Seite 1 von 1

Demon Pond - Masahiro Shinoda (1979)

Verfasst: Mo 15. Dez 2025, 08:43
von fritzcarraldo
Demon Pond
demon_pond_1979_pl.jpg
demon_pond_1979_pl.jpg (967.8 KiB) 141 mal betrachtet
Japan 1979
Regie: Masahiro Shinoda
Inhalt:
"Die Legende vom Dämonenteich besagt, dass in ihm ein böser Drache haust. Um zu verhindern, dass er ausbricht und das naheliegende Dorf in seinem Zorn überschwemmt, muss jeden Tag dreimal eine Glocke geläutet werden. Seit vielen Jahren geht Akira Hagiwara (Gô Katô) dieser Aufgabe nach. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Yuri (Tamasaburo Bando). Beide leben in liebender Harmonie miteinander, die im Laufe des Films ins Wanken gerät. Eine Dürre macht dem Dorf zu schaffen, wodurch der Frieden zunehmend gefährdet wird. Hinzu kommt der Fremde Gaukuen Yamazaki (Tsutomu Yamazaki), der den Dämonenteich erforschen will. "
Quelle: https://www.kino-zeit.de/film-kritiken- ... -pond-1979


Re: Demon Pond - Masahiro Shinoda (1979)

Verfasst: Mo 15. Dez 2025, 09:03
von fritzcarraldo
Demon Pond
OmU.
Kino.
Weird Xperience.
Klassiker nach einem Kabuki Theaterstück.
War mir bisher nicht bekannt.
Legenden, Geister und menschliche Schwächen.
Der Film lässt sich Zeit.
Gerade der Anfang ist fast Slow Cinema. Gefiel mir sehr. Und dann kommen die Geister. Schon schön dargeboten. Aber viel zu kurz für einen 2-stündigen Film. Und dann lässt sich der Film erneut Zeit, was ihm dieses Mal nicht unbedingt gut tut. Ich verlor ein bisschen die Übersicht.
Der fantastische Schluss, bei dem alles auch ein wenig an "Daimajin" erinnert, entschädigt aber ein wenig dafür. Auch die schönen Sets, Masken, Kostüme und Special Effects.

Re: Demon Pond - Masahiro Shinoda (1979)

Verfasst: Mo 15. Dez 2025, 17:27
von karlAbundzu
Im Kino
Ein wunderschöner Märchenfilm. Der sich Zeit nimmt, wir folgen lange dem Wanderer, es gibt einen langen Dialog mit beinah poetischer Anmutung.
Die fantastischen Wesen tauchen nicht ganz so lange auf wie Titel und Genre versprechen lassen, das ist ein wenig schade, wie auch, dass einiges an Story im Dialog und nicht filmisch erzählt wird.
Trotzdem zieht es uns in diese sehr reale Welt. Und trotz tragischer und unschöner Geschehnisse fühlte ich mich im Film wohl. Das lag an den schön gefilmten Bildern, eben auch an der langsamen und genauen Erzählweisen und dem starken Spiel. Und den klasse Drehorten, Bauten und Kostüme.
Wie jedes gute Märchen erzählt auch dieses hier von Fehlverhalten der Menschen und seiner Abgründe.
Spannend auch der Sound: Isao Tomita ist ja ein Pionier der elektronischen Musik und das hört man auch, ungewöhnliche Geräusche und früher Synthiesound.
Sehr gelungen.

Re: Demon Pond - Masahiro Shinoda (1979)

Verfasst: Fr 26. Dez 2025, 23:07
von Arkadin
Mysteriöser Film, der sehr vielschichtig eine Geschichte von unmöglicher Liebe, Repression, politischer Korruption, Verantwortung, Geschichtenerzählen und japanischer Folklore erzählt. An manchen Stellen vielleicht etwas zu ausufernd und viel wird erzählt, statt es zu zeigen. Was vielleicht daran liegt, dass es ursprünglich ein Theaterstück war. Was man meiner Meinung nach auch merkt. Takeshi Miike war später konsequenter und verfilmte es direkt auf der Bühne. Tolle Bilder aber, gerade beim spektakulären Ende. Die Geisterwelt kommt überraschend kurz vor. Aber das passt schon. Toller Soundtrack auch.