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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Do 10. Mai 2012, 07:53
von jogiwan
Jenseits
Thomas führt ein durchschnittliches Leben zwischen Single-Abenden mit Pizza vor der Glotze und Stress im Job. Das ändert sich schlagartig, als er eines Tages die sympathische Tamara kennenlernt, die jedoch nach einer gemeinsamen Nacht wie vom Erdboden verschluckt ist. Gemeinsam mit seinem besten Freund macht er sich auf die Suche nach der jungen Frau und kommt durch einen Hinweis einer tragischen Legende auf die Spur, die auch mit seinem Schicksal eng verwoben ist...
Eigentlich recht interessanter Mystery-Thriller des steirischen Nachwuchsfilmer Stefan Müller, der eigentlich recht interessant daherkommt, aber bei aller Liebe zum Indie-Film doch einige Schwächen aufweist. "Jenseits" ist mit zwei Stunden einfach zu lange und hat zu Beginn auch einige Szenen und Darsteller, auf die man durchaus hätte verzichten können. Jedenfalls beginnt der Streifen etwas mühsam und kommt erst nach 30 Minuten in die Puschen. Auf der Haben-Seite kann man jedoch eine interessante Geschichte, den Handlungsort Graz und schöne Bilder verzeichnen, bei der sich auch die Visual-Effekts durchaus sehen lassen können. Würde man den Streifen auf 90 Minuten zusammenschneiden und die Geschichte etwas straffen, dann müsste sich "Jenseits" auch vor größeren Produktionen nicht verstecken. Potential vorhanden! 5/10
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Fr 11. Mai 2012, 09:14
von jogiwan
Das 10. Opfer
noch immer 6- 7/10 und demnächst mehr im entsprechenden Fred
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Sa 12. Mai 2012, 12:43
von jogiwan
Kill List
Hui... ich fand den eigentlich sehr gut und hab auch im Vorfeld bewusst keine Reviews gelesen und mich überraschen lassen... fängt jedenfalls eher wie ein Dogma-Drama über einen Ex-Kriegssoldaten an, der nicht mehr richtig Fuss fassen kann. Irgendwie recht okay, aber für einen grimmigen Horrorfilm nicht ganz passend. Das ändert sich, als die Sache mit den Auftragsmorden in Gang kommt und der Streifen wirklich schockierende Momente der Gewalt bietet. Das Ende toppt dann alles und ist der ideale, wenn auch etwas abrupte Abschluss einer emotionalen Achterbahnfahrt ohne Gurt. Horrorfans werden sicherlich enttäuscht sein und "Kill List" ist dann auch eher für Leutchen, die sich auch gerne mal ein Drama reinziehen, nicht den ständigen Adrenalinkick brauchen und auch bei kruden Genre-Mixen nicht gleich w.o. geben! 8/10 Punkten!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: So 13. Mai 2012, 09:45
von jogiwan
Ghosthouse
Eines Nachts empfängt der Amateurfunker Paul auf einer Frequenz einen mysteriösen Hilferuf inklusive Todesschrei und Kinderlied. Als er mit seiner Freundin der Sache nachgeht, entdeckt er, dass der Funkspruch von einem verlassenen Haus abgesetzt wurde und trifft dort auf eine Gruppe von Jugendlichen, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Schon bald stellt sich heraus, dass in dem Haus ein furchtbares Verbrechen geschehen ist und dort noch immer unheimliche Mächte am Werk sind. Als die Jugendlichen flüchten möchten ist es bereits zu spät und auch der psychopathische Hausmeister des verlassenen Hauses sorgt dafür, dass sich die Lebenserwartung der ungebetenen Gäste nicht unbedingt verlängert...
Mäßige Mischung aus Haunted-House-Horror und Slasher, dass augenscheinlich im Fahrwasser von dem 1982 entstandenen "Poltergeist" entstanden ist. Der teils recht brutale Film bietet dann auch denselben Clown aus der Vorlage, der hier dann auch einen ähnlichen Auftritt mit Lara Wendel hat, der jedoch weniger "scary" ausgefallen ist. Der Rest ist maximal Durchschnittsware aus der Mottenkiste diverser Gruselfilme und auch Donal(d) O´Brien stolpert recht lustlos durch die sehr gestreckte Handlung. "Ghosthouse" ist sicherlich nichts Aufregendes, maximal System-erhaltend und warum man Lara Wendel eigentlich gut findet, hat sich mir auch noch nie erschlossen. 4-5/10
Grotesque
Nachdem mir "Grotesque" jetzt recht günstig in die Hände gefallen ist und ich "Skandalfilme" generell spannend finde, hab ich nun auch einen Blick riskiert. Warum der Streifen aber nur auf seine Gewalt reduziert wird, verstehe ich jetzt nicht ganz und wer sich eine "Over-The-Top-Goreplatte" ohne Handlungsbeilage erwartet, hat wohl einen anderen Film gesehen. Die bitterböse Geschichte über einen durchgeknallten Sadisten, der vermeintlich die Liebe eines Pärchens testet und allerlei schlimme Dinge mit ihnen aufführt, fand ich ja durchaus okay und auch die Gewalt, die teils jedoch auch in den sexuellen Bereich geht (diesbezüglich haben die Asiaten was Körperflüssigkeiten anbelangt teils ja sowieso einen an der Waffel) ist weniger explizit als erwartet, auch wenn der Streifen immer noch genug davon bietet. Das Vor-Finale ist halt typisch asiatisch, schlecht getrickst und wird ernsten Menschen, die dem Ganzen auch ohne der nötigen Distanz entgegentreten kaum gefallen. Sicherlich kein Film für die Masse und auch kein Partyfilm, sondern ein bitterböses Statement gegen Gorehound-Zuschauererwartungen und die "Schneller-Höher-und-noch-noch-Weiter"-Gesellschaft!
