"Wild Card" von Simon West ist ein reines Statham-Vehikel, das von den Star- und Kampfkunstqualitäten
des Hauptakteurs lebt. Die Story gab es schon einmal, und zwar nahezu eins-zu-eins in "Heat" aus dem
Jahre 1986, in dem Burt Reynolds den Säufer und Spieler Nick gibt.
Wortgewandt und schlagkräftig schlägt sich Nick Wild durch das glitzernde Las Vegas und hält sich
mehr schlecht als recht über Wasser. Von seinem Traum, sich am Mittelmeer zur Ruhe zu setzen,
ist er noch ein ganzes Stück entfernt. Trotzdem bleibt er seinen Prinzipien treu und läßt sich
nicht auf krumme Touren ein. Als jedoch seine ehemalige Freundin Holly (Dominik Garcia-Lorido,
Tochter von Andy Garcia) übel zusammengeschlagen wird, läßt sich Nick zu einem Rachefeldzug
hinreißen. Dumm nur, daß er damit einen skrupellosen Mafiaboss gegen sich aufbringt.
Alles in allem nichts neues aus dem Hause Statham. Die Story plätschert ohne große Höhepunkte
vor sich hin. Oftmals wirken Szenenabläufe unnötig in die Länge gezogen und auch das
Mienenspiel des Hauptakteurs lädt nicht gerade zu Freudensprüngen ein. Die Actionsequenzen
sind routiniert abgedreht, daran gibt es nichts zu meckern.
Nett sind die Cameo-Auftritte manch altgedienter Recken (Anne Heche habe ich dabei gar nicht erkannt
Am besten hat mir noch Nicks Vehikel gefallen, das den Hauptdarsteller an Coolness für
mich bei weitem übertrifft. Wenn ich mich nicht verguckt habe, handelt es sich hierbei wohl um einen
Dodge Charger, die Kiste von der schon Steve McQueen in "Bullitt" verfolgt wurde.