Die Stille des Todes - Daniel Calparsoro (2019)

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jogiwan
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Die Stille des Todes - Daniel Calparsoro (2019)

Beitrag von jogiwan »

Die Stille des Todes

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Originaltitel: El Silencio de la ciudad blanca

Herstellungsland: Spanien / 2019

Regie: Daniel Calparsoro

Darsteller: Belén Rueda, Javier Rey, Aura Garrido, Manolo Solo, Alex Brendemühl

Story:

Im Norden von Spanien kommt es in der Stadt Vitoria-Gasteiz zu bizarren Morden, die an Verbrechen erinnern, für die bereits seit zwanzig Jahren jemand im Gefängnis sitzt. Dazu werden jeweils eine Frau und ein Mann entführt, grausam zu Tode gequält und tot und ohne Kleidung wie ein Pärchen drapiert, deren intime Stellen mit einer getrockneten Distel abgedeckt werden. Als der Polizist Unai zu dem Fall gerufen wird um gemeinsam mit der örtlichen Kommissarin Alba zu ermitteln stehen die beiden vor einem Rätsel, da der Mörder immer einen Schritt voraus zu sein scheint und auch über das Privatleben des Ermittlers bestens Bescheid zu wissen scheint…
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jogiwan
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Re: Die Stille des Todes - Daniel Calparsoro (2019)

Beitrag von jogiwan »

Düsterer Serienkiller-Thriller aus Spanien im Stil von „Sieben“ und „Das Schweigen der Lämmer“, der jedoch in seinem Verlauf gleich ein paar gröbere Schnitzer begeht. Der Streifen, der teils aussieht wie ein Tourismus-Video für die baskische Stadt Vitoria-Gasteiz beginnt ja recht spannend und mysteriös, um dann verhältnismäßig rasch den Täter zu enthüllen. Die Frage nach dem „wer“ weicht dem „warum“ was stark zu Lasten der eingangs aufgebauten Spannung geht. Dazu wirkt die Handlung völlig überfrachtet und jeder der Figuren hat einen völlig dramatischen Background der von der eigentlichen Kriminalhandlung auf völlig unnötige Weise ablenkt. Dazu gibt es noch dutzend anderer Handlungsstränge die angerissen aber irgendwann nicht weiterverfolgt werden und das Ganze ist auch noch größtmöglich verworren erzählt und über zahlreiche Logiklöcher und die leicht mystische Note will ich hier auch erst gar nicht schreiben. Fängt gut an, lässt stark nach und irgendwie wirkt „Die Stille des Todes“ stets sehr bemüht, aber auch arg konstruiert, überladen und zerfleddert. Hier werden einfach alle Zutaten in einen Topf geschmissen und so lange umgerührt bis man als Zuschauer gar nicht mehr weiß, wo hier eigentlich der rote Faden sein soll. Thriller Mittelfeld mit erhöhter Tendenz eher nach unten.
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