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Mo 14. Mai 2012, 19:27
von jogiwan
Code Blue
"Code Blue" ist eigentlich die medizinische Bezeichnung für akute Herzinfarktpatienten im angloamerikanischen Raum, aber im Falle dieses Filmes ist es wohl eher die Krankenschwester Marian, die dringend Hilfe benötigt. Die Mitvierzigerin ist emotional komplett neben der Spur, weitgehend isoliert und hilft mittels Spritze auch noch das vermeintliche Leid ihrer Patienten zu verkürzen. Das Ganze ist dann natürlich schwer verdaulich, von der Thematik her kontrovers und erinnert an Michael Haneke, Lars von Trier und Ulrich Seidl. Kein Film, den man gut finden kann, auch wenn der Streifen von Urszula Antoniak sicherlich interessant ausgefallen ist. Andererseits tue ich mir wie schon bei "Die Klavierspielerin" schwer, für gestörte und bösartige Weibsen so etwas wie Mitgefühl zu empfinden...
Komm, süßer Tod
Schwarzhumoriger und bitterböse Krimi über die Machenschaften zwei konkurrierender Rettungsdienste und einem Detektiv wider Willen, der eigentlich nur seine Ruhe haben möchte und nebenher einen Kriminalfall löst. Autor Wolf Haas und seine Figur des Brenners ist in Österreich natürlich sehr bekannt und auch die erste Verfilmung kennt hierzulande jeder und ist mittlerweile im allgemeinen Kulturgut integriert. Der Film selbst startet recht humorvoll und entwickelt sich dann in Richtung Krimi. Alles immer schön böse und zynisch und direkt aus dem Leben eines durchschnittlichen Österreichers entsprungen... Tja, so sind wir halt!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Di 15. Mai 2012, 16:53
von jogiwan
Chinese zum Mitnehmen
Netter, aber auch nicht sonderlich aufregende Culture-Clash-Komödie über einen störrischen Eisenwarenladenbesitzer und einem Chinesen, der kein Wort Spanisch spricht. Dadurch ergeben sich natürlich allerlei skurrile Szenen, die auch ganz okay ausgefallen sind. Vielleicht ist dieses Culture-Clash-Dings aber mittlerweile einfach schon zu überbeansprucht, als dass man sich an diesen ewiggleichen Filmen mit ihrer Mischung aus Humor, Drama und Leergang über längeren Zeitraum erfreuen kann. Der Konsen-Streifen aus Argentinien ist dann auch eher was für den verregneten Nachmittag, als für den Abendeinsatz. 5/10
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Do 17. Mai 2012, 11:51
von jogiwan
Der Gott des Gemetzels
Absolut herrlicher Film mit einem starken Ensemble, bei dem ich mich köstlich amüsiert hab. Der Film dauert zwar nur knapp 70 Minunten, aber in denen ist ständig was los und wie die Diskussion aus dem Ruder läuft, ist einfach nur spaßig zu beobachten. Jeder der vier interessanten Figuren - die nicht besser besetzt hätten werden können - hat sich im Leben eine Fassade aufgebaut, die nach und nach zu bröckeln beginnt und am Ende gibts für alle Beteiligten Saures, während sich die Kinder längst schon wieder vertragen haben. Wenn es dieser Tage eine Empfehlung gibt, dann wohl diese. Muss ich mir jetzt aber auch noch unbedingt im Original anschauen! 8-9/10
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Do 17. Mai 2012, 11:52
von jogiwan
Alles über meine Mutter + Doku
Gestern auf Arte mit einer wunderbaren und Doku aus 2012 im Anschluss, dass nicht nur die Anfänge von Pedro Almodóvar und die Dreharbeiten zu dem Oscar-prämierten Werk näher beleuchtet, sondern auch noch die Darsteller und Produzenten zu Wort kommen. So etwas über seinen absoluten Lieblingsfilm zu sehen ist natürlich genial und die Doku war auch sehr persönlich gemacht und hätte für mein Empfinden noch stundenlang so weiter gehen können. Nach emotionalen 45 Minuten war dann aber leider Schluss und ich hoff, unsere werte untotschi hat die Doku aufgenommen, damit ich die in Zukunft in der Endlosschleife konsumieren kann...

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Do 17. Mai 2012, 14:15
von untot
Jepp, hab isch!!

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Do 17. Mai 2012, 14:20
von jogiwan