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Re: Sound of Silence and Decadence - Neues Vinyl und begleitende Eindrücke

Verfasst: Do 7. Mai 2026, 15:37
von sid.vicious
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2000 kam das letzte Album der SPICE GIRLS. Und dieses - „Forever“ - hat im November seinen 25. Geburtstag gefeiert. Feiern wir mit? Nicht wirklich! Denn „Forever“ ist vermutlich einem „Wir wissen, dass wir was können und wollen von Stund an anspruchsvolle Musik machen“ geschuldet. Das Unbekümmerte, das Freche, das Spritzige, das Alberne, halt all das was die beiden Vorgängeralben der Mädels auszeichnet, wird mit „Forever“ zu Grabe getragen. „Forever“ liefert stattdessen Soul und RnB. Gesangstechnisch gibt es nichts zu bemängeln, aber jener Funke, der eine gebührende Rezeption auslösen könnte, ist einfach nicht zündfähig.

Dennoch wirkt das Finale des Albums (zumindest auf mich) versöhnlich. Mit „Oxygen“ wird ein Song geboten, der mich allumfassend an MADONNA erinnert und Teil des sechsten MADONNA-Studio-Album - „Bedtime-Stories“ - sein könnte. Sehr schön anzuhören. Und da man ein Album immer mit einem musikalischen Highlight beenden sollte (Der Abschlusssong hat erwiesenermaßen gute Karten sich in den Gehörgängen der Reziepienten einzunisten.), wird mit „Goodbye“ ein eben solches/solcher Highlight/Ohrwurm geliefert. Dessen Lyrics gar redundant interpretierbar (Geri Halliwells Ausstieg / das mögliche Ende der SPICE GIRLS / das Ende von Girl Power) sind.

Das Ende der SEX PISTOLS geht mit dem Tod des Londoner Punk einher. Mit dem Ende der SPICE GIRLS verhält es sich IMHO nicht anders, da sich mit ihnen jene erfrischende Girl Power aus dem Mainstream verabschiedete, die die SPICE GIRLS für sich beanspruchten und die die SPICE GIRLS auszeichnete. Nachfolgerinnen wie beispielsweise ATOMIC KITTEN waren zwar hübsch anzuschauen und ihre gesanglichen Interpretationen sehr wohl hörbar, aber das war es dann auch schon. Und NEIN! (Tätowierte) Rapperinnen mit aufgeklebten Fingerkrallen und Schlauchbootlippen haben nichts mit Girl Power gemein! Das ist armselig, dumm, sowie durch und durch wertlos...

...und wenn ich schon mal beim Thema Dummheit bin: Geri Halliwell war zwar das Spice Girl mit dem kleinsten Talent, aber mit der größten Fresse. Für ihr Gefasel, dass die SPICE GIRLS Thatcherist(inn)en sind, dass sie Maggie lieben und das Thatcher das erste Spice Girl war, hat sie zu Recht - wenn auch nur symbolisch - auf die Fresse bekommen. Die beiden Mels waren wegen der Aussagen immens angepisst. Mel C ist gebürtige Liverpudlian. Und in Liverpool hat Thatcher bekanntlich massig Shice angerichtet. Wie überall wo Baroness Maiden von Falkland ihre Finger im Spiel hatte.