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Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: So 29. Jul 2012, 12:21
von purgatorio
CHILLERAMA

Bild

Deutscher Titel: Chillerama
Originaltitel: Chillerama

Regie: Adam Green, Joe Lynch, Adam Rifkin, Tim Sullivan
Produktionsland: USA (2011)

Darsteller: Richard Riehle, Adam Rifkin, Ray Wise, Sarah Mutch, Eric Roberts, Owen Benjamin, Joel David Moore, Kristina Klebe, Kane Hodder, Lin Shaye, Brent Corrigan, Anton Troy...

Story:
It's the closing night at the last drive-in theater in America and Cecil B. Kaufman (Hatchet's Richard Riehle) has planned the ultimate marathon of lost film prints to unleash upon his faithful cinephile patrons. Four films so rare that they have never been exhibited publicly on American soil until this very night! What could possibly go wrong?

In the spirit of classic anthology films like Creepshow and Twilight Zone: The Movie and containing films that not only celebrate the golden age of drive-in B horror shlock but also span over four decades of cinema, CHILLERAMA offers something for every bad taste. With titles like Wadzilla, I Was a Teenage Werebear, The Diary of Anne Frankenstein, and Zom-B-Movie and featuring appearances by Joel David Moore (Avatar), Lin Shaye (Insidious), Ray Wise (X-Men: First Class), Kane Hodder (Friday the 13th), Eric Roberts (The Dark Knight) and more cameos than you can count, CHILLERAMA is sure to have you screaming for more. From the depraved minds of Adam Rifkin (Detroit Rock City), Tim Sullivan (2001 Maniacs), Adam Green (Frozen), and Joe Lynch (Wrong Turn 2).

(http://www.chillerama.com/synopsis/)
vgl. auch die offizielle Seite zum Projekt: http://www.chillerama.com/

Die "raren" Filme im Einzelnen sind:
"Wadzilla"
"I Was a Teenage Werebear"
"The Diary of Anne Frankenstein"
"Zom B Movie"

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: So 29. Jul 2012, 12:23
von purgatorio
Trailer aus dem coming attractions-Fred:
purgatorio hat geschrieben: [BBvideo 425,350][/BBvideo]

Text aus dem FFF-Programmheft
Was kommt heraus, wenn ein paar notorische Horrorfilmmacher und bekennende Trashmovie-Liebhaber sich vornehmen, den hausbackenen Hollywoodhumor aus den Angeln zu heben? – Eine Art KENTUCKY FRIED MOVIE-Genre-Reboot mit jeder Menge Bikini-Mädchen (ohne Bikini), zerplatzenden Dummys, Körpersäften jeder Couleur und Witzen, die besser nicht nacherzählt werden. Kurz: nichts, über das sich Tea Party-Anhänger oder sonstige konservative Mehrheiten in den USA freuen dürften. Adam Green (HATCHET), Tim Sullivan (2001 MANIACS), Joe Lynch (WRONG TURN 2) und Comedy- Filmer und -Schreiber Adam Rifkin (HOMO ERECTUS) beglücken den geneigten Fan mit vier Shortstorys, die es in sich haben – als da wären: frisch verseuchte Untote, Killerspermien, Musicalstars im Pelztier-Look, ein zusammengetackerter Rabbiner und das schrägste Autokino der Geschichte.
8-)

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: Di 19. Feb 2013, 20:57
von purgatorio
da Thread, dem Bux sei Dank (!), wieder aufgetaucht ist, hole ich den gleich mal wieder nach oben :mrgreen: Und am Besten geschieht das mit einer frohen Botschaft: CHILLERAMA ist FSK 16 geprüft worden und uncut
:nick: 8-) :thup: da steht dem Spaß nichts mehr im Wege :lol:

http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=4922

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: Di 19. Feb 2013, 20:58
von buxtebrawler
purgatorio hat geschrieben:da Thread, dem Bux sei Dank (!), wieder aufgetaucht ist, hole ich den gleich mal wieder nach oben :mrgreen: Und am Besten geschieht das mit einer frohen Botschaft: CHILLERAMA ist FSK 16 geprüft worden und uncut
:nick: 8-) :thup: da steht dem Spaß nichts mehr im Wege :lol:

http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=4922
Klasse, da freu ich mich drauf! :)

