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Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: So 24. Jul 2011, 13:10
von jogiwan
Insidious

Bild

Originaltitel: Insidious

Herstellungsland: USA / 2010

Regie: James Wan

Darsteller: Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey, Ty Simpkins, Andrew Astor, u.a.

Story:

Das Haus, in das Josh (Patrick Wilson) und Renai Lambert (Rose Byrne) mit ihren drei Kindern einziehen, scheint nicht eben ein Glücksgriff gewesen zu sein. Gegenstände bewegen sich, die Kinder fürchten sich, aus dem Babyphon dringen Stimmen und eines Abends stürzt der junge Dalton so unglücklich von einer Leiter, daß er Tags darauf ins Koma fällt. Trotz guter Behandlung ändert sich nichts an seinem Zustand, so daß man ihn nach Monaten wieder nach Hause zur Dauerpflege bringt, doch von da an geht der Spuk richtig los. Es scheint nächtliche Eindringlinge im Haus zu geben, der Bruder sieht Dalton durch die Zimmer wandeln und Renai bemerkt unheimliche Gestalten in dunklen Ecken. Aus purer Not ziehen die Lamberts aus dem Haus aus, doch kaum in ein neues Heim gezogen, sind auch die "Besucher" wieder da... (quelle: ofdb.de)

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: So 24. Jul 2011, 13:10
von jogiwan
hat den schon wer gesehen?

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: Mi 17. Aug 2011, 16:42
von horror1966
Bild




Insidious
(Insidious)
mit Patrick Wilson, Rose Byrne, Ty Simpkins, Lin Shaye, Leigh Whannell, Angus Sampson, Barbara Hershey, Andrew Astor, Corbett Tuck, Heather Tocquigny, Ruben Pla, John Henry Binder, Joseph Bishara, Philip Friedman, J. LaRose
Regie: James Wan
Drehbuch: Leigh Whannell
Kamera: David M. Brewer / John R. Leonetti
Musik: Joseph Bishara
FSK 16
USA / 2010

Gerade sind die Lamberts in ein altes Anwesen gezogen und leben noch aus dem Umzugskarton, da stellt die dreifache Mutter Renai schon paranormale Aktivitäten fest: Türen schwingen auf, Gegenstände bewegen sich wie von Geisterhand. Ihrem Sohn Dalton wird seine Neugier zum Verhängnis - nach einem Leitersturz auf dem Dachboden fällt er in ein für die Ärzte unbegreifliches Koma, aus dem er nicht mehr erwacht. Drei Monate später, als er von der Klinik nach Hause verlegt wird, intensiviert sich der Schrecken: Nach unheimlichen Geräuschen aus dem Babyphon, Gestalten im Kinderzimmer und blutigen Handabdrücken überredet die deprimierte Renai ihren skeptischen Mann Josh zum Auszug. Jedoch es hilft nichts. Denn nicht das Haus, sondern der im Koma liegende Junge wird heimgesucht. Die Familie muss sich, im wörtlichen Sinne, ihren Dämonen stellen.


Im Grunde genommen bietet das neue Werk von James Wan (Saw) eigentlich nichts Neues, denn die bearbeitete Thematik hat man so oder ähnlich schon in genügend anderen Filmen gesehen. Dennoch bietet "Insidious" eine sehr interessant umgesetzte Geschichte, die einige Anleihen an Filme wie "Entity", "Poltergeist" oder auch "Paranormal Activity" erkennen lässt. So entwickelt sich von Beginn an ein immer bedrohlicher anschwellendes Szenario, das mit etlichen gut in Szene gesetzten Schockmomenten aufwarten kann und den Zuschauer sofort in seinen Bann zieht. Bevor es allerdings so richtig zur Sache geht, wird man mit einer gut 25 minütigen Einführungsphase konfrontiert, die aber keineswegs langweilig ist. Vielmehr dient diese als Aufbau eines äusserst gelungenen Spannungsbogens, der sich danach fast im Minutentakt immer mehr verdichtet. Fast zwangsläufig wird das Szenario von einer extrem dichten Atmosphäre begleitet, die nach und nach immer bedrohlichere-und unheimliche Züge erkennen lässt.

