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House at the end of time - Es gibt kein Zurück - A. Hidalgo
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 15:30
von sergio petroni
THE HOUSE AT THE END OF TIME - ES GIBT KEIN ZURÜCK
Originaltitel: La Casa del fin de los tiempos
Alternativtitel: The house of the end times
Herstellungsland-/jahr: Venezuela 2013
Regie: Alejandro Hidalgo
Darsteller: Rosmel Bustamante, Gonzalo Cubero, Alexander Da Silva, Guillermo García,
Amanda Key, José León, Guillermo Londoño, Héctor Mercado, Yucemar Morales,
Ruddy Rodríguez, ...
Story: 30 Jahre lang saß Dulce unschuldig im Gefängnis. Nachdem sie nach Entlassung in ihr Haus, den Ort des Geschehens, zurück kehrt, möchte sie zusammen mit einem Priester die Wahrheit aufdecken. Unerklärliche Dinge geschahen vor ihrer Gefangennahme, bei denen ihr Mann ermordet und ihr Sohn auf unerklärliche Weise verschwand. Alles scheint ganz anders zu sein…
(quelle: yearsofterror.eu)
Re: House at the end of time - Es gibt kein Zurück - A. Hidalgo
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 15:41
von sergio petroni
Es beginnt mit einer unheilvollen Nacht. Dulce findet ihren Mann erstochen auf, der Sohn Leopoldo
verschwindet. Da das Blut des Sohnes an einem Messer mit Dulces Fingerabdrücken gefunden wird,
wird Dulce des Doppelmordes verurteilt. Dreißig Jahre später wird sie begnadigt und kehrt
in ihr altes Haus zurück. Kurz darauf meldet sich der örtliche Priester bei ihr.
Beide zusammen versuchen jene Nacht vor dreißig Jahren zu rekonstruieren.
Denn Dulce ist sich sicher: Sie hat ihrem Mann und Sohn nichts angetan.
Die Reise in die Vergangenheit wartet jedoch mit so mancher Überraschung auf.
Ohne große Vorkenntnisse bin ich in dieses Debutwerk des Venezolaners Hidalgo hineingestolpert.
Ein venezolanischer Genrefilm, wenn auch günstig produziert; das hörte sich interessant
genug an. Und was soll ich sagen. Vielleicht war ich gerade in der richtigen Stimmung,
stand auf dem richtigen Fuß, aber "The house at.." hat mich geradezu weggeblasen.
Im Gewand eines klassischen Haunted-House-Films präsentiert sich dieses kleine Juwel.
Aber eigentlich geht es um Familie, Liebe und Tod, Liebe über den Tod hinaus.
Während die Szenen in dem unübersichtlichen Haus recht stimmungsvoll und
düster geraten sind, gelingt es Hidalgo auch Szenen voll unbeschwerter Lebensfreude
einzufangen. Die verwickelte Erzählweise ist wohl dem Genre, der Spannung geschuldet.
Die Aussage des Films ist jedoch universell.
Eine sehr positive Überraschung, die völlig unerwartet daherkam.
8/10
Re: House at the end of time - Es gibt kein Zurück - A. Hidalgo
Verfasst: Mi 13. Mär 2019, 07:23
von jogiwan
Wie Sergio bereits geschrieben hat ist „House at the End of Time“ ein durchaus interessanter Genre-Streifen, der zuerst wie ein „Haunted House“-Grusler beginnt und dann aber angenehm die Kurve in eine andere Richtung bekommt. Statt Grusel und Horror stehen auch eher Mystery und Drama am Programm und die Ereignisse einer schicksalshaften Nacht werden langsam aufgerollt und ergeben dann natürlich ein etwas anderes Bild. Zwar kündigt sich dieses für mein Empfinden schon relativ früh an und als erfahrener Zuschauer wird man bald einmal wissen, wohin die Reise geht, aber bis dahin ist der venezuelische Streifen ein positives Beispiel für eine Genre-Streifen, der statt großen Budget und CGI mit einer spannenden und stimmigen Geschichte aufwarten kann. „The House at the End of Time“ erinnert trotz bisweilen etwas kostengünstiger Machart angenehm an spanische Spukhaus- und Geister-Filme, was hier ebenfalls als großes Kompliment gemeint ist und bleibt trotzdem eigenständig. Die Figuren sind lebendig, die Geschichte originell, die Erzählweise ausgeklügelt und das Ende ist fand ich auch super. Danke an den werten Serscho für den Tipp!