Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Perfekt in allen Stellungen
Total versext

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Teil 2 der Frits Fronz-Sause. Nicht ganz so überzeugend wie die ersten beiden Streifen, aber mehr dazu dann demnächst im jeweiligen Fred.

5 Dolls for an August Moon

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"5 bambole per la luna d'agosto" ist und bleibt doch irgendwie ein recht seltsamer Giallo, in dem sich die niederträchtigen Figuren wieder einmal gegenseitig die Klinke in die Hand drücken. Die Story über den Wissenschaftler und eine ominöse Formel, die jeder haben will, ist ja eigentlich recht simpel, aber Bava macht daraus ein optisches Highlight, in dem neben den stylishen Schauplätzen und der flockigen Musik vor allem die hübschen Frauen wie Ira von Fürstenberg und Edwige Fenech glänzen. Am Ende wirds dann gänzlich mysteriös und irgendwie hab ich noch immer das Gefühl, an der Auflösung etwas nicht gänzlich verstanden zu haben. Angesichts des hübschen Gesamtwerkes wird das aber ohnehin zur Nebensache...
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Rec 3

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Temporeicher dritter Teil der spanischen Horrorfilm-Reihe, der zum Glück nicht die Elemente seiner beiden erfolgreichen Vorgänger wiederholt, sondern nach seinem Handkamera-Auftakt eher in Richtung Fun-Splatter geht, bevor das Ende wiederum eine andere Richtung einschlägt. "Rec 3" ist jedenfalls sehr unterhaltsam und flott inszeniert und lebt von seinen sympathischen Figuren, die von Leticia Dolero und Diego Martín auch sehr gut verkörpert werden. Zwar hat der dritte Aufguß der Reihe mit dem Terror-Feeling des fulminanten Auftakt nicht mehr viel gemeinsam, ist aber immerhin besser als der etwas dröge zweite Teil und funktioniert als schwarzhumoriger Horror-Unterhaltungsfilm dann eigentlich auch sehr gut.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Und erlöse uns nicht von dem Bösen

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Hui! Die Geschichte der diabolischen Anne, die gemeinsam mit ihrer Freundin Lore ein böses Spiel mit ihren Mitmenschen treibt ist ja schon sehr provokant und es ist eigentlich wenig verwunderlich, dass Sérias Streifen im Jahre 1971 einen Skandal ausgelöst hat und in seinem Entstehungsland verboten wurde. Minderjährige Klosterschülerinnen, die mit ihren Reizen ältere Männer verführen und sich in bösen Gedanken und Taten ergehen wären ja schon schlimm genug, aber was den Zuschauer im Finale erwartet, lässt einem wirklich den Atem stocken. Ein böser Film über Verweigerung, falschen Idealen, Verderbtheit und Dominanz, der beim Zuschauer auch heute noch mühelos Unbehagen auslöst und einem nach der Sichtung auch so schnell nicht wieder los lässt. Hui!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Juan of the Dead

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Im Gegensatz von politischen Entwicklungen hört man von kubanischen Filmen ja eher selten etwas in unseren Breiten und außer dem Streifen „Buena Vista Social Club“ mit kubanischer Produktons-Beteiligung würde mir spontan auch kein weiterer Film einfallen, den ich mit dem Produktionsland karibischen Inselstaat in Verbindung bringen würde. Das ändert sich nun mit „Juan of the Dead“ der nicht nur als erster Zombie-Film seines Landes auf der Kuriositätenskala punkten kann, sondern auch ansonsten vieles richtig macht. Brugenes Streifen ist eine humorvolle, flotte und sommerliche Zombie-Komödie, die zwar das Fun-Splatter-Genre nicht revolutioniert, aber altbekannte Entwicklungen mit sympathischen Charaktere, Charme, Witz und einem exotischen Schauplatz vermengt, sodass es gar nicht weiter auffällt, dass man ähnliche Filme in letzter Zeit schon zuhauf gesehen hat und für meinen Geschmack auch etwas zu sehr am Computer getrickst wurde. Der kubanische Streifen macht jedenfalls Laune, fällt definitiv unter das Prädikat „Partyfilm“ und zählt somit auch zu den gelungeneren Beiträgen aus der großen Untoten-Kiste. Spaßig!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Poliezei