James Wan ist es dabei gelungen, ein absolut gelungenes Gänsehaut-Feeling zu schaffen, das den Betrachter wie eine zweite Haut überzieht, von der man sich die ganze Laufzeit über nicht befreien kann. Der dabei entstehende Horror ist in der ersten Filmhälfte eher subtiler Art und gibt sich eher langsam zu erkennen. Was allerdings zu Beginn noch gar nicht richtig greifbar erscheint, verwandelt sich mit zunehmender Laufzeit immer mehr zu einem wahren Schockerlebnis für alle Beteiligten, manifestiert sich der Horror doch immer mehr und nimmt dabei auch sehr agressive Formen an. Dies kommt insbesondere im letzten Drittel der Geschichte sehr gut zum Ausdruck, in der auch die zu Beginn noch eher ruhige Erzählstruktur merklich an Tempo zulegt. Die Geschehnisse gewinnen dabei immer mehr an Intensität, was für den Zuschauer zu einer äusserst schweisstreibenden Angelegenheit wird. Dazu trägt auch die dargestellte Zwischenwelt bei, die rein optisch sehr düster-und unheivoll umgesetzt wurde. Die hier stattfindenden Passagen enthalten sogar einige Action-Elemente, die dem gewonnenen Gesamtbild äusserst gut zu Gesicht stehen.

Der Hammer trifft einen allerdings erst am Ende des Filmes, denn obwohl alles nach einem echten Happy End aussieht nimmt das Geschehen noch einmal eine entscheidende Wendung. Obwohl man sich schon denken kann das noch irgend etwas nachkommt, trifft einen der gewählte Schluß wie ein Keulenschlag in den Unterleib und entlässt einen mit einem Gefühl des Unwohlseins aus der Geschichte. Dennoch muss man ganz ehrlich sagen, das der finale Showdown die Krönung eines erstklassigen Filmes ist, der ganzzeitig hervorragende Horrorkost bietet, die man unbedingt gesehen haben sollte. Und trotz der ganzen herausragenden Merkmale von "Insidious" kann ich persönlich einige Höchstnoten nicht ganz nachvollziehen. Vergleicht man das Werk einmal mit den weiter oben von mir genannten Filmen, dann kommt Wans Werk keinesfalls an die Klasse eines "Entity" heran, der für mich bei dieser Film-Gattung absolut unangefochten bleibt. In keinem anderen vergleichbaren Film wird der Betrachter so brachial und schnell mit dem vorherrschenden Horror konfrontiert, der erst gar keine Zeit zur Eingewöhnung für die Ereignisse lässt.

Trotzdem ist "Insidious" ganz sicher im oberen Drittel des Genres anzusiedeln und James Wan hat einmal mehr unter Beweis gestellt, das er hervorragende Horrorfilme kreieren kann, die eine unglaublich starke Faszination auf den Betrachter ausüben. Ein dramaturgisch erstklassiger Spannungsaufbau, eine sehr gelunge Grusel-Atmosphäre und sehr überzeugende Darsteller ergeben ein sehenswertes Gesamtpaket, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, wenn man ein Liebhaber gepflegter Horrorkost ist.


Fazit:


"Insidious" bietet kaum etwas was man noch nicht gesehen hat, bietet aber altbewährte Zutaten in einer ansprechenden Verpackung. Und auch wenn es sich hier nicht um den besten Vertreter seiner Art handelt, bekommt man auf jeden Fall sehenswerte und intensive Genrekost serviert.


7,5 / 10

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: Mi 17. Aug 2011, 18:59
von Nello Pazzafini
hab ich auch schon geguckt, kann dem nichts mehr zufügen, gut gemachte Genrekost triffts perfekt, nicht mehr, nicht weniger.

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: Fr 30. Sep 2011, 17:52
von buxtebrawler
Das Team James Wan (Regie) / Leigh Whannell (Buch), das in der Vergangenheit insbesondere mit dem Überraschungserfolg „Saw“ auf sich aufmerksam machte, später aber auch mit „Dead Silence“ zwar keinen ähnlich überragenden, aber einen durchaus passablen Genrebeitrag ablieferte, betritt mit seinem neuestem Streich „Insidious“ (USA, 2010) die ausgetretenen Pfade des Geister/Haunted-House-Horrors und versucht sich an einer Neuinterpretation. Die allgemein guten Kritiken beweisen, dass das Publikum, ähnlich wie von der totfortgesetzten „Saw“-Reihe, noch immer nicht genug von der Thematik bekommen kann, sei es auch eine noch so uninspirierte Melange aus allem, was das Subgenre in x Jahrzehnten hervorgebracht hat.

Andererseits sollte man meinen, bei so vielen Vorbildern und als mittlerweile erfahrenes Filmteam nicht viel verkehrt machen zu können. Warum wurde ich dann doch so sehr enttäuscht?