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: Di 19. Feb 2013, 21:10
von purgatorio
buxtebrawler hat geschrieben: Klasse, da freu ich mich drauf! :)
ich mich auch! Zumal ich über die Freigabe ebenso begeistert wie verwundert bin - ich hatte den Streifen ziemlich heftig in Erinnerung. Dän ging es ähnlich.
Nun kann ich endlich versuchen meine Rezension zu vervollständigen. Bisher hab ich nur bis zur Hälfte der TEENAGE WEREBEARE-Episode rezensiert. Ich hatte noch nichteinmal Ron Jeremy im 60er Jahre Playboy erwähnt :|
Na jedenfalls pack ich das Fragment meiner Rezension schon einmal zum anfüttern hierein:
Für CHILLERAMA bedarf es im Grunde mehrerer Rezensionen, da hier nicht ein Film, nicht zwei Filme, nicht drei sondern gleich vier – ach was – genau genommen sogar fünf Filme präsentiert werden. Die Regisseure Adam Green, Joe Lynch, Adam Rifkin und Tim Sullivan haben sich hier für ein Hommage-Projekt und eine Liebeserklärung ans (Auto- und Bahnhofs-)Kino zusammen getan und einen Episodenfilm zusammengezimmert, der an Geschmacklosigkeit, Frechheit und Dreistigkeit, witziger Niveaulosigkeit und absoluter Respektlosigkeit kaum zu überbieten ist!

Als Rahmenhandlung (und als final letzter Film im Film unter dem Titel ZOM-B-MOVIE von Joe Lynch) hält der letzte Abend in einem lokalen Autokino her, was der sentimentale Betreiber Cecil Kaufman (großartig: Richard Riehle) dazu nutzt verloren geglaubte B-Film-Perlen auf die Leinwand zu projizieren. Das einer seiner Mitarbeiter währenddessen eine sexuell motivierende Zombieseuche einschleppt ist dabei vorerst nicht von Relevanz. Einer gewissen Melancholie im Hinblick auf das Aussterben des alten und originalen Kinos kann sich dabei weder Cecil noch der Betrachter entziehen (obwohl eine gewisse Ironie darüber nicht verwehrt bleibt, da eben diese Hommage und Ehrerbietung selbst im Kino nur digital projiziert wird). Wenn 35mm-Celluloid in Close-Up-Aufnahme durch die alten Spulen rauscht, kann man schon ein wenig wehmütig werden. Und so spricht Cecil mit einem Poster von Orson Welles und bezeichnet das Kino als sein „Rosebud“. Der Film ist mit derlei Anspielungen und Zitaten übrigens vollgestopft, was dem Cineasten natürlich allerhand Freude bereiten kann.

Jedenfalls finden sich nun diverse Anhänger des abseitigen Films im Kino ein um sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. Der erste Film des Abends ist WADZILLA (von Adam Rifkin), in dem einem Mann in einer Samenbank seine Unfruchtbarkeit vor Augen geführt wird, die aber mit einem neuen und experimentellen Medikament zu behandeln sein soll. Aber natürlich kommt alles anders: Statt des Volumens seines Spermas wächst lediglich das eine Spermium, dass er hat. Und dieses beschließt allein auf Partnersuche zu gehen und wächst dabei in ungeahnte Dimensionen.

WADZILLA ist als Opener der Episoden-Sammlung eine richtige Granate. Er ist bis ins Detail liebevoll ausgestattet (man beachte nur einmal die vielen Poster und Werbetafeln im Hintergrund) und ausgesprochen ansehnlich dem Stil von 50er Jahre Monsterschinken angeglichen. Allerdings ist zu bemängeln, dass viele Effekte sehr schlecht (und digital) auf alt und einfach getrimmt wurden. Im Grunde macht die Sichtbarkeit des Effekts hier viel Charme aus, allerdings hätte die ein oder andere Handpuppe einen deutlich besseren schlechten Effekt ergeben als die erkennbare digitale Montage. Zum Finale der Episode hin sollte aber der leichte Groll darüber vergessen sein, da spätestens hier – in Manier alter Godzilla-Filme – die Zerstörung der Stadt und das vorherrschende Chaos wirklich amüsant und bewusst ohne ein Gespür für Glaubwürdigkeit inszeniert sind. Zudem setzt Eric Roberts als General dem absurden Treiben die Krone auf. WADZILLA ist eine angenehm rund gestaltete und kurzweilige Granate vor dem Herrn! Allein hierfür lohnte bereits das gesamte Projekt.