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Hmm... sehr schwieriger und anstregender Film über die tägliche Arbeit von Polizisten beim Jugendschutz, der versucht sehr authentisch zu sein und dabei den Zuschauer über zwei Stunden lang mit den hässlichsten Dingen im Schnelldurchlauf konfrontiert. Eine durchgehende Geschichte wird nicht erzählt, dafür gibt es Verhöre, Einsätze, schockierende Fälle aus der Praxis und Momentaufnahmen aus dem Leben der Polizisten, deren Arbeit natürlich nicht spurlos am jeweiligen Menschen vorrübergeht. Trotzdem ist der Streifen teils recht befremdlich und zeichnet ein Bild eines imho sehr unprofessionellen und viel zu emotionalen Teams und Regisseurin Maiwenn (die aus "High Tension" lässt meiner Meinung nach auch die Charakterköpfe etwas zu sehr und zu oft aufeinanderprallen. Herausgekommen ist ein etwas seltsamer aber nicht uninteressanter Film mit sehr schwieriger Thematik, in dem ständig geschrien wird und bei dem man irgendwie froh ist, wenn er schlußendlich vorbei ist...
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Cabin in the Woods

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Schlägt Haken wie ein Hase - lustig, blutig, unterhaltsam, originell, schräg und mehr schreib ich dazu nicht!! :D
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Weird Xperience / Kino-Spezial: 26.10.2012 - Bremen

Die Metamorphosen des Vampirs

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Animierter Kurzfilm von unserem Purgschi, der in Anwesenheit des Regisseurs am Freitag in Bremen auf großer Leinwand gezeigt wurde. Die Story frei nach Charles Baude-"wie-Flasche"-laire ist sehr schön umgesetzt und bietet auch einen unerwarteten Twist in der Mitte. An der tollen Optik des fünfminütigen Streifen gibts nix auszusetzen und auch das Sounddesign mit dem Dubstep-Stück am Anfang und dem pochendem Herzen fand ich ebenfalls großartig. Das Jahr Arbeit und die ganze Mühe haben sich aber definitiv gelohnt und im Kino kam das Ganze auch sehr, sehr gut und packend rüber. Das kurze Interview mit den beiden "Weird Xperience"-Masterminds danach präsentierte dann noch den sympathischen Macher, der die Materie auch kennt und liebt. Die Tatsache, dass "Die Metamorphosen des Vampirs" im Gegensatz zum nachfolgenden Film auch Applaus bekam, spricht ebenfalls für die Qualitäten des Streifens. Sehr schön!


Guitar Men - The Darkest Secret of Rock´n Roll

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Etwas überambitionierte und deutsche Mischung aus Low Budget und Amateur, dass sich als Hommage an 1000 Jahre Exploitation-Cinema versteht. Die Geschichte ist eigentlich recht wild und bietet Platz für Rock´n Roller, Nazis, Ninjas, die Stasi, Priestern und Päpsten und ist eigentlich recht abgedreht. Obwohl die Handlung stetig vorangetrieben wird, mangelt es "Guitar Men - The Darkest Secret of Rock´n Roll" aber entscheidend an Tempo, Charme und Witz und bisweilen erinnert "Guitar Men" in seinen animierten Zwischensequenzen an ein Hörspiel. Irgendwie verläuft sich Thomas Wind dann mit fortschreitender Handlung auch zu sehr in seinen zahlreichen Handlungsorten, Charakteren und dem Willen, so viel wie möglich in sein knapp 70minütiges Werk zu packen. Weniger wäre da wohl mehr gewesen.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Deliria över Bremen - Kino Spezial: 27.10.2012 - Bremen

The Riffs - Die Gewalt sind wir

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Wunderbarer Endzeit-Streifen von Enzo G. Castellari, der zwar nicht immer geschmacksicher und logisch um die Ecke biegt, dafür aber mit jeder Menge Pathos, hohen Tempo und einer schier unendlichen Masse an lustigen Ideen und eine Fülle von eindrucksvollen Momenten überzeugen kann. Die Geschichte rockt, die Locations super, die Darsteller passend gewählt und Mark Gregory trotz Stock im A. einfach wunderbar. Dank fundiert-humorvoller Einleitung, großer Leinwand und gleichgesinnter Ratten im Publikum fallen einem ja selbst bei wiederholter Sichtung noch immer neue Aspekte des Streifens auf, sodass ich den Streifen nun einfach in mein Italo-Herz schließen muss und die Sichtung am Wochenende als eines der absoluten Highlights des Jahres noch lange, lange Zeit in Erinnerung bleiben wird.

