Seite 1 von 1

Fortress - Die Festung - Stuart Gordon (1992)

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 09:20
von jogiwan
Fortress - Die Festung

Bild

Originaltitel: Fortress

Herstellungsland: USA, Australien / 1992

Regie: Stuart Gordon

Darsteller: Christopher Lambert, Kurtwood Smith, Loryn Locklin, Clifton Collins Jr., Lincoln Kilpatrick

Story:

USA in der Zukunft: bei dem Versuch seine schwangere Frau Karen durch eine Sicherheitskontrolle zu schleusen wird der ehemalige Elite-Soldat John samt Gattin festgenommen. Da er und seine Frau gegen das Gesetz verstoßen haben, dass jede Frau nur noch einmal schwanger werden darf, wird das Paar getrennt voneinander in ein privatisiertes Gefängnis unter der Erde mit dem Namen „Fortress“ gesteckt, in dem die Insassen mittels Gedankenkontrolle und sonstigen Tricks zu Zucht und Ordnung gezwungen werden, während sich die Inhaftierten auch untereinander das Leben schwer machen. Als sich der Direktor des Gefängnisses jedoch an die schwangere Karen heranmacht und mit körperlichen und geistigen Repressalien gegen John ihre Liebe erzwingt, beschließt dieser aus dem Hochsicherheitsgefängnis zu fliehen, was jedoch angesichts der futuristischen Sicherheitsstandards einem Himmelfahrtskommando gleichkommt.

Re: Fortress - Die Festung - Stuart Gordon (1992)

Verfasst: Do 2. Nov 2017, 09:21
von jogiwan
Eigentlich kaum zu glauben, dass so ein illustres Werk wie „Fortress“ hier noch keinen eigenen Faden hat und der Streifen von Regisseur Stuart Gordon aus dem Jahr 1992 ist wirklich eine schwer unterhaltsame Sci-Fi-Action-Dystopie, die sich meines Erachtens auch nicht hinter vergleichbaren Werken wie „Robocop“ zu verstecken braucht. Passenderweise hat man hier mit Kurtwood Smith auch gleich denselben Bösewicht am Start, der als Gegenspieler zum sympathischen und herzensguten Christopher Lambert wieder einmal den Sadisten markieren darf. Wie sich ein bekannter Darsteller wie Lambert in so ein kleines B-Movie verirrt hat, ist mir zwar nicht bekannt, aber dass Gordon eher aus der Horror-Ecke kommt ist dem Werk ja deutlich anzumerken und daher wenig verwunderlich, dass der Härtegrad in dem Streifen durchaus solide ausgefallen ist. Dennoch kommt wie bei dem Regisseur üblich auch der schwarze Humor nicht zu kurz und „Fortress“ kann man auch durchaus als zynischen Kommentar zur „Law & Order“-Politik sehen, die ja aktuell in den Staaten wieder sehr populär zu sein scheint. Eigentlich gibt es hier auch nicht viel zu meckern und „Fortress“ ist meines Erachtens ein rundum gelungenes, kleines und feines Genre-Highlight aus der Sci-Fi-Action-Ecke mit tollen Cast, originellem Drehbuch und ansprechender Optik, der mir im Double mit „Dark Angel“ einen schwer unterhaltsamen und spaßigen Abend bereitet hat.

Re: Fortress - Die Festung - Stuart Gordon (1992)

Verfasst: Mi 4. Apr 2018, 09:08
von Arkadin
Auch seit der Videopremiere vor x Jahren das erste Mal wiedergesehen. Gefiel mir soweit recht gut. Ich hatte den auch gar nicht so actionlastig in Erinnerung. Aber da wird ja quasi von der ersten Minute an Vollgas gegeben und es ist immer ist was los. Da prügeln sich entweder welche oder explodiert was (oder wer) oder wird auf garstige Art und Weise erzählt, dass sich "Verbrechen nicht lohnt". Lambert macht seine Sache auch sehr gut und ist ist meiner Meinung nach mit seiner stoischen Art die perfekte Besetzung. Sehr schön auch die vielen bekannten Gesichter drumherum: Jefferey Combs, Vernon Welles und natürlich der wunderbar fiese Kirkwood Smith. Aus dessen eigentlich ja recht tragischen Rolle hätte man vielleicht mehr machen können. So wird die Vielschichtigkeit des Gefängnisdirektors Poe eher angedeutet als ausformuliert. Aber dann hätte man den Fokus vom Liebespaar Lambert/Locklin weg bewegen müssen, und das wäre wohl nicht so kommerziell gewesen. Schade. Ebenfalls Schade ist es, dass man am Ende wohl keine Idee mehr hatte, wie man die Helden aus dem Gefängnis bringen sollte. Die Lösung, die sich das Drehbuch da einfallen lässt ist dann auch ziemlich hastig und an den Haaren herbeigezogen und spätestens wenn eine Figur ohne jegliche Hard-/Software einfach so, quasi durch herbei sprechen, einen Computervirus implementiert (wie zur Hölle soll das gegangen sein???), kann man sich nur an den Kopf greifen und selbigen schütteln. Schade, etwas mehr Hirnschmalz an den richtigen Stellen hätte aus einem guten einen großartigen Film gemacht.