Nach einer kurzen Auswertung der Kinobesucher und der Bemängelung von zu wenig nackten Tatsachen im Beitrag läuft I WAS A TEENAGE WEREBEAR (Tim Sullivan) an. Dies ist die völlig überzogene und grell-farbige 60er-Jahre- Geschichte eines Teenagers, der, von seinen Mitschülern drangsaliert, Zuflucht bei einer Außenseitergruppe sucht, die sich in lederbekleidete und menschenfressende Werebären verwandeln können. Mit der Datierung auf 1962 ist dieser Beitrag deutlich schriller ausgefallen als sein Vorgänger. Ins Absurde driftet diese Geschichte schon allein durch die unheimlich ironischen Musical-Nummern (derer es einige gibt). Das zusätzlich aber auch die homosexuelle Bear Community hier als Aufhänger der Geschichte herhält übersteigert den Irrsinn. Leider weist diese Geschichte, trotz enorm hohem Unterhaltungswert diverse Längen auf, die nicht zuletzt durch teils recht lang geratene Dialogszenen und Musical-Einlagen zu begründen sind.

to be continued...

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: Di 19. Feb 2013, 22:53
von McBrewer
purgatorio hat geschrieben:...ich hatte den Streifen ziemlich heftig in Erinnerung. Dän ging es ähnlich....
Ja, heftig trifft es schon ziemlich gut: HEFTIG LUSTIG ! :mrgreen:
Ich ich hatte mich damals während des Films nicht nur einmal vor lachen am Bier verschluckt :prost:
Am besten hatte mich doch die WEREBEAR & die ANNE FRANKENSTEIN-Episode gefallen, wobei die anderen beiden natürlich nicht schlecht waren.
Die Scheibe wird also definitiv gekauft wenn Sie herauskommt, alleine schon um des Spaßes willen :thup:

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: Fr 12. Apr 2013, 17:12
von purgatorio
Arkschi, wo bleibt dein Review? Fertig ist es ja, ich hab es im Blog längst gelesen :mrgreen: :nick:

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: So 14. Apr 2013, 13:40
von Arkadin
purgatorio hat geschrieben:Arkschi, wo bleibt dein Review? Fertig ist es ja, ich hab es im Blog längst gelesen :mrgreen: :nick:
Alter Quengler ;)

Momentan scheint es ein Trend zu sein, dass sich ein paar junge Regisseure zusammentun, um einen Horror-Episoden-Film zu drehen. Vor kurzem war „V/H/S“ solch ein Vehikel, „V/H/S/2“ steht schon in den Startlöchern und auch „Chillerama“ gehört in diese Kategorie. Im Gegensatz zu den vorher genannten, nimmt sich „Chillerama“ aber zu keiner Sekunde ernst und versteht sich als wilde Persiflage, die sich einmal durch die Dekaden des Horrorfilms arbeitet.

Dabei kann nicht gesagt werden, dass „Chillerama“ nicht liebevoll gemacht wäre. Bei jeder Episode spürt man die Liebe der Macher zum Genre, und die jeweiligen Filmjahrzehnte (von den 30ern bis in die 80er) werden mit großer Sorgfalt rekonstruiert. Leider stellt sich der Film mit seinem pubertären Humor und dem beinahe zwanghaft inszenierten Tabubruch selbst ein Bein. Während die Geschichte vom gigantischen Killerspermium für sich genommen noch recht witzig ist, nervt es doch schon bald, dass alle Episoden auf Teufel komm raus irgendwelche, zumeist sexuellen, Tabus brechen wollen. Wenn sich dann noch recht plump über das tragische Schicksal der jüdischen Familie Frank, und vor allem ihrer Tochter Anne, lustig gemacht wird, da frage ich mich dann doch: Muss das sein?

