Graveyard of Horror
Geschäftsmann Michael kehrt nach längerer Abwesenheit zu dem Schloss seiner Gattin zurück und erfährt, dass diese kurz zuvor bei der Entbindung mitsamt dem Kind gestorben ist. Als er weitere Fragen stellt, verwickeln sich der behandelnde Arzt und andere Familienmitglieder in Widersprüche und auch der eilig ausgegrabene Sarg erweist sich als leer. Dennoch stösst Michael auf eine Mauer des Schweigens, wird auf dem Friedhof von vermummten Gestalten attackiert und ist wenig später ebenfalls spurlos verschwunden. Doch das ist erst der Auftakt einer Reihe von seltsamen Begebenheiten und weiteren Morden, an dessem Ende eine schaurige Entdeckung steht...
Du meine Güte! Etwas arg langatmiger Spanien Grusler von Miguel Madrid über einen durchgeknallten Wissenschaftler, der sich mittels menschlicher Bauteile und zahlreicher Helfer selbst als Echsenmann (!!!) von den Toten wiederbelebt. Das macht bei näherer Betrachtung zwar überhaupt keinen Sinn und passt somit hervorragend zu diesem lahmen Werk, dass ebenfalls nicht gerade mit einem durchdachten Drehbuch glänzt. Leutchen kommen und gehen, geben seltsame Sätze von sich und auch die seltsame Erzählweise sorgt eher für Verwirrung als irgendeine Spannung zu erzeugen. Die Tatsache, dass das Cover der Ami-DVD auch noch das Ende spoilert ist ebenfalls dem Ganzen nicht sonderlich zuträglich und obwohl Darsteller und Locations gar nicht mal so schlecht wären, muss man "Graveyard of Horror" wohl nicht gesehen haben.
Das Rätsel der grünen Spinne
Eines Abends wird in der angesagten Musik- und Revuebar "Grüne Spinne" eine Sängerin erschossen neben der ohnmächtigen Kellnerin Yvonne aufgefunden. Während die Polizei zuerst von einem Selbstmord ausgeht, vermutet der zufällig anwesende Sensationsreporter Ted jedoch mehr hinter der ganzen Sache und tatsächlich stellt sich später heraus, dass die Dame nicht freiwillig aus dem Leben verschieden ist. Während die Polizei auch rasch die psychisch labile Yvonne verdächtigt, glaubt Ted jedoch nicht, dass die hübsche Frau mit der Sache etwas zu tun hat. Verdächtige gibt es auch zuhauf und als ein weiterer Mord geschieht und auch die junge Kellnerin ebenfalls bedroht wird, scheinen sich die Vermutungen des Journalisten zu bestätigen...
"Das Rätsel der grünen Spinne" wird ja schon im Vorspann als Musikkrimi angekündigt und tatsächlich wird die spannende Kriminalhandlung mit ihren zahlreichen Verdächtigen auch immer wieder durch zahlreiche Schlagernummern und musikalische Tanzdarbietungen unterbrochen, die jedoch wenig mit der eigentlichen Handlung zu tun haben. Krimi-Puristen wird es dabei wohl zweifelsfrei die Haare aufstellen, aber ich hab mich während des ganzen Films natürlich bestens amüsiert und hab fleissig mitgeschunkelt. Bekanntestes Gesicht bei den Sängern dürfte wohl Bill ("Souvenirs, Souvenirs") Ramsey sein, der hier natürlich auch eine Nummer zum Besten gibt. In meiner schmalen Brust schlägt ja u.a. ein Herz für Thriller, Schlager, biedere S/W-Filme und obskure Werke aus deutschen Landen und ich hätte nicht gedacht, dass es einen Film gibt, der alle vier Dinge auf einmal bestens bedienen kann. Absolut Herrlich!