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Cthulhu - Dan Gildark (2007)

Verfasst: Mo 27. Apr 2020, 07:00
von jogiwan
Cthulhu

Bild

Originaltitel: Cthulhu

Herstellungsland: USA / 2007

Regie: Dan Gildark

Darsteller: Jason Cottle, Scott Patrick Green, Cara Buono, Tori Spelling, Robert Padilla

Story:

Nach dem Tod seiner Mutter kehrt der erfolgreiche Dozent Russell in den Ort seiner Kindheit nach Oregon zurück, wo die familiären Spannungen aufgrund seiner Homosexualität trotz der Trauerstimmung auch nicht lange auf sich warten lassen. Doch mit der Ankunft in dem beschaulichen Küstenort flammen nicht nur alte Konflikte wieder auf, es geschehen auch bizarre Dinge, die sich der rational denkende Russell nicht schlüssig erklären kann. Die Menschen in seinem Umfeld reagieren seltsam, er wird von mysteriösen Figuren verfolgt und wenig später entdeckt Russell noch weiter Ungereimtheiten in dem Küstenort, die alle im Zusammenhang mit seiner Familie und seinem religiösen Vater zu stehen scheinen…

Re: Cthulhu - Dan Gildark (2007)

Verfasst: Mo 27. Apr 2020, 07:02
von jogiwan
„Cthulhu“ ist der nicht uninteressante, aber dennoch nicht gänzlich geglückter Versuch der beliebten Monster-Geschichte von H. P. Lovecraft ein Queer-Mäntelchen umzuhängen. Hier ist es die Titelfigur, die nicht nur mit Vorurteilen, sondern auch mit anderen seltsamen Ereignissen konfrontiert ist, die darauf hindeuten, dass die eigene Familie mit einem Kult zu tun hat, bei dem es um den titelgebenden Cthulhu geht. Dabei werden die Ereignisse eher schleppend und auch etwas verworren präsentiert und obwohl sich Regisseur Dan Gildark große Mühe gibt, ein Gefühl der Bedrohlichkeit, Spannung und Paranoia zu erzeugen, so will dieses nur begrenzt gelingen. Man hat das Gefühl, dass hier überambitioniert ans Werk gegangen wird und der Anspruch der Macher doch arg im Widerspruch zum verfügbaren Budget gestanden ist. Der Monster-Anteil ist eher gering und manche Handlungselemente werden zwar aufgegriffen, aber dann scheinbar unter den Tisch gekehrt. Auf schöne Bilder der Küstenlandschaft Oregons kommen dann wieder Momente, die auch die Handlung nicht wirklich weiterbringen und das Seelenleben der Titelfigur wirkt schlecht ausgearbeitet. Auch das offene und apokalyptisch anmutende Ende hat mich nicht begeistern können und so bleibt auch ein unbefriedigendes Gefühl zurück, dass man Lovecraft auch nur als losen Aufhänger für ein eher triviales Selbstfindungsdrama mit fantastischen Elementen genommen hat, dass sich auch wesentlich vielschichtiger präsentieren möchte, als es letztendlich geworden ist.