Die Nacht der reitenden Leichen - Amando de Ossorio (1971)

Moderator: jogiwan

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Deewani
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Re: Die Nacht der reitenden Leichen - Amando de Ossorio

Beitrag von Deewani »

Wer die reitenden Leichen mal adäquat auf 35mm vorgeführt in einem Kino genießen möchte, hat am 10. Juli die Gelegenheit dazu: :popcorn:

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karlAbundzu
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Re: Die Nacht der reitenden Leichen - Amando de Ossorio (1971)

Beitrag von karlAbundzu »

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Ich hab gerade das bei mir wiedergefunden und leihe mir mal das Bild von Freudschi aus.
Gab es da eigentlich noch mehr von?
Im kruden Deutsch, mit wunderlicher Grammatik, zufälliger Worttrennung, lustigen Satzkonstruktionen wird hier vom Film erzählt und von dem Vorbild, den echten Templern. Die waren die frühesten Hipster, wird doch berichtet, dass sie lange Bärte und kurze Haare trugen, na, da blüht den jungen Leuten was...
Aber: Viele schöne Bilder und Aushangphotos drin.
Und Schlußsatz der Woche auf der Rückseite: "Bitte diesen pressedienst nicht jugendlichen unter 18 jahren zugänglch machen."

Macht Lust, die blinden Toten wieder zusehen. Taugt die Box was?
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.

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buxtebrawler
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Re: Die Nacht der reitenden Leichen - Amando de Ossorio (1971)

Beitrag von buxtebrawler »

Erscheint voraussichtlich am 19.07.2018 bei XT-Video als Blu-ray/DVD-Kombination im Mediabook:

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Bemerkungen:
- Uncut HD-Premiere
- Exklusives wattiertes Mediabook mit Prägung und Schuber limitiert auf 1.000 Stück
- Mit 20-seitigem tenebrarum-Booklet von Martin Beine

Disc 1: Blu-ray
- Spanische Langfassung
- Video-Intro mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger
- Interview mit dem Regisseur
- Alternativer Vorspann
- Alternative 4:3-Filmfassung
- Trailer
- Bildergalerie

Disc 2: Blu-ray
- Deutsche Schnittfassung (Bild: 1.66:1 HD 1080p, Ton: Deutsch DTS-HD MA 1.0, Englisch DTS HD-MA 1.0, Länge: ca. 90 Min.)

Disc 3: DVD
- DVD-Version (Spanische Langfassung)

Quelle: https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassu ... &vid=88053
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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jogiwan
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Re: Die Nacht der reitenden Leichen - Amando de Ossorio (1971)

Beitrag von jogiwan »

Eigentlich unverzeihlich, dass es so lange gedauert hat, bis ich endlich auch einmal die reitenden Leichen vor die Linse bekommen habe. Irgendwie hatte ich die durch allerlei Artikel auch als langweilig im Hinterkopf abgespeichert, aber was sich da gestern vor meinen überraschten Augen offenbart hat, war alles andere als uninteressant. Zwar sieht man dem Film seine kostengünstige Machart stark an und die Handlung mit den teils arg überzeichneten Figuren gibt eigentlich auch nicht allzu viel her, aber sind die untoten Templer erst mal da, gibt es ja kein Halten mehr. Der iberische Aberglaube über Satanisten aus vorangegangenen Jahrhunderten entpuppt sich als grausige Realität und der von Einheimischen gemiedene Ort als Todesfalle für neugierige Städter, böse Schmuggler und allerlei Leute, die sonst noch unerwartet zum sprichwörtlichen Handkuss kommen. Das Gewaltlevel ist dabei überaschend hoch und vom Ritualmord bis zum Abhacken von Gliedmaßen ist alles dabei und entschädigt über die erste halbe Stunde, die sich auf das Einführen einer problembelasteten Dreierbeziehung beschränkt und in der vielleicht auch etwas zu viel in verlassenen Dörfern herumspaziert wird. „Die Nacht der reitenden Leichen“ ist ein solider Grusler mit sympathischen Schwächen und wohligen Charme, der nach seinem verhaltenden Start ja gleich mit einer Vielzahl von hübschen Momenten punkten kann und auch gleich wieder Lust auf einen Spanien-Urlaub macht.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Die Nacht der reitenden Leichen - Amando de Ossorio (1971)

