Trapped
Der gewaltbereite Schläger Henry nimmt in einem abgelegenen Dorf in den Bergen das Gesetz in die eigene Hand, gibt sich als erzkonservativer Prediger und unterdrückt jeglichen Protest mit brutaler Gewalt und fehlgeleiteter Gruppendynamik. Als er eines Tages feststellen muss, dass ihn seine eigene Frau betrügt, verprügelt er den Liebhaber, sperrt diesen in einen Keller und veranstaltet gemeinsam mit seinen Saufkumpanen sadistische Spiele, nach dessen Ende der gehörnte Ehemann den Liebhaber eigenhändig in den Wäldern erschlägt. Dabei wird er jedoch von vier erholungssuchenden Studenten beobachtet, die dadurch ebenfalls ins Visier von Henry und seinen Mannen geraten. Als die geschockten Studenten auch noch erfahren müssen, dass von der örtlichen Polizei und den restlichen Bewohnern keine Hilfe zu erwarten ist und Henry mit allen Mitteln die Gewalttat vertuschen möchte, eskaliert die Lage...
Eigentlich ganz furchtbarer Backwood-Slasher in bester Terror-Manier, der deswegen furchtbar ausgefallen ist, weil die Rolle von Henry Silva eigentlich in Punkto Bösartigkeit und Gewaltbereitschaft für mich kaum auszuhalten war. Silva ist dann auch ganz klar der üble Bösewicht und während die erste Stunde sich eher Zeit nimmt, die Machtstrukturen des abgelegenen Dorfes und fehlgeleitete Gruppendynamik zu zeigen, gibt "Trapped" in den letzten 30 Minunten dann aber ordentlich Gas und dreht auch hübsch die Spannungs- und Terrorschraube an. Zwar könnte man die "fragwürdige" Botschaft und die tendenzielle, eindimensionale bis manipulative Darstellung der Charaktere etwas bemängeln, aber da sollte man sich im Backwood-Slasher-Genre wohl ohnehin keine so großen Gedanken machen. Auch technisch und darstellerisch gibt es an dem unangenehmen Werk eher wenig zu meckern und so ist es wieder einmal verwunderlich, warum der Streifen hierzulande nicht bekannter ist.
Horror High
Der Streber Vernon hat es alles andere als leicht und obwohl er in Biologie ein Genie ist, wird der junge Mann von Studienkollegen und Professoren gleichermaßen gehänselt. Als er eines Tages bei nicht ganz ethischen Versuchen an seinem Meerschweinchen "Mr. Mumps" ein Serum entdeckt, dass Lebewesen in eine grausame Bestie verwandeln kann, muss als Erstes die neugierige Katze des Hausmeisters daran glauben. Doch dieser ist über den Verlust wenig erfreut und zwingt den Studenten seine Eigenkreation zu konsumieren. Als sich Vernon daraufhin ebenfalls in eine blutgierige Bestie verwandelt ist das der Auftakt zu einer ganzen Reihe von blutigen Morden, in denen sich der gemobbte Schüler an seinen Peinigern rächt...
Etwas behäbiger Highschool-Horrorstreifen mit Austin Stoker ("Der Anschlag") über einen gemoppten Schüler, der sich dank eines Serums in eine blutgierige Bestie verwandelt und auf seinem Campus die mobbenden Subjekte nach der Reihe dezimiert. Alles recht nett und passabel in Szene gesetzt und auf der Ami-DVD gibt es auch erstmalig den ganzen Schmodder in ungekürzter Form zu betrachten. "Horror High" ist dann auch ein sympathischer, kleiner Reißer, hat aber zwischendurch auch immer ein paar unnötige Längen, sodass die Sache nie so richtig in die Puschen kommt. Auch darstellerisch ist Stouffers Streifen nicht immer auf der sicheren Seite und bietet ausser Herrn Stoker auch ein paar Darsteller, von denen man zu recht danach nicht mehr viel gehört hat. Sympathisch, altmodisch, kann man gucken - muss man aber nicht.