Das liegt zum einen an der unheimlich billigen Effekthascherei. Man vertraut kaum auf die Wirkung der visuellen Schockeffekte und versucht, diese durch eine vollkommen übertrieben laute Soundwand zu verstärken, so dass man sich letztlich mehr vor der Lautstärke in den entscheidenden Momenten als vorm eigentlichen Film erschreckt. Zum anderen ist es das vollkommen unglaubwürdige, selten logische Verhalten der Charaktere, die a) die Identifikation mit ihnen erschweren und b) dafür sorgen, dass man als Zuschauer Schwierigkeiten bekommt, die filmische Realität nachvollziehen zu können, was auch jegliche Horrorstimmung erschwert.

Als sich die geplagte Familie dann „professionelle Hilfe“ sucht, indem sie à la „Poltergeist“ und Konsorten ein Medium sowie zwei Geisterjäger ins Haus holt, verflacht „Insidious“ gar zusehends zu einer Komödie, was eigentlich den atmosphärischen Todesstoß bedeuten würde…

…wäre da nicht die zumindest in Teilen tatsächlich ziemlich gruselig gestaltete Reise auf der Astralebene, die der Familienvater antritt und dadurch allen Erscheinungen, die zuvor am Bett des in einer Art Koma liegenden Sohnes auftraten, begegnet. Die Schreckensvision einer Art Paralleldimension, die sich in Form unheimlicher Gestalten am Kindsbett ihren Weg in die vertraute Realität bahnt, ist dabei natürlich ein gängiges, Ur-Ängste ansprechendes Horror-Motiv, mit dem man eigentlich nur punkten können sollte. Doch selbst hier versagt „Insidious“ letztlich, als es sozusagen den Oberbösewicht zur Eunuchenhymne „Tiptoe Through The Tulips“ tanzen lässt und das Publikum letztmalig mit irgendwelchen CGI-Fressen erschreckt werden soll.

Damit ist „Insidious“ unterm Strich zwar kein Totalversager, aber schon ein ziemlicher Rohrkrepierer, dem es nicht gelingt, die Essenz aus seinen Vorbildern zu portieren und zu verfeinern, die Filme wie „Poltergeist“ oder die zahlreichen Asia-Grusler so beliebt gemacht haben. Fast-Food-Grusel ohne Tiefgang oder wirkliche Alleinstellungsmerkmale, der zudem unter seinen unglücklichen, oben angesprochenen Schwächen leidet, über die es mir zu schwer fällt, hinwegzusehen. Schade.

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: Sa 25. Feb 2012, 10:10
von jogiwan
Systemerhaltende Grusel-Kost von James Wan mit einer Geschichte über die Gefahren des Astral-Tourismus, die einem gleich mehrfach sehr bekannt vorkommt. Irgendwie fängt die Sache ganz vielverspechend an, aber ab einen gewissen Punkt gibts dann irgendwie nur noch Jump-Scares am laufenden Band, die der Stimmung nicht so wirklich zuträglich sind. Wie die ganze Sache ausgeht war mir in der zweiten Hälfte dann auch schon zu offensichtlich, als dass mich das Finale hätte überraschen können. Irgendwie schade, dass man aus der Sache nicht irgendwie etwas Eigenständigeres gezaubert hat und im Vergleich mit dem Vorbildern ist "Insidious" dann einfach zu wenig atmosphärisch. McHorror von der Stange, das stimmungsvoll sein möchte, aber doch eher für die breite Masse gezimmert wurde. 5/10

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: Sa 25. Feb 2012, 13:02
von buxtebrawler
@jogi: :thup:

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: Sa 20. Apr 2013, 14:38
von Die Kroete
Insidious ist zwar unterhaltsam, aber nicht wirklich überzeugend.
Angepriesen wurde der Film, seinerzeit als Old-School-Horror und sollte Gruselfilme, in der Art von "Bis das Blut gefriert", im Jahre 2010 wieder "hoffähig" machen. Diesem Anspruch wurde der Streifen beileibe nicht gerecht!

Die Familie erkennt recht frühzeitig, daß sie es mit einem paranormalen Phänomen zu tun haben, dadurch wirkt die Situation nicht mehr sehr bedrohlich, weil auch alles zig mal, ähnlich in früheren Filmen zu sehen war. Der Handlungsverlauf ist vorhersehbar, da die Geschehnisse, wie der Beginn des Spuks und der koma-ähnliche Schlaf des Jungen, fast zur gleichen Zeit erfolgen.
Zum anderen, verfängt sich der Film in inhaltlichen Widersprüchen, sodaß sich das Ganze beinahe ad absurdum führt. Zum Beispiel:
► Text zeigen
Dieser Blödsinn wird dem Zuschauer nun als Schluß-Effekt verkauft.
Dadurch kommt man wohl kaum in den Genuß, am Ende des Film wirklich gelungen, horrortechnisch geflasht zu sein. Man hatte zwar ein kurzweiliges Filmerlebniss, aber ohne im Gedächtnis hängenbleibender Folgen, schade! :|

