Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Das Ewige Leben

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Die „Brenner-Filme“ bestanden ja schon immer irgendwie aus einem Viertel Milieu-Studie, Drama, Komödie und Krimi mit Lokal-Kolorit bzw. veränderlichen Anteilen, bei dem einem das Lachen oft im Halse stecken bleibt. Nachdem der Komödien-Anteil mit jeder Episode zurückgefahren wurde, gibt es in „Das ewige Leben“ auch nicht mehr viel zu lachen und zeigt auch unseren Titelhelden Brenner in der persönlichen und existenziellen Krise. Nach der Rückkehr nach Graz aus finanziellen Gründen holt den Ex-Privatdetektiv auch rasch die Vergangenheit ein und die erste Leiche lässt ebenfalls nicht lange auf sich warten. Das der dramatische Streifen in Graz gedreht wurde ist natürlich super und einige Szenen wurden auch bei mir ums Eck gedreht, auch wenn geografisch etwas getrickst wurde. Obwohl nicht in den schönsten Vierteln gedreht wurde, gibt es zumindest mit der Murinsel und dem Schlossberg zwei touristische Highlights zu bestaunen, die wohl auch den Tourismusverband angesichts der augenscheinlichen Tatsache besänftigen, dass Graz ansonsten nicht gut wegkommt. Der Rest in eine wunderbare Tragödie über ältere Männer in der Krise und ein großartiger Abgesang auf Träume und das Leben in der Kleinstadt. Ich hoffe auf noch viele weitere Brenner-Filme!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Nightmare Castle

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In memoriam Mario Caiano (1933 - 2015)
jogiwan hat geschrieben:Sehr ansehnlicher Gothic-Grusler von Mario Caiano über einen durchgeknallten Wissenschaftler, der seine untreue Gattin samt Lover entsorgt um sich dann die mental etwas derrangierte Stiefschwester zu ehelichen, der der Verblichenen auch noch zum verwechseln ähnlich sieht. Alles sehr hübsch in Szene gesetzt und von Barabara Steel kann man ja selbst in einer Doppelrolle noch immer nicht genug bekommen. Auch Helga Liné glänzt wieder einmal mit ihrer Mischung aus diabolisch und distanziert und sowieso und überhaupt gibt es im Falle von "Nightmare Castle" nicht viel zu meckern. Nette Story, tolle Darsteller und ein paar überraschend blutige Effekte und Foltereien gibt es auch noch zu betrachten. Der nölige Orgel-Soundtrack von Ennio Morricone war zwar nicht so mein Dingens, aber ansonsten ist der empfehlenswerte Streifen ein Sorglos-Gothic-Rundum-Paket für die Freunde von gepflegten Grusel, der in jeder Hinsicht überzeugt.
Schöner Gothic-Mystery-Grusler, der auf der neuen Blaustrahl noch einen Ticken schöner kommt. Zwar kann "Nightmare Castle" nicht ganz mit der Oberliga mithalten, aber insgesamt ist Herrn Caiano schon ein sehr schöner und unterhaltsamer Streifen gelungen, der vor allem im Finale hübsch aufdreht. Der Rest ist eh schon oben beschrieben. Danke, Mario!
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Verflucht

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Es gibt Dinge, die muss man wohl nicht verstehen und dazu zählen auch die durchwegs negativen Kritiken und sehr verhaltenen Stimmen zu dem 2005 entstandenen Streifen „Verflucht“, der wohl eine ziemlich unrühmliche Entstehungsgeschichte sein Eigen nennt. Mit zehn Jahren Abstand und losgelöst von den ganzen Ärger und Verwicklungen ist der augenzwinkernde Werwolf-Streifen aber doch eine ungemein unterhaltsame Sache, die den Zuschauer auch stetig mit blutigen Details oder lustigen Einfällen bei Laune hält. Klar ist der Streifen nicht ganz ernstgemeint und auch die CGI sind sicherlich nicht die Besten, aber ansonsten ist „Verflucht“ doch eine durchwegs sehr sympathische Angelegenheit mit einer wunderbaren Christina Ricci, die gemeinsam mit ihren Bruder in den Bann eines Werwolfs gerät. Das Tempo ist relativ flott und die überdrehte Mischung aus selbstironischen Horror, Werwolf-Mythen, Teenie-Streifen und nicht ganz so gelungenen CGI ist stets trashig genug um mich 95 Minuten in der Unrated-Fassung bestens bei Laune zu halten. Ich fand „Verflucht“ nach all dem, was ich im Vorfeld darüber gelesen habe jedenfalls überraschend spaßig und unterhaltsam und wer sich bislang von den schlechten Stimmen und humorlosen Menschen abschrecken hat lassen, hat nun einen Grund, doch noch einen Blick zu riskieren.
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Reinifilm
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von Reinifilm »

Endlich noch jemand, der "Verflucht" zu würdigen weiß. :thup:
Ich verstehe bis heute nicht warum der Film soviele negative Kritiken hat...
_______________________________________________________
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Geld oder Leber!