Einen Tiefpunkt erreicht der Film dann, wenn relativ unmotiviert noch ein Fäkalfilm namens „Deathication“ (der wohl die 70er repräsentieren soll und mich irgendwie an den berüchtigten „Gesichter des Todes“ erinnert hat) eingeblendet wird. Das wirkt dann wirklich nur noch erzwungen. Wenn die Macher sich John Waters „Pink Flamingos“ (der hier zitiert wird, wenn auch unter anderen Vorzeichen) richtig angesehen hätten, dann hätten sie gesehen, dass Schock und Anarchie anders funktionieren und nicht wie hysterischen Späße einiger Pennäler. Das stimmt etwas traurig, denn solche Dinge hätten nicht sein müssen. Der Film hätte auch gut ohne funktioniert. Ich würde sogar behaupten, besser. Aber das ist in diesem Falle wirklich auch eine Frage des persönlichen Humors.

Zu den einzelnen Stories:

Wadzilla

Regisseur Adam Rifkin, der Anfang der 90er mit „The Chase“ auf sich aufmerksam machte und dessen „Detroit Rock City“ ein kleiner Erfolg war, spielt hier selbst die Hauptrolle. Einen kleinen Angestellten, der nur immer ein Spermium produzieren kann. Ein Mad Doctor (Ray Wise, Laura Palmers Vater aus „Twin Peaks“) will ihm helfen, doch das Serum führt nicht dazu, mehr Spermien zu produzieren, sondern das eine zu stärken und wachsen zu lassen. Schon bald wird die Welt von einem riesigen, gefräßigen Spermium bedroht.

Die Geschichte ist klar als Parodie auf die Monsterfilme der 50er angelegt. Der Humor wurde allerdings aus „Dumm und dümmer“ importiert. Nichtsdestotrotz macht diese Episode Spaß, denn hier wurde nicht nur das gute, alte Stop-Motion-Verfahren nachempfunden, sondern Rifkin hat die Klassiker genau beobachtet und zollt ihnen seinen Respekt. Garniert wird all dies mit einigen wunderschönen Frauen von denen man gerne mehr sehen würde. Aber wie in den 50ern ist diese Episode zwar thematisch schlüpfrig, aber ansonsten erstaunlich prüde.

I Was A Teenage Werebear

Der junge Ricky ist verwirrt. Zwar hat er eine tolle und brünstige Freundin, doch immer wieder ziehen knackige junge Kerle sein Interesse auf sich. Besonders die drei coolen Jungs in Leder haben es ihm angetan. Bald schon muss er erkennen, dass die Drei nicht nur cool und gutaussehend sind, sondern in ihnen noch mehr steckt: Sie sind Werbären!

Tim Sullivan, der bisher mit dem Remake zu „2001 Maniacs“, dessen Fortsetzung und dem Horrorthriller „Driftwood“ in Erscheinung getreten ist, verlegt seine Geschichte namens „I Was A Teenage Werebear“in die 60er Jahre und mischt farbintensive Bilder mit einigen Musicalnummern. Das funktioniert soweit ganz gut. Auch die Idee, hier ganz plakativ das Monster, den Außenseiter, als Metapher für Homosexualität zu entlarven, ist clever. Allerdings trägt Sullivan manchmal etwas zu dick auf und gerade am Ende verheddert er sich etwas. Trotzdem macht auch diese Episode durchaus Spaß, wenn sie auch hier und dort ihre Längen hat und etwas angestrengt wirkt.

The Diary of Anne Frankenstein

Adam Green hat mit der „Hatchet“-Serie bei Fans von old school Slasher-Fimen für Furore gesorgt Hier nimmt er sich der 40er Jahre an und dreht einen Schwarz-Weiß Film, der stellenweise tatsächlich aus der Zeit gefallen scheint. Auch die Idee, Hitler einen jüdischen Golem-Frankenstein bauen zu lassen, ist charmant. Leider überzieht Green seine Ideen maßlos.

Das geschmacklose „Anne Frank“-Intro verdirbt einem etwas den Spaß, und dass alle Darsteller Deutsch sprechen und nur Hitler ein merkwürdiges, skandinavisch anmutendes Kauderwelsch ist als Reminiszenz an Chaplins „Großen Diktator“ zunächst augenzwinkernd lustig, nervt aber auf die Dauer. Auch hier muss man sagen, dass hier mehr drin gewesen wäre, hätte man nicht unbedingt so hysterisch-lustig-trashig sein wollen. So schießt der Film etwas über das Ziel hinaus, aber durch sein tolles Design zählt diese Episode zu den Höhepunkten des Filmes.