5,5/10

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: Mo 27. Jan 2014, 15:14
von McBrewer
leider in meinem "zuletzt-gesehen" Beitrag vergessen: INSIDOUS

Warum tue ich mir eigentlich immer & immer wieder solche (Geister)Filme an ?
Ich hatte es schon mal irgendwo geschrieben, das ich diese modernen Erschreckfilme ganz schlimm finde, gerade weil mein schlichtes Gemüt durch billige (CGI-)Tricks & laute Sound-FX sehr empfindlich ist. Nichtsdestotrotz habe ich mich doch diesem Werk hingegeben: natürlich um die Mitternachtsstunde herum :palm:
Frau & Kinder schon lange im Schlummerland, ich mit einer Armee von Kissen & Decken die mich beschützten vor der Filmleinwand, fluchend - das ich diesen Schwachsinn angeschaltet hatte.
Die Fernbedienung außer Reichweite, ein ausstellen war also unmöglich...es kam wie es kommen musste: nach ca. einer Stunde Gruseliger Tortour schlug das Babyfon unserer Kleinsten aus :shock:
Kein WENN und ABER, ich musste (!!!) - ob ich wollte oder nicht - durch den dunklen Hausflur die Treppe emporsteigen um der kleinen Prinzessin den Weg ins Traumland zurück zu ebenen. Natürlich alles in augenfreundlicher Dunkelheit. Unten aus dem Wohnzimmer hörte ich Geister & Dämonen kreischen, im Kinderbettchen schluchzte das Kind, mein Herz raste Ohrenbetäubend - jederzeit konnte eine schwarze Hand aus dem Schattenreich nach mir greifen und mich für immer verderben :angst: Nachdem ich wieder das ruhige, gleichmäßige Atmen aus dem Kinderbettchen vernahm stürzte ich zurück auf die sichere Wohnzimmercouch. Natürlich nachdem ich mindestens fünf Heldentode gestorben war :oops:


Ach ja, der Film an sich: war solalla :|
Der/Die/Das Kröte`s Beschreibung passt sehr gut, viele unlogische Verhalten. warum z.B. muss dieser eine bärtige Geisterjäger bei der ersten Begegnung mit der Family die ganze Zeit unhöflich essen ?
Und warum braucht das Medium nun unbedingt eine stylische Gasmaske während ihrer Séance ?

Habe ich schon einmal erwähnt, das ich noch ein Stapel von diesen Grusel-Geister-Schockfilmen hier liegen habe ? (Danke Bruderherz :basi: :bang: )

Re: Insidious - James Wan (2010)

Verfasst: Mo 27. Jan 2014, 15:29
von buxtebrawler
McBrewer hat geschrieben:Warum tue ich mir eigentlich immer & immer wieder solche (Geister)Filme an ?
Ich hatte es schon mal irgendwo geschrieben, das ich diese modernen Erschreckfilme ganz schlimm finde, gerade weil mein schlichtes Gemüt durch billige (CGI-)Tricks & laute Sound-FX sehr empfindlich ist. Nichtsdestotrotz habe ich mich doch diesem Werk hingegeben: natürlich um die Mitternachtsstunde herum :palm:
Frau & Kinder schon lange im Schlummerland, ich mit einer Armee von Kissen & Decken die mich beschützten vor der Filmleinwand, fluchend - das ich diesen Schwachsinn angeschaltet hatte.
Die Fernbedienung außer Reichweite, ein ausstellen war also unmöglich...es kam wie es kommen musste: nach ca. einer Stunde Gruseliger Tortour schlug das Babyfon unserer Kleinsten aus :shock:
Kein WENN und ABER, ich musste (!!!) - ob ich wollte oder nicht - durch den dunklen Hausflur die Treppe emporsteigen um der kleinen Prinzessin den Weg ins Traumland zurück zu ebenen. Natürlich alles in augenfreundlicher Dunkelheit. Unten aus dem Wohnzimmer hörte ich Geister & Dämonen kreischen, im Kinderbettchen schluchzte das Kind, mein Herz raste Ohrenbetäubend - jederzeit konnte eine schwarze Hand aus dem Schattenreich nach mir greifen und mich für immer verderben :angst: Nachdem ich wieder das ruhige, gleichmäßige Atmen aus dem Kinderbettchen vernahm stürzte ich zurück auf die sichere Wohnzimmercouch. Natürlich nachdem ich mindestens fünf Heldentode gestorben war :oops:
Schöne Geschichte, Dän :D
Kennst du den Spanier "The Baby's Room"? ;)