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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Do 27. Okt 2011, 07:24
von jogiwan
Impulse

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Ein Satz mit X - das war wohl nix. "Impulse" beginnt ja recht vielversprechend, entwickelt sich dann aber leider in eine recht langweilige Richtung. Hier geht es wohl um zwei vereinsamte Menschen, die ihr gemeinsames Interesse am Tod vereint. Während Jaime gerne mal Leute vor fahrende U-Bahnen stößt und Frauen während des Aktes tötet, ist die Musikerin Sara einfach zu feige, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzten. Als Sara einen Mord beobachtet, erpresst sie Jaime, der nach und nach ebenfalls Interesse an der Musikerin entwickelt. Leider ist der Ausgang der ganzen Sache und das Ziel von Sara ja gleich einmal zu erahnen und der Streifen vergeht sich eher an belangloser Alltagsbetrachtung, als auf irgendeine Weise Spannung zu entwickeln. Das offene Ende ist ebenfalls mau und dem jazzigen Soundtrack wird viel zu viel Raum gegeben. Unterm Strich eher schnarchig und muss man daher auch nicht gesehen haben: 3-4/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Fr 28. Okt 2011, 10:53
von jogiwan
Die Abenteuer des jungen Don Juan

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Der sechzehnjährige Roger kommt im Sommer 1914 auf den Landsitz seiner Eltern, um dort seine Sommerferien zu verbringen. Zu seiner Überraschung entdeckt der pubertierende Junge, dass nahezu sämtliche Bewohner der Liegenschaft einem lasterhaften Leben nachgehen. Neugierig beobachtet er seine Umfeld und als der Krieg ausbricht und alle erwachsenen Männer einberufen werden, ist er endgültig der Hahn im Korb und erlebt ein amouröses Abenteuer nach dem anderen. Doch diese bleiben natürlich nicht ohne Folgen und schon bald hat der junge Mann noch mehr Probleme am Hals...

Hehe, lustiger und amüsanter Coming-of-Age-Streifen mit Serena Grandi und Claudine Auger unter der Regie von "Castingata"-Regisseur Gianfranco Mingozzi. Die augenzwinkernde Geschichte über erwachende Sexualität im lasterhaften Umfeld ist natürlich nicht ernst gemeint und bietet den Rahmen für allerlei skurrile Situationen der sexuellen Art. Obwohl Erotik-Komödien ja normalerweise nicht so meine Kiste ist, hat mich "Zärtliche Versuchung" auch dank allerlei bekannter Gesichter ganz gut unterhalten. Der freizügige Film macht Spass und auch von der technischen Seite her gibt es keine Kritikpunkte. Unterhaltsame 7-8/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 11:25
von jogiwan
Halloween (2007)

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Ich war jetzt eigentlich auch positiv überrascht. Der Film funzt - wie bereits erwähnt - ganz anders als das Original, obwohl die Geschichte vom Original weitgehend übernommen wurde. Aber Zombie gibt dem "Monster" hinter der Maske ein Gesicht und eine Vergangenheit, die imho dann doch etwas stereotyp ausgefallen ist. Rob Zombies fluchende Figuren sind halt auch immer dieselben. Aber das Remake ist vor allem im DC sehr stimmig gemacht, überzeugt durch härtere Effekte und dem Wiedersehen mit zahlreichen bekannten Gesichtern wie Sybil Danning, Ken Foree und Richard Lynch. Auch wenn mir das Original trotzdem besser gefällt, würde ich auch 7/10 geben.

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Di 1. Nov 2011, 10:08
von jogiwan
Halloween 2

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Hehe, dass "Halloween 2" teils nicht so gut ankommt ist ja wenig verwunderlich, da Rob Zombie ja wenig Rücksicht auf die Erwartungshaltung der riesigen Fangemeinde nimmt, seine Story hübsch durch den Psycho-Fleischwolf dreht und auch keine Hemmungen hat, bisherige Sympathieträge ins Gegenteil zu verkehren. Die Inszenierung ist dreckig und derb, jedoch hab ich ein bissl die Atmosphäre vermisst und spannend ist das Teil ja nicht wirklich, da Herr Myers ja auch im Verlauf der Geschichte keine Gefangenen macht. Trotzdem fand ich den Streifen schon sehr okay und das Finale passend, auch wenn mir dieses "Fuck-Gelabere" wie üblich etwas auf den Zeiger ging. Mal gespannt wie Teil 3 wird*. 7/10

*(haha, der war gut!)

Blutige Seide

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Mario Bava liebt Farben und ich liebe diesen Film! 11/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Di 1. Nov 2011, 14:06
von jogiwan
Unmoralische Geschichten

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Hab ich zwischendurch auch geguckt - bissl viel Pelz und der Fokus ist für meinen Geschmack etwas zu sehr auf weibliche Geschlechtsmerkmale gerichtet, aber ansonsten recht ansprechend gefilmt und auch die detailverliebte Ausstattung und der poetische Stil, der ohne viel Worte auskommt, hat mir recht gut gefallen. Ich bin dann aber wohl auch nicht die richtige Zielgruppe für so einen Film :jogi: Bis auf die zweite Episode, die ich nervig fand, sicherlich top! Ich hab aber die Episoden einzeln bewertet. Insgesamt würde ich eine 7/10 zücken!

Die Gezeiten: 7/10
Die philosophische Therese: 4/10
Erszebet Bathory: 10/10
Lucrecia Borgia: 8/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Mi 2. Nov 2011, 08:07
von jogiwan
Wir sind was wir sind

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Als ein älterer Mann in einem Einkaufszentrum zusammenbricht und verstirbt, ahnt niemand, welche Tragödie hinter dem Tod des Mannes steckt. Als Familienoberhaupt hat dieser seine Familie von Kannibalen mit Frischfleisch versorgt, welches auch in einem Art Ritual das Überleben in dem Armenviertel sicherte. Nach dem plötzlichen Tod ist jedoch keiner der restlichen Familienmitglieder bereit, die Rolle des Ernährers zu übernehmen. Zunehmend kommt es zu innerfamiliären Spannungen und als bei einer Obduktion auch noch ein Finger im Magen des Mannes gefunden wird, ist auch bald die Polizei hinter der Familie her...

Etwas seltsamer, aber nicht uninteressanter Horrorfilm über Kannibalen, der anfänglich eher als sperriger Arthouse-Film daherkommt und am Ende dann doch noch in den Horrorbereich wechselt. Was sich in der Inhaltsangabe relativ reißerisch anhört, ist eher subtil erzählt und statt irgendwelchen Splattereien stehen anfänglich eher familiäre Spannungen und der Verlust jeglichen Moralempfindens durch Armut in einer Millionenmetropole im Fokus. Optisch ist der Streifen auch bewußt recht trist und die ganze Atmosphäre irgendwie hoffnungslos. Sehr speziell und wohl auch eher was für die Fans aus der Drama-Ecke, die nix gegen ein paar härtere Szenen haben - ganz überzeugt hat mich "Wir sind was wir sind" aber nicht: 6,5/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Do 3. Nov 2011, 10:05
von jogiwan
Welcome to the Space Show

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Fünf Grundschüler retten im Sommerlager ein lebloses Doggie, das sich als Außerirdischer entpuppt. Als Dank nimmt er die Bratzen mit auf eine Reise zum Mond, der sich als popping-bunte Weltraummetropole entpuppt. Als sich die Rückreise verzögert und die illustre Truppe einen Umweg nehmen muss, geraten diese ins Visier eines durchgeknallten Wissenschaftlers und schon bald entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod, bei dem schlussendlich sogar die Existenz des gesamten Universums auf dem Spiel steht.

Holla die Waldfee... macht Gaspar Noe jetzt auch in Anime? "Welcome to the Space Show" ist dann wohl "Enter the Void" für Reizüberflutungs-resistente Kinder, die nix gegen jede Menge Action, flache Charaktere und poppig-bunte Bilder haben. Konzipiert als Familienfilm werden junge Erdenbürger jedoch angesichts des Action-lastigen Finales jedoch doch überfordert sein, während älteren Zuschauern die kindlichen Charaktere vermutlich zu putzig ausgefallen sind. Herausgekommen ist ein wilder (Drogen-)Trip durch fremde Galaxien, dass zwar irgendwie nett und sehr farbenfroh daherkommt, aber trotz technischer Perfektion vergleichbaren Werken wie denen aus dem Studio Ghibli nicht das Wasser reichen kann. Und hätte ich Kinder, ich wüsste nicht, ob ich denen das zeigen würde... 6,5/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Fr 4. Nov 2011, 07:48
von jogiwan
Cold Fish

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Shamoto ist ein richtiger Loser und führt mit seiner jungen Frau einen Laden für Aquarium-Fische. Als eines Tages seine Tochter beim Ladendiebstahl erwischt wird, trifft er auf den charismatischen Murata, der im gleichen Geschäftszweig, aber wesentlich erfolgreicher unterwegs ist. Doch Murata ist ein durchgeknallter Serienkiller, der gemeinsam mit seiner Frau nach der Reihe Leute ermordet und ehe sich Shamoto versieht, wird er zum Komplizen und sein Leben steuert einem blutigen Höhepunkt entgegen...

Was für ein Film... was anfängt wie ein Low-Budget-Familiendrama wird unvermutet zum Serienkiller-Film, der gegen Ende so derart auf die Kacke haut, dass auch die knapp 140 Minunten wie im Flug vergehen. Da werden Menschen mit dem Sushi-Messer zerlegt, die Protagonisten waten im Blut und sowieso und überhaupt ist an dem Film alles herrlich dreckig, daneben, düster und vollkommen pessimistisch, wenn da nicht ständig dieser seltsame und tiefschwarze Humor aufblitzen würde. "Cold Fish" entzieht sich dann auch allen Kategorien und ist einfach nur vollkommen strange auf die eindrucksvolle Art und Weise... :roll: / 10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Sa 5. Nov 2011, 10:51
von jogiwan
Territories

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Mitten in der Nacht und nur mit einem funktionierenden Scheinwerfer fahren fünf Freund von einer Hochzeit in Kanada in die USA zurück. An der Grenze geraten die jungen Leute in eine Polizeikontrolle und der Fahrer erregt mit seinem ausländischen Namen und Aussehen das Interesse eines Polizisten, der bald unbequeme Fragen stellt. Als bei der Kontrolle auch noch eine kleine Menge an Drogen gefunden wird und einem der Reisenden seine dringend benötigte Medizin verweigert wird, eskaliert die ganze Situation und obwohl die jungen Leute auf ihre Rechte als amerikanische Staatsbürger beharren, wird einer von ihnen erschossen, der Rest festgenommen und von den beiden Männern verschleppt.

In der ersten Halbzeit sehr unangenehmer Film, der natürlich an Guantanamo und die zweifelhafte Rolle der USA erinnern soll. Das ist auch wirklich sehr bedrückend ausgefallen und alles andere als leichte Kost. Leider verschenkt der Streifen aber im letzten Drittel sein gesamtes - ich wiederhole - sein gesamtes (!!!), im Vorfeld aufgebautes Potential und ist dann nur noch ziemlich schlicht auf "Downer" gestrickt. Das mag vielleicht bei manchen für zusätzliche Bedrückung sorgen, ich hingegen fand den Streifen doch etwas zu plakativ, tendenziös und trotz guter Ansätze letzten Endes ziemlich unbefriedigend. Wie kann man nur eine Stunde feinsten Psycho-Horror der an die Nieren geht im letzten Drittel nur so derart verschenken? An anderen Stellen ist in diesem Zusammenhang auch von "dramaturgischen Holprigkeiten" zu lesen, was wohl die Untertreibung des Jahrhunderts darstellt. Außerdem scheint es auch noch eine wesentlich längere Fassung zu geben, die auch auf dem FFF gelaufen ist - die ist mir aber zum Glück erspart geblieben. 4/10

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtageb

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 14:55
von jogiwan
Alles über meine Mutter

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ich ♥ diesen Film! 10/10