Zom-B Movie

Die Rahmenhandlung und abschließende Episode „Zom-B Movie“ hat Joe Lynch inszeniert, der zuvor nur den nicht gerade geliebten „Wrong Turn 2“ inszeniert hatte. Zunächst beginnt seine Episode sehr stimmungsvoll auf einem alten Friedhof und ist vom expressionistischen Universal-Horror der 30er inspiriert. Doch schon schnell wird die Stoßrichtung des Filmes klar gemacht. Ein versuchter Blowjob mit einer Leiche und durch die Gegend fliegende Testikel lassen ahnen, worauf das alles hinauslaufen wird.

Die Zwischensequenzen und das große Finale sind angelehnt an die Teenie-Zombie-Filme der 80er Jahre, wie z.B. „Return of the Living Dead“ oder „Nacht der Creeps“. Auch hier gibt es einige wunderschön in Szene gesetzte Stellen, wenn z.B. der Autokino-Besitzer Zwiesprache mit einem Orson-Welles-Poster hält und über die gute, alte Zeit philosophiert, in der Kino noch handgemacht und etwas Besonderes, Magisches, war. Aber solchen Momenten stehen dann auch wieder sehr plumpe Gags gegenüber, wenn derselbe Autokinobesitzer bis an die Zähne bewaffnet One-Liner aus 80er Actionfilmen von sich gibt. Auch die Idee aus den Zombies sexsüchtige Untote zu machen, passt zwar in den Kontext des Filmes, wirkt aber aufgesetzt und so sehr auf „Kult“ und „Fun“ getrimmt, dass die Wirkung eher eine gegenteilig ist.

„Chillerama“ ist eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits bietet er wunderbare und sehr liebevoll gemachte Hommagen an das fantastische Kino von den 30ern bis zu den 80ern, aber intelligente Scherze wechseln sich mit pubertären „Fick und Furz“-Humor ab, der nicht jedermanns Sache sein dürfte und mir etwas zu sehr auf „Kult“- und „Abgefahren“-Potential schielt. Drückt man hier aber ein Auge kräftig zu und konzentriert sich auf die Stärken dieses Episodenfilms, wird man gut unterhalten. Auch wenn er etwas zu lang geraten ist, und man auf die „Deathication“-Sequenz gut hätte verzichten können.

Bild und Ton der DVD ist hervorragend. Die deutschen Untertitel orientieren sich an der deutschen Synchronisation, die wiederum oftmals vom Originaltext abweicht und so manchen Sprachwitz verschwinden lässt. Als Extras gibt es zwei Interviews mit dem Regie-Quartett, die jeweils auf Conventions aufgenommen wurden (das zweite Interview hat eine grausige Tonqualität und ist auch nicht untertitelt, was das Verständnis mehr als schwer macht). Trotz FSK 16 ist der Film ungeschnitten, was durchaus Sinn macht, denn die blutigen Szenen sind klar als Filmtricks zu erkennen.

Screenshots: http://www.filmforum-bremen.de/2013/04/ ... hillerama/

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: So 14. Apr 2013, 14:02
von purgatorio
Arkadin hat geschrieben:
purgatorio hat geschrieben:Arkschi, wo bleibt dein Review? Fertig ist es ja, ich hab es im Blog längst gelesen :mrgreen: :nick:
Alter Quengler ;)
Film ist längst im Verkauf und ich selbst war ob des massiven Inputs nach der Sichtung (J&B mit Nello und Braumeister :palm: ) nicht in der Lage meine Gedanken zu sortieren. Deine Rezension ist aber prima, hebt Stärken und Schwächen gut hervor! Da muss ich doch mal Druck machen :nick: :mrgreen:

Re: Chillerama - Green, Lynch, Rifkin, Sullivan (2011)

Verfasst: So 14. Apr 2013, 14:04
von Arkadin
purgatorio hat geschrieben:Deine Rezension ist aber prima, hebt Stärken und Schwächen gut hervor!
:verbeug: