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Killers - David Michael Latt (1997)

Verfasst: Mo 22. Dez 2025, 14:12
von buxtebrawler
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Originaltitel: Killers

Herstellungsland: USA / 1997

Regie: David Michael Latt

Darsteller(innen): Kim Little, Paul Logan, Erica Ortega, Scott Carson, Christopher Maleki, Walter O'Neil, Christopher Dougan, Patrick Williams, Sebastian Vignieri, David Jean Thomas, Frankie Ray, David Karecki, Larry Hernandez, Desiree' Ivey, Ed Lugo

Reich, cool und ganz schön sexy - so stellt sich die verwöhnte Heather den Deal vor, den Ray und seine Kumpel anleiern. Und das Geschäft klingt tatsächlich verlockend: Für wenig Geld gestohlene Drogen kaufen, wieder verkaufen und eine ganze Menge Kohle verdienen. Die Übergabe der Drogen mit dem Dealer Speed findet schließlich nachts in einem leer stehenden, abbruchreifen Lagerhaus statt. Für Heather erfüllt sich für einen kurzen Moment ihr Traum von einem aufregenden Leben als Bad Girl. Doch plötzlich ist die Gang nicht mehr allein - ein dunkles Auto taucht auf, fünf Männer steigen aus und haben nur ein Ziel: Sie wollen ihre gestohlenen Drogen wieder und niemanden am Leben lassen. Für Ray, Heather und ihre Freunde gibt es nur eine Überlebenschance, wenn sie sich im Lagerhaus verschanzen. Der Alptraum beginnt...
Quelle: Covertext


Re: Killers - David Michael Latt (1997)

Verfasst: Mo 22. Dez 2025, 14:16
von buxtebrawler
„Ich geh' mal kurz aufs Klo!“

Der US-Amerikaner David Michael Latt war hauptsächlich als Billigfilmproduzent tätig, trat aber auch als Regisseur in Erscheinung. Beim Action-Thriller „Killers“ aus dem Jahre 1997 handelt es sich um seine zweite Inszenierung, zuvor hatte er bereits „Sex Pot 2“ alias „Rock and Roll Fantasy“ gedreht. Auch „Killers“ ist eine Low-Budget-Produktion, zudem eine aus der Asylum-Mockbuster-Schmiede – wenngleich mir nicht klar ist, von welchem Film dieser hier ein Mock-off darstellen soll: „Mike Mendez‘ Killers“? Dazu passt die Handlung gleich null. „Reservoir Dogs“? Schon eher, aber der hatte zum „Killers“-Erscheinungszeitpunkt bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel.

Eine gemischtgeschlechtliche Bikergruppe (u.a. Kim Little, „Young and Younger“, Christopher Maleki, „Kinder des Himmels“ und Frankie Ray, „Prison Planet“) bestreitet ihren Lebensunterhalt damit, gestohlene illegale Drogen billig an- und teuer weiterzuverkaufen. Ein Geschäft in einem leerstehenden Industriegebäude jedoch geht schief: Die, äh, „rechtmäßigen Besitzer“ der Drogen tauchen schwerbewaffnet auf und lassen keinen Zweifel daran, dass mit ihnen nicht gut Kirschen essen ist…

Eine Protagonistin skizziert knapp die Hintergrundgeschichte aus dem Off; und nach ein paar False Scares von der Billigrampe geht die Sause auch schon los: Unter flackerndem grünen Licht wird gejagt, erschossen und gefoltert. Das liest sich aufregender als es ist, denn „Killers“ entpuppt sich als strunzlangweiliges Kammerspiel mit beschissenen Dialogen und ein paar Kämpfen, Schüssen und Toten, die einen komplett kaltlassen, da man sich gar nicht erst um so etwas wie Charaktereinführung bemühte. Durch ein paar ganz nette Einzelszenen, beispielsweise einen Ertränkungsversuch im Wasserband, kommt der Film auf seine mageren Pünktchen; gegen Ende geht’s dann auch wüster zu. Das Final Girl philosophiert am Schluss über Leben und Tod, während ich dem Film attestieren muss, es kaum geschafft zu haben, überhaupt meine Aufmerksamkeit zu erlangen.

Verzichtbarer, liebloser Murks knapp über Amateur-Niveau, der direkt nach dem Anschauen schon wieder vergessen ist und nicht einmal über unfreiwilligen Humor verfügt. Dies hielt David Michael Latt jedoch nicht davon ab, fünf Jahre später eine Fortsetzung nachzureichen.