The Riffs II - Flucht aus der Bronx

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Auch "Riffs II - Flucht aus der Bronx" ist eigentlich recht gelungen, auch wenn er im Vergleich zum Vorgänger doch in eine etwas andere Richtung geht. Statt Pathos gibts Action, statt Atmosphäre einen höheren Bodycount und da es an allen Ecken rummst und scheppert, fällt es auch gar nicht so auf, dass die Geschichte nicht wirklich so der Bringer ist. Trotz bekannter Gesichter wie Henry Silva steht der Nachfolger im Vergleich zum Erstling imho auch nicht ganz so gut da und gerade Mark Gregory scheint leider nicht mit vollen Einsatz dabei zu sein. Dessen Rolle wird auch etwas in den Hintergrund gedrängt, was ich ehrlich gesagt etwas schade finde. Trotzdem bleibt der Streifen solides Italo-Kino der etwas lauteren Sorte, dass gerade auf großer Leinwand seine volle Wirkung entfalten kann.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Lockout

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Wieso ein Remake der "Klapperschlange" drehen und dem Carpenter noch was auf die Kralle legen, wenn man genausogut eine geringfügig variierte Sache des Ganzen bringen kann. Man ersetze "Sssssnnake" durch "Sssnnnow", den Präsidenten durch seine Tochter und das hermetisch abgeriegelte New York durch ein Hochsicherheitsgefängnis im All - voila: fertig ist das unterhaltsame Plagiat der Sorte Kawumm. "Lockout" geht ja haargenau in die selbe Richtung und bietet nach einer etwas seltsamen CGI-Verfolgungsjagd solide Unterhaltung der etwas eindimensionalen Sorte, dass haargenau auf die männliche Spezies zugeschnitten ist. Mit hohen Tempo, guten Darstellern, unerwarteten Twists und schicken Kulissen vergeht die Zeit dann auch wie im Flug und macht den Streifen zum perfekten Popcorn-Kino. Hirn ausschalten - Spass haben - gemma!

Die neunschwänzige Katze

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Guter Giallo von Herrn Argento, der zwar in seiner Tier-Trilogie zwar nur den dritten Platz bei mir einnimmt, aber trotzdem gut zu gucken ist. Irgendwie vermisse ich hier die schönen Bilder von Herrn Argento, der sich aber auch etwas in Nebensächlichkeiten verzettelt. Der Mörder scheint ja auch nicht nur genetisch kriminell, sondern auch telepathisch veranlagt zu sein, so dass er überall auftaucht. Die deutsche Synchro ist nicht ganz gelungen und vor allem Frau Spaak hat in der deutschen Fassung eine hysterische Kreischstimme verpasst bekommen, die - wenn man die Originalfassung kennt - nicht ganz stimmig ist. Aber wie uns Blapsch meint, das ist wohl meckern auf höchsten Niveau. Die Bildquali der Blu Ray Disc ist sehr gut, ob man die jedoch als Update zu seiner bisherigen Scheibe undbedingt braucht, ist wohl jedem selber überlassen.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

V/H/S - Eine mörderische Sammlung

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Endlich wieder mal ein Episoden-Horrorfilm, der die Bude so richtig rockt. "V/H/S" hat mit seinem dreckigen und rohen Look genau meinen Geschmack getroffen und präsentiert neben einer etwas seichten Rahmenhandlung über Jackass-Kleinkriminelle auf der Suche nach einem VHS-Tape ein paar längere Kurzfilme im Spannungsfeld zwischen "Blair Witch", "Paranormal Activity" und "Cannibal Holocaust". Die Filme in VHS-Optik der verschiedenen Regisseure sind mindestens so originell wie drastisch und der ganze Streifen kommt auch überraschend unkommerziell daher. Dreckiger, düsterer und direkter Horror mit jeder Menge böser Ideen und zerfetzten Leibern, der auch sichtlich Spass hat, den Zuschauer eins vor den Latz zu knallen. Wer mit Handkamera-Wackeloptik nix anfangen kann, sollte sich das Teil definitiv schenken, alle anderen dringend zugreifen. Tipp!
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