Beitrag von buxtebrawler »

jogiwan hat geschrieben:Eigentlich unverzeihlich, dass es so lange gedauert hat, bis ich endlich auch einmal die reitenden Leichen vor die Linse bekommen habe.
Du kanntest den noch gar nicht?! :o :shock: :-?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Re: Die Nacht der reitenden Leichen - Amando de Ossorio (1971)

Beitrag von buxtebrawler »

Erscheint voraussichtlich am 26.08.2019 bei XT-Video noch einmal als Blu-ray/DVD-Kombination in verschiedenen Mediabooks:

Bild
Cover A, limitiert auf 666 Exemplare

Bild
Cover B, limitiert auf 666 Exemplare

Extras:
* Mit 20-seitigem tenebrarum-Booklet von Martin Beine
* Video-Intro mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger
* Interview mit dem Regisseur
* Alternativer Vorspann
* Alternative 4:3-Filmfassung
* Trailer
* Bildergalerie

Quelle: OFDb-Shop
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Dick Cockboner
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Re: Die Nacht der Reitenden Leichen - Amando de Ossorio

Beitrag von Dick Cockboner »

Ich hab den Film heute mal wieder gesehen und hier im Thread alles mal kurz überflogen...
Zwei Anmerkungen meinerseits:
[Ach so, ich besitze leider (immer noch) nur die Carol Media-Fassung, da muss dringendst was Neues her, deshalb fehlt mir an der einen oder anderen Stelle ein wenig Content.]
Erstens:
Salvatore Baccaro hat geschrieben:
Mo 6. Jun 2011, 22:07
Stehe ich eigentlich allein mit der Meinung, dass man vor allem den ersten Reitenden-Leichen-Teil getrost als Attacke auf Homosexualität lesen kann? Ich meine, mal ganz beiseite lassend, dass der Film immerhin im faschistischen Spanien entstand, ist ja im Grunde und im übertragenen Sinne die lesbische Liebe der beiden Hauptdarstellerinnen für die ganze Misere verantwortlich...
Das mit der Attacke gegen Homosexualität kann man natürlich genau so lesen, aaaber ... verantwortlich für die ganze Misere ist wohl nicht die Lesbo-Action im Konvikt, sondern das Treiben der (realen) Tempelritter, zumindest waren das (also sodomistische/homosexuelle Handlungen), neben einigen anderen Vergehen, Teil der Anklage gegen den Orden. Das wird zwar so im Film nicht angesprochen (gestandene Rittersleut, die sich mehr als es damals erlaubt war lieb hatten, waren vielleicht ein wenig zu viel für's Regime :pig: )
Die ersten "Opfer" Deiner erwähnten Attacke waren die Ordenshoschis also selber, was daraus folgt sehen wir ja... :thup:

Zweitens:
Was ist eigentlich mit Virginia White, der Freundin von Betty Turner, passiert?
Gemeinhin wird sie ja als untote Vampirin beschrieben, das sehe ich aber anders, denn De Ossorio drehte hier eine interessante Szene. Nachdem sie Zuflucht in der Burg fand gibt es eine Einstellung in der der Regisseur sie, als sie sich auszog, aus dem Kamin heraus filmte und zwischen ihr und der Kamera das Kaminfeuer loderte...und Virginia dabei aussah, als ob sie verbrennt, was ja dann später im Film auch passiert ist, sie wurde verbrannt. Ganz klar (für mich) ist, dass De Ossorio sie damit als Hexe darstellt. Das Ganze ergibt weiterführend zwar keinen Sinn, denn dieser Handlungsstrang läuft ins Leere...

Ansonsten ein sehr unterhaltsamer Film, den es Spaß macht in unregelmäßigen Abständen immer wieder zu schauen. :thup:
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