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„Geld oder Leber!“ von Dieter Pröttel ist wieder einmal eine dieser episodenhaften Komödien, die in den Siebzigern und Achtzigern mit eher harmlosen Kalauern und bekannten Hits auch voll und ganz auf seine Darsteller zugeschnitten. In diesem Fall ist es „Supernase“ Mike Krüger, der gemeinsam mit Ursula Monn zur Musik der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“ versucht, mittels improvisierter Banküberfällen und Einbrüchen zu Geld zu kommen. Natürlich geht aber stets alles schief und als nach einem erfolgreichen Juwelendiebstahl die Beute auf der Flucht vor der Polizei in einem Fleischwarengeschäft in eine Gans gefüllt wird, die wenig später verkauft wurde, gehen die Turbulenzen auch erst so richtig los. Die Suche nach der „goldenen Gans“ führt Mike und Susanne von einer abstrusen Situation in die Nächste und ins sonnige Kärnten, wo auch Falco mit seinem Harem am Wörthersee urlaubt und wenig später auch noch „The Sound of Music“ zum Besten gibt. Dabei ist „Geld oder Leber“ aber überraschend unterhaltsam und kurzweilig inszeniert und auch wenn der Streifen doch etwas Anlaufzeit braucht, so ist er danach doch recht spaßig und hat neben Hits auch noch das „Who-is-Who“ der deutschen Filmlandschaft an Bord, wobei alle von dem exzentrischen Popstar Falco überstrahlt werden, bei dem man nicht wissen möchte, was der bei seinen Auftritten so alles in der Nase hatte. Unterm Strich bleibt eine doch recht funktionale deutsche Komödie aus den Achtzigern mit sympathischen Gesichert und viel Musik, die zwar manche Filmfans nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würde, aber für Fan von deutschem Filmgut natürlich schon allein aufgrund der imposanten Darstellerriege unverzichtbar ist.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Coconuts

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Nach langer Durststrecke endlich wieder mal ein Streifen, den ich so richtig scheiße fand und egal was Franz Novotny mit seinem 1985 gedrehten „Coconuts“ realisieren wollte, es ging wohl gründlich in die Hose. Der turbulente Streifen soll wohl in einem Aufwischen und augenzwinkernd in alle Richtungen austeilen, doch statt der eierlegenden Wollmilchsau der Actionkomödien ist dabei nur ein fast schon bewundernswert in den Sand gesetzter Rohrkrepierer herausgekommen, der trotz bekannter Gesichter, ironisch gemeinter Momenten und jeder Menge Explosionen so überhaupt nicht funktionieren mag und sich als quälend-langatmige Angelegenheit entpuppt. Die sehr holprig erzählte und vollkommen wirre Geschichte krankt vor allem an seinen ausgesprochen unsympathisch gezeichneten Figuren und unlogischen Momenten, ist gnadenlos unlustig und zeugt nebenher vor allem von einem sehr merkwürdigen Menschenbild und noch seltsameren Humorverständnis. Auch die Darsteller wirken sehr lustlos bei der Sache und vor allem Rainhard Fendrich und seine verkrampften Versuche als Schauspieler sind wie der restliche Film eigentlich kaum auszuhalten. Ich bin ja sonst eigentlich immer darauf bedacht, selbst der größten Grütze noch irgendetwas Positives abzugewinnen, aber „Coconuts“ stellt mich zumindest in diesem Punkt vor eine schier unlösbare Aufgabe.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Rough... rougher... Jogi - Triple Feature :nick:

Wet Wilderness

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Eine Mutter macht mit ihrem Sohn und ihrer Tochter, sowie deren Freundin einen Ausflug ins Grüne um sich in einer abgelegenen Hütte im Wald ein wenig zu erholen. Als sich die Tochter und ihre lesbischen Geliebte einen ruhigen Platz zum Kuscheln suchen, werden diese von einem Machete-schwingenden Mann mit Schihaube aufgelauert, der die Beiden überraschten Frauen zu sexuellen Aktivitäten zwingt und danach eine von Beiden auf grausame Weise ermordet. Doch das ist erst der Anfang eines furchtbaren Verbrechens und der sadistische und ungemein potente Fremde bringt wenig später auch noch den Rest der Familie in seine Gewalt um diese mit Gewalt zu unbeschreiblichen Dingen zu nötigen…

