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Trouble in Mind - Alan Rudolph (1985)

Verfasst: Sa 7. Feb 2026, 08:04
von jogiwan
Trouble in Mind

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Originaltitel: Trouble in Mind

Alternativtitel: Juwelefieber

Herstellungsland: USA / 1985

Regie: Alan Rudolph

Darsteller:innen: Kris Kristofferson, Keith Carradine, Lori Singer, Geneviève Bujold, Joe Morton

Story:

Der frisch aus dem Knast entlassene Ex-Cop Hawk besucht seine Freundin Wanda, die in der retrofuturistischen Metropole Rain City ein Frühstückscafe betreibt, in dem sich allerlei exzentrische Gestalten herumtreiben. Wenig später landet auch das junge Paar Georgio und Coop mit Wohnwagen und Baby in der Absteige und erweckt das Interesse der Beiden. Wanda gibt Georgia einen Job, während Coop mit Gaunereien versucht Geld zu verdienen, um die junge Familie über Wasser zu halten. Hawk entwickelt Beschützerinstinkte für Georgia, während er auch mit Sorge das Treiben von Coop verfolgt, der sich mit immer größeren und brutaleren Deals auch in der Unterwelt zu behaupten weiß. Als er sich mit dem Gangsterboss Hilly Blue anlegt, begibt er sich allerdings in große Gefahr und Hawk verspricht Georgia ihn vor dem Schlimmsten zu bewahren, auch in Hinblick Geogias Herz so für sich alleine zu gewinnen.

Re: Trouble in Mind - Alan Rudolph (1985)

Verfasst: Sa 7. Feb 2026, 08:04
von jogiwan
„Trouble in Mind“ ist eine ungewöhnliche, aber auch immer etwas seltsam anmutende Mischung aus Noir und Kostümball mit einem Hauch Sci-Fi und Pulp. Angesiedelt in einer fiktiven Stadt namens Rain City tummeln sich hier allerlei schräge Charaktere, denen aber kaum Background gegeben wird und bei denen man auch nie so richtig weiß, wie man diese verorten soll. Hawk ist ein Ex-Cop, der aus dem Gefängnis entlassen wurde und wieder hinabtaucht in die Unterwelt, um die junge und naive Georgio zu beschützen, deren Gatte drauf und dran ist, alle in große Gefahr zu bringen. Dabei switcht der Streifen zwischen Love-Story, Thriller und Komödie hin und her, ist manchmal maßlos überzeichnet, sleazy und dann wieder dramatisch. Dazu kommt ein furchtbarer Achtziger-Look, Frisuren die kaum auszuhalten sind, ein sperriger Soundtrack mit Marianne Faithful und Saxophon und ein Handlungsort, der mit totalitären Strukturen ebenfalls nie so wirklich festzumachen ist. Herausgekommen ist ein durchaus interessanter, sicherlich ungewöhnlicher aber gleichzeitig auch völlig verfahrener Film irgendwo zwischen Arthouse, Bahnhofskino und Seifenoper in dem sich die Protagonisten scheinbar orientierungslos durch die Handlung treiben lassen und auch ich als Zuschauer nicht so recht weiß, was ich davon eigentlich halten soll.