Joe Fleming rechnet ab - Mino Loy & Luciano Martino (1966)

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Nello Pazzafini
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Joe Fleming rechnet ab - Mino Loy & Luciano Martino (1966)

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Joe Fleming rechnet ab

aka

Furia a Marrakech

I/F 1966

R: Mino Loy & Luciano Martino

D: Stephen Forsyth, Dominique Boschero, Mitsouko, Jack Ary, Claudio Camaso

M: Carlo Savina

Die Verbrecher Organisation LOSCA spürt einen Bunker mit dem „Hitler Schatz“ auf, Millionen von gefälschten Dollar und Pfund Noten. Ein gieriges Mitglied dieser Organisation stiehlt eine kleine Summe, er wird zwar erwischt und ausgeschaltet, einige der gefälschten Banknoten sind aber schon im Umlauf. Die CIA ist alarmiert als eine große Summe bei einer Handelsmesse in New York auftaucht. Dora (Dominique Boschero) hat diese in Umlauf gebracht, Agent Bob Dixon (Stephen Forsyth) wird auf sie und den Fall angesetzt. Er findet heraus das Dora ´s Partner ihren Sitz in Marrakesh haben und schon gehts nach Afrika….
Ja und wo ist jetzt Bob/Joe Fleming? Nur in den deutschen Kinos ist der Film wieder mal zu einer „Fortsetzung“ der beiden „richtigen“ Fleming Filme mit Richard Harrison geworden. Erinnert an Agent 3S3 wo es auch nur in Deutschland 3 Teile gibt.
Dieses Abenteuer ist diesmal von 2 Regisseuren inszeniert nämlich Mino Loy und Luciano Martino. Beide sind ja auch das Produzenten Team hinter den Fleming Abenteuern und Martino führte auch beim ersten Regie.
Hier wird nun wirklich Bond in vielen Details fast schon zitiert. Gimmicks und Gadgets ohne Ende, ein Sichtgerät welches Mitarbeiterinnen nackich sehen lässt (das wollte ich schon immer haben!), Feuerzeuge die als Flammenwerfer dienen etc. und es gibt sogar eine Gadgets Werkstätte samt Q! Der landet gleich mal mit einem großen Ballon von der Ballustrade…herrlich. Dann natürlich die internationalen Location und da ist das Finale in den Schweizer Alpen großartig! Dort liegt natürlich auch der Hitler Bunker, am Matterhorn! Voll mit Banknoten! Es spielt auch die süße Mitsouko mit die wir ja aus dem Feuerball Bond kennen. Das einzige was von Bond nicht übernommen wurde ist das Dixon/Fleming mit keinen der Damen ins Bett geht! Aber das ist wahrscheinlich der Schwachstelle des Films zuzurechnen, Stephen Forsyth, der Dixon/Fleming verkörpert. Ein Milchbubi Gesicht dem man weder den Lover noch den Agenten der tötet abnimmt. Er könnte eher in einer Boygroup unterkommen. Aber alles halb so schlimm, der Film kann sehr gut unterhalten, hat einen Drive und einen super look, der Score ist stimmig und das Agentenherz in mir lacht. Kamera von Florian Trenker, Sohn vom Luis! Drehbuch von Ernesto Gastaldi und Sergio Martino war für die Produktion zuständig. Ein damals schon gutes Team ergiebt einen sehr unterhaltsamen, guten Eurospy und wäre da ein charismatischerer Agent und vielleicht auch noch ein charismatischerer Bösewicht…
So gibts gute 8 Flammenwerferfeuerzeuge dafür mit Tendenz zu 9 IchsehdichnacktBrillen!
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"Ein Grab im K-Gebiet wünscht dir Dein Ugo"
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