Billig heruntergekurbelter Hardcore-„Roughie“ mit Backwood-Slasher-Einschlag, der jedoch neben seiner nicht vorhandenen Story vor allem unter dem mangelnden Talent seiner Darsteller und der Lieblosigkeit seiner Inszenierung leidet. So ist die „Mutter“ ungefähr im selben Alter wie ihre Kinder und statt Terror steht in „Wet Wilderness“ auch eher Teilnahmslosigkeit seiner Figuren und Darstellerleistungs-Fremdschämen am Programm. Um den Zuschauer zu schockieren gibt es aber neben Vergewaltigungen und Inzest auch noch ein paar blutige Einlagen, die aber ebenfalls sehr kostengünstig inszeniert wurden, ehe am Ende im total abrupten Ende dann der sadistische Killer seine gerechte Strafe erhält. Da Regisseur Lee Cooper beim Original unerlaubterweise auch noch die Musik von „Psycho“ und „Der weiße Hai“ verwendet hat, hat man dem eher entbehrlichen Streifen bei der Veröffentlichung auf DVD auch gleich einen neuen und nicht ganz stimmigen Soundtrack samt Synchro verpasst, der den Sehgenuss noch zusätzlich etwas schmälert.

Come Deadly

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Während den Proben zu dem Theaterstück „Die widerspenstige Zähmung“ geschehen in einem kleinen Off-Broadway-Theater seltsame Dinge und ein maskierter Vergewaltiger und Mörder macht Jagd auf die weiblichen Darstellerinnen. Als ein weiteres Ensemble-Mitglied erwürgt aufgefunden ist, befürchtet der Regisseur weitere Morde und schleust einen verdeckten Ermittler in das Theater, der sich als Schauspieler ausgibt. Dieser hat auch gleich einen sehr guten Draht zu den weiblichen Darstellerinnen des Theaters und neben körperlichen Vergnügen auch bald eine zündende Idee um den mysteriösen Killer ein für allemal zu entlarven.

Kleiner, aber nicht uninteressanter „Roughie“ über Vergewaltigungen und Morde in einem kleinen Theater, der insofern spaßig ist, weil der Mörder doch sehr an den Killer in Mario Bavas „Blutige Seide“ erinnert und ebenfalls wenig zimperlich zur Sache geht. Der Kriminal-Anteil der Story ist wie üblich eher knapp ausgefallen und der Rest die gewohnte Mischung aus „Over-Acting“ und Fleisch-Einlagen, die mit ein paar eher harmlosen Gewaltmomenten verfeinert wurden. Die Darsteller wirken recht sympathisch und der Hauptdarsteller muss dank Inserts nicht einmal selber seinen Mann stehen. Sonst gibt es nicht viel zu meckern und obwohl „Come Deadly“ weder sonderlich erotisch, spannend oder schockierend ist, so guckt sich das kurze Schmuddelfilmchen dank ausgewogenem Film- und HC-Anteil und netter Inszenierung auch ganz gut weg.

Water Power

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Der Psychopath Burt ist ein Einzelgänger, der sich mit pornographischen Bildern von seinem langweiligen Leben ablenkt und nachts Frauen mit dem Teleskop beobachtet. Als er eines Tages in einem speziellen Bordell Zeuge wird, wie ein Mann als Arzt verkleidet einer gefesselten Prostituierten einen Einlauf verpasst, beschließt er die Straßen von New York vom Schmutz zu befreien, in dem er alleinstehende Frauen überfällt und diesen ebenfalls Einläufe verpasst, während er sich dabei selbst befriedigt. Als diese bizarren Übergriffe auf Frauen zunehmen, werden die Polizisten Jack und Irene auf den Fall angesetzt und um den Fall aufzuklären wagt sich Irene beängstigend nahe an den Psychopathen heran…

Berühmt-berüchtigter „Roughie“ mit Jamie Gillis in einer von „Taxi Driver“ inspirierten Rolle als vereinsamter Psychopath, der überfallenen Frauen Einläufe (!) verpasst um diese vom Schmutz (!!) zu reinigen und noch dazu auf wahren (!!!) Begebenheiten des „Klistier-Banditen“ Michael H. Kenyon aus Illinois beruht. „Water Power“, der fälschlicherweise auch oft Gerard Damiano zugeordnet wird aber von Shaun Costello stammt, macht dann auch keine Gefangenen und ist auch ein im wahrsten Sinne des Wortes dreckiger Schocker im Gewand eines fetischierten Psychothrillers, der in der deutschen Fassung wohl zu allem Überfluss auch noch den Titel „Schpritz“ bekommen hat. Eigentlich unvorstellbar was da seinerzeit in den Siebzigern tatsächlich so in schmuddeligen Kinos gelaufen ist und vielleicht sollte ich in Zukunft auch nicht mehr so unvorbereitet an derartige Werke gehen. Wie ich seit gestern weiß, ist das englische Wort „enema“ auch keine Schreibvariation von „enemy“ und der „Water Power“ auch nicht der erwartete „Home Invasion“-Roughie mit herben Szenen im Badezimmer, den ich mir eigentlich erwartet habe. Naja, knapp daneben ist auch vorbei und Costellos Streifen ist dann natürlich auch nichts für Leutchen, die sich leicht empören und schockieren lassen und/oder beim Sex das Licht ausmachen.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Slumber Party Massacre II

