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Der Kult - Die Toten kommen wieder - Phil Joanou (2016)

Verfasst: So 6. Mai 2018, 09:17
von jogiwan
Der Kult - Die Toten kommen wieder

Bild

Originaltitel: The Veil

Herstellungsland: USA / 2016

Regie: Phil Joanou

Darsteller: Jessica Alba, Lily Rabe, Thomas Jane, Aleksa Palladino

Story:

Vor 25 Jahren hat der charismatische Sektenführer Jim Jacobs die Mitglieder seiner Glaubensgemeinschaft in den Freitod geführt und damit 46 Leben ausgelöscht. Nur die kleine Sarah hat seinerzeit überlebt und wird von der jungen Filmemacherin Maggie kontaktiert, deren Vater seinerzeit als FBI-Agent den Mord der Sektenmitglieder nicht verhindern konnte. Als sich Maggie mit ihrem Team gemeinsam mit Sarah zu dem Schauplatz des Verbrechens aufmachen entdecken sie jedoch in einem heruntergekommenen Haus eine weitere Leiche und Filmmaterial, dass bei der Sichtung ein neues Licht auf den schrecklichen Freitod der Sekte wirft. Doch je weiter die Truppe in die Geheimnisse von Jim Jacobs eintaucht, desto mehr erscheint es auch, dass die vor 25 Jahren drastisch beendete Geschichte noch nicht fertig erzählt ist…

Re: Der Kult - Die Toten kommen wieder - Phil Joanou (2016)

Verfasst: So 6. Mai 2018, 09:17
von jogiwan
Lahmer US-Horrorilm mit Found-Footage-Anleihen, der das „Jonestown-Massaker“ in Guyana als Vorlage für seine vorhersehbare Geisterbahnfahrt mit inflationären „Jump-Scare“-Gebrauch und Hui-Bui- Seelenwanderung missbraucht. „Der Kult – Die Toten kommen wieder“ ist ja leider nicht sonderlich originell und die Geschichte entpuppt sich als schlecht erdachte Mischung aus allerlei bekannten Versatzstücken des Genres, die auf recht holprige Weise und mit ständigen Rückblenden zusammengebracht werden. Die Darstellung des Predigers fand ich zunehmend sehr nervig und auch der Rest des Drehbuchs wirkt schludrig, unausgegoren und doch ziemlich doof. Das Ende ist auch ohne dem deutschen Titel ebenfalls sehr absehbar und dürfte wohl niemanden überraschen, der in seinem Leben schon mehr als fünf Genre-Filme gesehen hat. Abgesehen davon, dass hier trotz der dämlichen Geschichte natürlich dennoch furchtbar ernsthaft zur Sache gegangen wird, hat mich auch der Look des Streifens mit seinen herunter gedrehten Farben nicht wirklich gefallen und die ständigen Schreckmomente, die keine Spannung erzeugen, fand ich ebenfalls entbehrlich. Hier wirkt alles seltsam unentschlossen und irgendwie fand ich es auch nicht sehr sympathisch, dass ein so ernsthaftes Thema und ein so schreckliches Massaker als Aufhänger für eine so unterdurchschnittliche und lahme Geisterbahnfahrt verbraten wird. Naja…