Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb
Verfasst: Mi 14. Mär 2012, 17:30
Gandu

Interessanter und experimenteller, aber nicht gänzlich geglückter und auch etwas zu sehr auf Aufmerksamkeit gebürstetes Arthouse-Drama aus Indien, dass in seinem Heimatland trotz großer Fangemeinde im Underground niemals eine kommerzielle Auswertung finden wird. Schuld daran ist nicht nur die Geschichte des wütenden Jugendlichen mit seiner Fuck-You-Attitüde, der sich den gesellschaftlichen Missständen seines Landes verweigert und den derben Rapsongs, sondern vor allem wegen de, offen gezeigten Drogenkonsum und pornografischen, aber zu keiner Zeit plakativen Szenen, die zur Zensurmentalität des Landes nicht widersprüchlicher sein könnten. „Gandu“ kombiniert jugendliche Wut und Pessimismus, zitiert ausgiebig popkulturelle Elemente und auch seine wütenden Regie-Vorbilder aus dem Westen, erreicht aber dabei nicht die verstörende Intensität eines Gaspar Noe oder Mladen Djrdjevic. Der Soundtrack hat leider auch so überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen hat und auch der ständige Gebrauch von Schimpfworten fand ich ermüdend. Aber das sind persönliche Befindlichkeiten und für einen indischen Film abseits verklärter Bollywood-Romantik ist "Gandu" ja trotzdem sensationell: 7/10

Interessanter und experimenteller, aber nicht gänzlich geglückter und auch etwas zu sehr auf Aufmerksamkeit gebürstetes Arthouse-Drama aus Indien, dass in seinem Heimatland trotz großer Fangemeinde im Underground niemals eine kommerzielle Auswertung finden wird. Schuld daran ist nicht nur die Geschichte des wütenden Jugendlichen mit seiner Fuck-You-Attitüde, der sich den gesellschaftlichen Missständen seines Landes verweigert und den derben Rapsongs, sondern vor allem wegen de, offen gezeigten Drogenkonsum und pornografischen, aber zu keiner Zeit plakativen Szenen, die zur Zensurmentalität des Landes nicht widersprüchlicher sein könnten. „Gandu“ kombiniert jugendliche Wut und Pessimismus, zitiert ausgiebig popkulturelle Elemente und auch seine wütenden Regie-Vorbilder aus dem Westen, erreicht aber dabei nicht die verstörende Intensität eines Gaspar Noe oder Mladen Djrdjevic. Der Soundtrack hat leider auch so überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen hat und auch der ständige Gebrauch von Schimpfworten fand ich ermüdend. Aber das sind persönliche Befindlichkeiten und für einen indischen Film abseits verklärter Bollywood-Romantik ist "Gandu" ja trotzdem sensationell: 7/10