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Lahmer zweiter Teil der „Slumber Party-Masscare“-Serie, der es im Gegensatz zum ersten Teil sogar zu einer deutschen Veröffentlichung gebracht hat. Statt wie im ersten Teil aber einen guten Slasher zu präsentieren, geht die überdrehte und hysterische Sause eher in Richtung „Nightmare on Elm Street“ und unsere Protagonistin Courtney träumt von schrecklichen Dingen, die sich kurze Zeit später auch entsprechend bewahrheiten. Dabei gibt es jede Menge dummes Gelaber und Leerlauf, ehe der vollkommen überzeichnete Killer wie aus dem Nichts erscheint, mit seinem Gitarren-Bohrer (sowas hätte ich auch gerne) unter den jungen Leutchen aufmischt und dabei noch das ein- oder andere Liedchen zum Besten gibt. Das kann man irgendwie lustig finden, aber auch genauso gut nervig und irgendwie hat der Streifen gestern nicht so richtig gezündet und dauert auch viel zu lange, bis es dann die eher herben Effekte zu bestaunen gibt, von denen in der deutschen Fassung natürlich nichts mehr übrig geblieben ist. Unterer Slasher-Durchschnitt mit eher nervigen Figuren und einem überzeichneten Killer, der eher überdreht daher kommt und trotz einiger netter Schauwerte nicht meinen Geschmack getroffen hat.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Ein Toter lacht als Letzter

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Ich kann mich den positiven Stimmen meiner Vorredner nur anschließen und Regisseur Claudio Guerin Hill hat mit „Ein Toter lacht als Letzter“ wirklich ein sehr eigenes, sehr makaberes und eigentlich auch sehr ungewöhnliches Werk geschaffen, dass sich auch von dem üblichen Horrorfilmen seines Entstehungszeitraums abhebt. Je weniger man über den Film weiß, desto besser wird er auch funktionieren und obwohl „Ab in die Hölle“ am Anfang sicher seine Zeit braucht und seine Geschichte durchaus etwas gewöhnungsbedürftig erzählt, so entwickelt der Streifen neben seiner morbiden Grundstimmung ab der Hälfte doch eine sehr immense Spannung, wenn man als Zuschauer erahnen kann, worauf die ganze Szenerie hinausläuft. Darstellerisch gibt es mal gar nichts zu meckern und auch optisch weiß der Streifen sehr zu gefallen und überzeugt neben interessanten Settings mit einer extravaganten Kamera, die die unvorhersehbare Geschichte auch mit sehr hübschen Bildern einfängt. Alles in allem wirklich der bislang grob unterschätzte Genre-Vertreter, der sich als arthousiges Exploitation-Drama zwar irgendwie zwischen alle Stühle setzt und dennoch ungemein gelungen ist und den man sich auch nicht entgehen lassen sollte.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Lake Placid

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Lustiger Tierhorror-Blödsinn über ein gigantisches Krokodil, das einen idyllischen See in Main unsicher macht und es zum Glück auch nur auf unwichtige Nebendarsteller abgesehen hat. Der Streifen von Steve Miner ist jedenfalls ganz unterhaltsam überdreht, kurz und knackig und irgendwie ist es schon sehr verwunderlich, wie man einen derartigen Cast für so ein trashiges Filmchen vor die Linse gebracht hat. Statt Kroko-Terror stehen hier auch eher zwischenmenschliche Problemchen, Stadt-Land-Culture-Clash und Situationskomik am Programm und erst im letzten Drittel geht es dann mit dem putzigen Krokerich erst so richtig zu Sache. „Lake Placid“ ist dann zwar keine Sekunde lang ernst gemeint und bietet überzeichnete Figuren und eine komplett unglaubwürdige Geschichte, macht aber auf der anderen Seite auch großen Spaß und hält den Tierhorror-interessierten Zuschauer mit lustigen Ideen und überraschend gelungenen Tricks auch immer hübsch bei Laune.
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