzen Ladung von gleichgestrickten Filmen in dem National-Wrestling-Legende Santo mit seinem Partner gegen allerlei bekannte Gruselfiguren der Filmgeschichte antreten. Dieses Mal ist es ja Doc Frankenstein, der natürlich gleich die Weltherrschaft mit seiner Kreation "Golem" an sich reissen will und dabei aber nicht die Rechnung mit Santo und Blue Demon gemacht hat. Das Ganze ist bunt, irgendwie doof, arg naiv, aber auch immer schwer unterhaltsam. Einzig und allein die etwas uninspiriert in den Film geklöppelten Schaukämpfe, die mit erhöhter Geschwindigkeit abgespult werden, sind auf Dauer etwas fad, aber der Rest ist herrliches Trashkino der allerbesten Sorte und daher hat mich mein erster Ausflug in die Welt der maskierten Wrestling-Helden auch schwer begeistert.